Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
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Ausgabe 12/2013, 06.12.2013

Silberstreifen am Horizont wird breiter

Das Wohl und Wehe der Schweizer Werkzeugmaschinenbranche entscheidet sich am Zustand des umgebenden europäischen Wirtschaftsraumes, und da ganz besonders an der ökonomischen Kondition Deutschlands. Eine Studie des VDW verheisst nach dem Übergangsjahr 2013 positive Aussichten.

(msc) Geht es um Zukunftsprognosen für die Schweizer Werkzeugmaschinenbranche, kommt man nicht umhin, den Blick intensiv auf den deutschen Markt zu richten, denn dieser ist der Hauptabnehmer der Schweizer Produktion in diesem Bereich. Impulse für die Schweizer Wirtschaft sollen laut einer vor wenigen Wochen erschienenen Studie des VDW, Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabrikanten, von anziehenden Exporten kommen. Basis der erwähnten Studie sind die Zahlen der Aussenhandelsstatistik der Schweiz (Grafik 1, PDF) und des Statistischen Bundesamtes von Deutschland (Grafiken 2 und 3/PDF).
Deutschland ist mit einem Anteil von zuletzt 43 Prozent im Jahr 2012 weit vor Japan und Italien, auch bei Weitem der wichtigste Lieferant für diese Branche in der Schweiz. Dabei fragen die Schweizer Firmen eine breite Technologiepalette mit Schwerpunkt bei Teilen und Zubehör nach (Grafik 3/PDF). Positive Stimmung verbreitet die Erkenntnis der Erhebung in der deutschen WZM-Branche, wonach die wichtigen Abnehmerbranchen in der Schweiz im kommenden Jahr 4,7 Prozent mehr investieren wollen. Überproportional aktiv sollen dabei die Bereiche Feinmechanik/Optik, Maschinenbau, Elektroindustrie und der Fahrzeugbau werden. Entsprechend werde der Werkzeugmaschinenverbrauch in der Schweiz ein Wachstum von
1,8 Prozent aufweisen. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2013 stiegen die deutschen Lieferungen um 6 Prozent an. Die weiteren Aussichten sind für die deutsche Seite jedoch durchwachsen, da laut Studie aus der Schweiz ein Bestellminus von 7 Prozent im ersten Halbjahr resultierte.
Auf Rang 8 der wichtigen Werkzeugmaschinenproduzenten in der Welt exportiert die Schweiz 87 Prozent ihrer gesamten WZM-Produktion, davon wie erwähnt ist Deutschland der grösste Absatzmarkt. Seit 2009 sind die deutschen Einfuhren aus der Schweiz um 60 Prozent gestiegen auf zuletzt 903 Mio. Euro im Jahr 2012 (Grafik 2/PDF). Geliefert werden vor allem Laser, Teile und Zubehör sowie Schleifmaschinen.
www.vdw.de


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www.doergeloh.ch



Gut verzahnt: die deutsche und die Schweizer
Werkzeugmaschinenbranche. (Bild: Metav)