Eine Publikation der Binkert Medien AG
Ausgabe 09/2017, 15.09.2017

Kleben verbessert den Rollstuhlkomfort

Der Rollstuhlhersteller Levo ermöglicht Menschen mit Gehbehinderung in ihrem Alltag Mobilität. Dabei kommt neuste Leichtbau-Technologie zum Einsatz: Ein Epoxidharz-Klebstoff steckt im Rahmen des leichtesten Aufrichtrollstuhls und sorgt für zuverlässigen Halt.

Eine der wichtigsten Entwicklungen der 1974 gegründeten Levo AG ist sicherlich der Aktivrollstuhl «Levo Summit EL» zum Aufrichten. Sein Design bietet eine besonders stabile Stehgeometrie. Mit nur 21 kg Eigengewicht ist er der leichteste manuelle Rollstuhl mit elektrischer Stehfunktion auf dem Markt, heisst es. Diese lässt sich ein Stück weit auf das Kleben als Fügeverfahren zurückzuführen.

Sobald es sich bei den zu verbindenden Teilen um Materialmixstrukturen handelt, ist die Klebetechnik als Fügeverfahren prädestiniert. Im Fall dieses Rollstuhls müssen die Carbon- und Aluminiumteile der Radachse sowie Stahl- und Aluminiumverbindungen im Rahmen zuverlässig gefügt werden. Mechanische Fügeelemente wie Schrauben oder Nieten würden nicht nur das Material schwächen, sondern sind auch aufwändiger zu verarbeiten.

Das ist aber noch nicht alles. Nach der Montage übersteht der Klebstoff auch die 180 °C heisse Pulverbeschichtung der verklebten Bauteile und die simulierten Crash-Tests, in denen der Rollstuhl als Autositz fungiert, zuverlässig. Dem Schweizer Rollstuhlhersteller war bei der Wahl des passenden Klebstoffs zudem ein einfaches Verarbeiten bei der Fertigung wichtig. Deshalb empfahlen Delo und die Credimex AG aus Alpnach den Einsatz eines zweikomponentigen Epoxidharzes. Die Klebespezialisten der Credimex führten dazu im eigenen Labor diverse Prüfungen durch.

Sie testeten die Festigkeit der verklebten Bauteile nach 30 min im Ofen bei 180 °C, führten Kleb- und Dosierversuche sowie Versuche zur Definition der richtigen Oberflächenvorbehandlung durch und berieten Levo bei der optimalen Gestaltung der Klebgeometrie. Die anschliessend erfolgreich durchgeführte Druckprüfung der verklebten Bauteile garantiert den sicheren Einsatz dieser technisch anspruchsvollen Klebeverbindungen.

Der zum Einsatz kommende zweikomponentige «Delo-Duopox»-Klebstoff härtet nach dem Vermischen von Harz und Härter bereits bei zirka 23 °C aus. Die Verarbeitung erfolgt manuell mittels Dosierpistole. Der gesamte Rahmen des Rollstuhls wird mit dem hochfesten Strukturklebstoff verklebt. Dabei kann dieser in nahezu beliebigen Schichtdicken aufgetragen und so als konstruktives Element genutzt werden. Seine Viskosität passt gut zum Produktionsprozess, da der Klebstoff nicht verfliesst und sich die Bauteile dadurch händisch besser fügen lassen.

Die Anforderungen an Rollstühle sind klar: Sie sollen ihren Fahrern den Alltag erleichtern und für mehr Unabhängigkeit sorgen. Mit dem Einsatz des Epoxidharzes von Delo Klebstoff werden sie zuverlässig und noch leichter – TÜV-geprüft, notabene. (msc)

Levo AG
5610 Wohlen, Tel. 056 618 44 11
office@levo.ch

Delo Industrie Klebstoffe
DE-86949 Windach, Tel. +49 8193 9900-391
www.delo.de
Bondexpo Halle 6 Stand 6409



... und im aufgerichteten Zustand (Bilder: Levo)


Der «Levo Summit EL» in Sitzposition ...