Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG

Werbung

08.01.2014

Erowa kämpft erfolgreich gegen unlauteren Wettbewerb

Im Vorfeld der letztjährigen EMO in Hannover, hat sich Erowa entschieden, gegen einen chinesischen Hersteller von Spannsystemkopien vorzugehen – mit Erfolg.

Seit einigen Jahren beobachtet das Unternehmen Hersteller in China und in Europa, die das Erowa-ITS-Spannsystem kopieren. Die Marke A-One aus Shenzhen sticht dabei mit einem sehr detailgetreuen Nachbau ins Auge. Nicht nur die technische Ausprägung der Erowa-Produkte wie Spannfutter und Systemhalter, sondern auch Äusserlichkeiten, beispielsweise die Oberflächenbehandlung, die geschliffenen Bereiche und sogar die Produktebezeichnungen mit Logo werden nachgeahmt.
Obwohl durch internationale Staatsverträge Mindeststandards für den Schutz geistigen Eigentums und für lauteren Wettbewerb vereinbart werden, bleiben viele nationale Besonderheiten in der Ausgestaltung der jeweiligen Rechtsvorschriften.
Im Vorfeld der EMO 2013 erfuhr Erowa, dass A-One auf dem deutschen Markt auftreten will. Nach Absprache mit Rechtsvertretern hat sich Erowa entschieden, gegen Rechtsverletzungen vorzugehen. Im Laufe der Vorbereitungen wurde dem chinesischen Nachahmer eine Abmahnung übersandt, um diesem Gelegenheit zu geben, das anstehende Gerichtsverfahren durch freiwillige Unterwerfung zu vermeiden. Während des Verfahrens hat Erowa dem Gericht aufgezeigt, dass A-One nicht nur die technischen Standards übernommen hatte, sondern durch die Übernahme des Designs die Gefahr einer Täuschung über die Herkunft der Produkte erzeugt hatte (Bilder oben und unten). Man beachte auch die Annäherung des Firmenlogos und die Positionierung der Beschriftung.


Spannfutter von A-One


Spannfutter von Erowa

Trotz der ausgesprochenen Abmahnung wurden die Plagiate auf der EMO in Hannover ausgestellt. Erkundigungen bei A-One ergaben, dass die nachgeahmten Produkte tatsächlich in Deutschland abgesetzt werden sollten. Zusätzlich wurden den Besuchern auch Dienstleistungen im Werkzeug- und Formenbau angeboten. Das Ziel von Erowa war es, noch während der Ausstellung ein Verbot gegen die Vermarktung der ausgestellten Nachahmungen zu erwirken.
Mitte der EMO-Woche war es dann soweit, die für den Vollzug der einstweiligen Verfügung des Landgerichts Hannover zuständigen Organe erschienen auf dem Stand von A-One und eröffneten dem anwesenden Geschäftsführer die einstweilige Verfügung. Alle von Erowa beanstandeten Produkte wurden vom Messestand entfernt. Der ausstellenden Firma wurde untersagt, diese Produkte in Deutschland weiterhin anzubieten oder zu vertreiben.
Ende gut alles gut? Ja, denn in diesem Fall hat sich gezeigt, dass die Regeln zugunsten des Herstellers der Originalprodukte ausgelegt wurden. Die Investitionen in ein individuelles Design und die Bekanntheit der Produkte am Markt können es der Rechtsprechung ermöglichen, den Originalhersteller vor Nachahmungen zu schützen.(pd/ra)
www.erowa.com