Eine Publikation der Binkert Medien AG
Simulation: Ausgabe 12/2017, 08.12.2017

Mit Simulation die Qualität steigern

Mit der durchgängigen Produktionssoftwarelösung von Coscom konnte die Werner Weitner GmbH ihre Fertigungszeiten um 30 Prozent senken. Auch die Rüst- und Nebenzeiten gingen deutlich nach unten, und – fast noch wichtiger – der Ausschuss tendiert gegen Null.

Das Produktspektrum der Werner Weitner GmbH umfasst Kfz-Spezialwerkzeuge, komplette maschinelle Werkstattausrüstungen, einen Prototypenbau, Präzisionsteile und eine eigene Hochleistungspumpenbaureihe mit einem Arbeitsdruck von bis zu 700 bar. Als Marke kennt man Weitner in vielen Kfz-Werkstätten führender Autohersteller. Der Mittelständler produziert mit seinen rund 260 Mitarbeitern im Dreischichtbetrieb an sechs Tagen pro Woche neben Präzisionsdreh- und -frästeilen auch Komplettbaugruppen für namhafte Hersteller aus der Automobilbranche oder der Medizintechnik. Sein Maschinenpark besteht mittlerweile aus nahezu 50 CNC-Maschinen, davon 25 Fräsmaschinen mit 3- und 5-Achsbearbeitung sowie Komplettbearbeitungszentren.

Als Arbeitsumgebung in der Arbeitsvorbereitung (AV), Programmierung und Fertigung setzt das Unternehmen auf eine durchgängige Prozesslösung von Coscom. Die CAD/CAM-Software «ProfiCAM VM» ist bereits seit 2003 im Einsatz und wurde in den letzten Jahren kontinuierlich mit den Software-Modulen CAM-Datenmanagement «FactoryDirector VM», Werkzeugverwaltung «ToolDirector VM» und Maschinensimulation «ProfiKinematik VM» erweitert und ausgebaut. Folge: Mithilfe der Coscom-Software schaffte es der Mittelständler, seine Fertigungszeiten um 30 Prozent pro Bauteil zu senken. Schon bei kleinen Serien von 20 oder 50 Stück konnte Weitner eine deutlich spürbare Verbesserung der Durchlaufzeiten erreichen.

Beispiel ProfiKinematik VM: Weitner testet die komplette Fertigung eines Bauteils inklusive Materialabtrag, Verfahrwegen und vor allem Kollisionsprüfung vor der eigentlichen Produktion zunächst im virtuellen Raum. Juniorchef Heinz Weitner zeigt sich sehr zufrieden, wie sich die Maschinensimulation im Alltag bewährt: «Insgesamt brachte uns die Coscom-Lösung eine Halbierung der Rüstzeit im Vergleich zu vorher. Doch das Wichtigste: Wir können unsere Bauteile zu 100 Prozent ohne Crash fahren, weil wir die Bearbeitung bereits vorher virtuell abgesichert haben. Und auch die Qualität stimmt von Anfang an.»

Auch neue Technologien wie die HPC-Bearbeitung (High Performance Cutting) haben bei Weitner Einzug gehalten. Maschinen, die über diese Technologie verfügen, können die Bearbeitungszeit um bis zu 60 Prozent senken. Mit «ProfiCAM Full HPC» unterstützt Coscom diese Bearbeitungstechnologie in der NC-Programmierung. Um Maschinen noch effizienter und flexibler einzusetzen, arbeitet das Unternehmen zudem mit einem Nullpunktspannsystem. Die Zeit zum Umrüsten einer Maschine verringert sich damit beachtlich, das Einfahren der Bauteile fällt komplett weg. Hier bietet Coscom mit dem ProfiCAM-Maschinenwechselkonzept eine ideale Lösung, wie Manfred Apelsmeier, CNC-Fertigungsleiter bei Weitner, bestätigt: «Mit dem Nullpunktspannsystem und dem Maschinenwechselkonzept dauert es nur wenige Minuten, um ein Teil ab- und das andere aufzurüsten. Die Zeiten, in denen sich früher Aufträge vor Maschinen stapelten oder Maschinen stillstanden, sind vorbei. Diese enorme Flexibilität macht uns extrem schnell, wenn es um kurze Lieferzeiten geht.»

Nicht überraschend, dass sich Heinz Weitner mit den bisher erreichten Ergebnissen der Pro- zessoptimierung seiner Fertigung sehr zufrieden zeigt: «Coscom ist hier als unser langjähriger und verlässlicher Partner ein wesentlicher Bestandteil und hat einen grossen Anteil an der heute sehr guten Effizienz und Flexibilität in unserer Produktion.» (pi)

Werner Weitner GmbH
DE-85072 Eichstätt, Tel. +49 8421 981 6-0
info@werner-weitner.com

Zentrale Schweiz Coscom GmbH
6203 Sempach, Tel. 062 748 10 00
info@coscom.ch



Mit ProfiCAM VM programmiert Weitner alle Werkstücke, die anschliessend mit ProfiKinematik VM simuliert werden; das Datenmanagementsysten FactoryDirector VM ist in den Gesamtprozess eingebettet. (Bild: Coscom)