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Ausgabe 09/2014, 11.09.2014

Die «grüne» Kältemaschine

Der Spezialist für Kältelösungen Cofely Refrigeration bringt mit der Quantum G eine neue Kältemaschine auf den Markt, die mit dem umweltfreundlichen Kältemittel R1234ze arbeitet.

(msc) Grüne Kälte liegt im Trend. Wegen der dadurch steigenden Nachfrage nach Kältelösungen, die nachhaltige Kältemittel verwenden, und als Reaktion auf das Verbot des Kältemittels R134a, eines sogenannten teilhalogenierten Fluor-Kohlenwasserstoffs, kündigt Cofely Refrigeration aus Lindau am Bodensee ihre neue Kältemaschine Quantum G an und ergänzt damit ihre etablierte Quantum-Baureihe.

Diese «grüne» Kältemaschine nutzt das umweltfreundliche organische Kältemittel R1234ze, 1,3,3,3-Tetrafluorpropen genannt, dessen GWP-Wert (Global Warming Potential; auf Deutsch: Treibhauspotenzial) geringer als 1 ist.

Die Quantum G bietet eine Leistung von bis zu 1,1 MW. Wie alle Quantum-Turboflüssigkeitskühlsätze des Anbieters basiert die Quantum-G auf einem Verdichterkonzept mit ölfreier Lagerung und bietet damit eine hohe Energieeffizienz sowie eine ausfallsichere und geräuscharme Betriebsweise bei gleichzeitiger elektro-magnetischer Verträglichkeit. Dadurch ist sie vielseitig einsetzbar und glänzt mit vergleichsweise neidrigen Betriebs- und Wartungskosten. Die Quantum-G ist voraussichtlich ab Herbst 2014 verfügbar.

Die Anfänge von Cofely Refrigeration gehen auf die im Jahr 1834 gegründete Firma Sulzer zurück, die 1878 anlässlich der Weltausstellung in Paris die erste Kältemaschine der Welt vorstellte.

Cofely Refrigeration:

Kälte Klima Kopp AG 8953 Dietikon, Tel. 043 322 32 32 info@3-k.ch, www.3-k.ch



Der Prototyp der «grünen» Kältemaschine Quantum G von Cofely Refrigeration. (Bild: Cofely)

Kältemittel

Kältemittel transportieren Enthalpie  – heisst Wärmeenergie – vom Kühlgut zur Umgebung. Im Unterschied zu einem Kühlmittel kann ein Kältemittel dies in einem Kältezyklus entgegen einem Temperaturgradienten tun, die Umgebungstemperatur darf also sogar höher seinf als die Temperatur des zu kühlenden Gegenstandes, während ein Kühlmittel lediglich in der Lage ist, in einem Kühlzyklus die Enthalpie entlang des Temperaturgradienten zu einer Stelle niedrigerer Temperatur zu transportieren. Kältemittel werden in Kälteanlagen als Arbeitsmedium eingesetzt.

Während bei Kältemitteln im engeren Sinne Wärme durch Verdampfung bei niedrigem Druck und niedriger Temperatur aufgenommen wird, geschieht dies in einer Kältemischung chemisch durch eine Mischungs- oder Lösungsreaktion. Die Regeneration erfolgt daher bei Kältemitteln durch Verflüssigung in einem konventionellen Verdichter mit nachfolgendem Verflüssiger, bei Kältemischungen durch Entmischung im thermischen Verdichter einer Absorptionskältemaschine.

Ammoniak, Kohlenstoffdioxid und Wasser, aber auch Kohlenwasserstoffe und Luft werden, im Gegensatz zu halogenierten Kohlenwasserstoffen, auch als natürliche Kältemittel bezeichnet, da diese Substanzen in der Natur vorkommen. Natürliche Kältemittel tragen nicht zum Abbau der Ozonschicht bei und haben keinen oder nur einen sehr geringen direkten Einfluss auf den Treibhauseffekt.