Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 04/2012, 15.04.2012

Ideale Gehäuse für jeden Anwendungsbereich

Gehäuse werden in den verschiedensten Gebieten eingesetzt und müssen nach genauen Vorgaben ausgewählt und gefertigt werden. Der Markt bietet eine grosse Auswahl an Gehäusen aus verschiedensten Materialien und in diversen Grössen. Im folgenden Bericht wird gezeigt, welchen Faktoren besondere Wichtigkeit beigemessen werden sollte, wenn es um die Wahl des richtigen Gehäuses geht.

Im ersten Schritt muss das passende Material der Verpackung der kundenindividuellen Elektronik ausgewählt werden – ein Gehäuse aus Kunststoff oder Metall. Für die erfolgreiche Vermarktung des Gerätes ist das Gehäuse von erheblicher Bedeutung. Es wird grob unterschieden zwischen Gehäusen aus Metall und aus Kunststoff – beide Materialien haben Vor- und Nachteile, die in Abhängigkeit vom Einsatzzweck abgewägt werden müssen. Während Kunststoff ein leichter Werkstoff ist, bringt dies zugleich mit sich, dass ein Kunststoffgehäuse weniger robust ist als ein Metallgehäuse, das seinen Einsatz vorwiegend in raueren Umgebungen findet. Metalle erodieren unter bestimmten Einflüssen wie Regen, Salzwasser usw. – Kunststoffe können aggressiveren Umwelteinflüssen zum Teil besser standhalten! Wichtig ist, sofern die Entscheidung für ein Kunststoffgehäuse gefallen ist, die verschiedenen Werkstoffe einander gegenüberzustellen: ABS, Polyamid und Polycarbonat sind allesamt verschiedene Kunststoffe und zeigen daher auch verschiedene Verhalten in Bezug auf Wärmebeständigkeit, Schlagfestigkeit und Chemikalienbeständigkeit auf. Die Materialentscheidung kann aber auch abhängig von den Einsatzbedingungen getroffen werden. Bei einer hochwertigen Elektronik kann die Wertigkeit zum Beispiel durch die Verwendung eines Aluminiumprofilgehäuses unterstrichen werden.


Anwendungsbeispiel


Der Kunde hat einen leistungsfähigen Überwachungscontroller entwickelt, dessen Aufgabe darin besteht, die Eintauchtiefe eines Werkzeuges, z. B. bei Stanz pressen, zu messen und eventuelle Fehler, etwa Abfall im Werkzeug, zu melden. Für den Einsatz dieses Gerätes im harten Industriealltag wird ein robustes Gehäuse benötigt. Aus diesem Grund setzt er auf das neue Aluminiumgehäuse Alustyle von Bopla.

Für Sicherheit und Schutz sorgen
Sehr eng verbunden mit den Anforderungen an ein Gehäuse bezüglich des Materials ist auch der Schutz der eingebauten Elektronik. Bei vielen Anwendungen müssen elektrische und elektronische Geräte unter erschwerten Umweltbedingungen über viele Jahre sicher arbeiten. Damit dies reibungslos funktioniert, liegt ein Hauptaugenmerk bei der Gehäuseauswahl auf dem Berührungs- und Fremdkörperschutz sowie dem Wasserschutz, die als Schutzarten in der DIN EN?60529 festgelegt sind. Die dort beschriebenen IP-Schutzarten sagen aus, welchen Schutz das Gehäuse gegen Wasser und Staub bietet. Einfluss auf die Schutzart haben das Nut-Feder-System, die Dichtung und die Verschraubungspunkte.

Anwendungsbeispiel

Ein führender Sicherheitsschaltgerätehersteller entwickelt kontinuierlich neue Baureihen zum Schutz für Mensch und Maschine. Die Geräte werden u.a. zur Stellungsüberwachung von Türen und Klappen verwendet, die zum Schutz vor gefährlichen Bewegungen dienen. Als es um die Produktion eines neuen Verteilers für den Anschluss der Sicherheitsschaltgeräte im Feld ging, entschied sich die Firma für das Euromas-II-Gehäuse von Bopla. Oberste Priorität bei dieser Entscheidung war die Garantie, dass alle Faktoren bezüglich der Sicherheit eingehalten werden, dazu zählen unter anderem Dichtheit, Temperaturresistenz und Robustheit. Das Euromas-II-Gehäuse ist aus hochwertigem Polycarbonat und erfüllt die Schutzart IP 65 nach DIN EN?60529. Dies bedeutet, dass das Gehäuse Schutz vor Staubablagerungen und Drahtschutz bietet – bezüglich des Wasserschutzes bietet es Schutz vor Strahlwasser aus jedem beliebigen Winkel.

Die richtige Grösse bestimmen
Auch muss das Gehäuse den Grössenanforderungen der kundenindividuellen Elektronik gerecht werden. Häufig ist es so, dass zuerst die Platinenmasse der Elektronik feststehen und dazu schliesslich ein entsprechendes Gehäuse gesucht werden muss. Dabei kommt es auf die exakten Masse an. Das Vorhandensein von Platinen-Befestigungsmöglichkeiten an der richtigen Stelle ist dabei eine Selbstverständlichkeit! Liegen diese einmal nicht an der gewünschten Stelle oder in ausreichender Menge vor, so gehört es zum Angebot eines Gehäuseherstellers, diese an die gewünschten Stellen einzuschweissen. Um diesen Aufwand zu minimieren, sollte nach einem groben Platinenlayout, welches die benötigten Platinenabmessungen ermittelt, ein Standardgehäuse ausgewählt und im Anschluss das endgültige Platinenlayout auf den im Gehäuse vorhanden Platz sowie auf Befestigungsmöglichkeiten modifiziert werden. Ist eine ganze «Gehäusefamilie» wie bei der Bopla-Aluminium-Gehäuseserie «Alu-Topline» im Angebot eines Gehäuseherstellers, wird dem Kunden die Suche nach einem passenden Gehäuse stark vereinfacht!

Anwendungsbeispiel
Bei der Suche nach einem optisch ansprechenden und kompakten Gehäuse für den Industriemaschinenbau hat sich der Kunde für das Alu-Topline-Gehäuse entschieden. Als Ergebnis liegt nun die SMART ICE Standard vor – eine intelligente Steuerungseinheit, die alle Anforderungen des modernen Industriemaschinenbaus erfüllt. Besonders wichtig war bei der Gehäusewahl, dass es bezüglich der Grösse flexibel ist, da es je nach Kundenanforderung mit weiteren Komponenten bestückt werden kann. Dies ist mit dem Alu-Topline-Gehäuse gegeben, da es in unterschiedlichen Grössen und Längen lieferbar ist.


Durch modernes Design bestechen


Im Standard werden die Gehäuse weitestgehend nach Verwendungszweck in neutralen Grautönen oder in Schwarz angeboten. Verschiedene Gehäusekomponenten können das Design jedoch entscheidend verändern. Bopla bietet u.a. mit ihrem designorientierten Handgehäuse «BOS-Streamline» zahlreiche Zubehörkomponenten wie farbige Dekordichtungen an. So besteht die Möglichkeit, das Gehäuse zu modifizieren und in dem gewünschten Design zu gestalten. Um die Gehäuse der jeweiligen Corporate Identity des Geräteherstellers farblich anzupassen, können sie bedruckt oder lackiert werden.

Anwendungsbeispiel
Ein Hersteller von Füllstandsmesssystemen für trockene Schüttgüter suchte ein Gehäuse für die Steuereinheit. Bei der Entwicklung kam es besonders auf die Aufnahmefähigkeit für Eingabeelemente und ein Corporate-Identity-gerechtes Design an. Hierbei entschied sich der Kunde für das kleinste Gehäuse der Bocard-Serie, das Bocard 160. Exakt nach Kundenwunsch gestaltete Bopla zusätzlich eine kundenindividuelle Frontfolie mit geprägten Tasten für das Bocard-Gehäuse. Diese Folie bildet zusammen mit den darunterliegenden Kurzhubtastern das Eingabefeld des Füllstandssensors.

Modifizieren durch Eingabeeinheiten und individuelle Bearbeitungen
Ob Folientastaturen, Frontfolien oder Displays – um die Gehäuse nach den kundenindividuellen Anforderungen zu gestalten, gibt es verschiedenste Möglichkeiten. Eine Vielzahl von Technologien steht hinter der Konstruktion einer Folientastatur – als Beispiele sind die Kupfertechnologie oder die ProfiLine-Technologie als besonders interessant hervorzuheben. Zusätzlich bieten Gehäusehersteller in der Regel ein umfangreiches Dienstleistungs- und Serviceangebot. Der Übergang zwischen einem bearbeiteten Standardgehäuse und einem kundenspezifischen Sondergehäuse ist nahezu fliessend. Je nach der vom Kunden benötigten Stückzahl wird das geeignete Verfahren gewählt. Dank dem grossen Maschinenpark kann für jedes Bearbeitungsproblem die optimale Maschine gewählt werden. Bopla ist als Tochtergesellschaft der weltweit operierenden schweizerischen Phoenix-Mecano-Gruppe bekannt als Hersteller von innovativen Gehäusesystemen, Eingabeeinheiten und Elektronik-Dienstleistungen.

Neben dem Programm von Bopla bietet Phoenix Mecano ein breites Sortiment von Industriekomponenten wie Gehäuse, Folientastaturen und elektrotechnische Komponenten an. Kundennah und innert Tagen werden beispielsweise eine Reihe von bedarfsgerechten Komplettlösungen angeboten, angefangen bei der mechanischen Bearbeitung der Gehäuse (Fräsen, Bohren, Senken, Gewindeschneiden usw.) über das Schneiden und Sägen der Aluprofile der Gehäuse bis hin zum individuellen Chromatieren, Beschichten, Bedrucken und Bestücken der Gehäuse können alle Prozesse im Hause ausgeführt werden. Das bringt Geschwindigkeit und garantiert die Qualität. Das Standardgehäuse wird so individuell den Kundenwünschen angepasst und dem Kunden so ein Mehrwert geschaffen. Siams, Halle 1.2, Stand B12

Phoenix Mecano Komponenten AG
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