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08.04.2014

GOM-Workshop «3D-Koordinatenmesstechnik in Spritzguss- und Kunststoff-Prozessketten»

Produkte aus Kunststoff haben immer komplexere Formen und verfügen über immer mehr Funktionen. Das hat Auswirkungen auf die Inspektion und Qualitätskontrolle, die zunehmend mit flächenhafter Messtechnik erfolgen.

Das ergab der Experten-Austausch auf dem GOM-Workshop «3D-Koordinatenmesstechnik in Spritzguss- und Kunststoff-Prozessketten», an dem Ende März mehr als 170 Fachleute in Darmstadt teilgenommen haben. Organisiert wurde der Branchentreff von der Gesellschaft für Optische Messtechnik (GOM).
In Vorträgen von Oechsler, Volkswagen und Digimold wurde deutlich, dass optische 3D-Messtechnik die gesamte Prozesskette beschleunigt – von Konstruktion und Simulationsabgleich über Form- und Werkzeugbau bis hin zu Erstmusterprüfung, Zusammenbauanalysen und Belastungstests. Dabei berichteten die Unternehmen von verkürzten Mess- und Inspektionszeiten und damit Kosteneinsparungen im Vergleich zu herkömmlichen taktilen Verfahren. Denn optische Messsysteme wie der 3D-Streifenprojektionsscanner Atos erfassen die gesamte Bauteilgeometrie flächenhaft statt nur weniger Einzelmesspunkte. In der Auswertung werden Massabweichungen zum CAD-Datensatz farblich dargestellt, sodass sich Korrekturmassnahmen durch die anschaulichen Messprotokolle von selbst erklären. Mehrere 100 Seiten lange, klassische Tabellenprüfberichte schrumpfen so auf wenige Bilder und Funktionsmasse zusammen. 
Neben Werkzeugkorrektur, Erstmusterprüfung und Fehlererkennung an Kunststoffteilen standen Neuentwicklungen in der 3D-Messtechnik sowie der Mess- und Auswertesoftware im Mittelpunkt des Workshops. Beispielsweise können im Cubing und in der Zusammenbauanalyse Spaltmasse geprüft sowie Bündigkeit und Fugen kontrolliert werden. Anhand der vollflächigen Messdaten ist auch ein virtueller Zusammenbau sowie die Kontrolle der Bauteilverformung nach dem Einbau möglich.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der automatisierten Inspektion von Kunststoffteilen. Dafür hat GOM mit der Atos ScanBox eine standardisierte optische 3D-Messmaschine entwickelt, bei der die gesamten Mess- und Inspektionsprozesse automatisiert ablaufen. Bei Analysen von typgleichen Bauteilen hat GOM die Mess- und Inspektionsabläufe in der Software so automatisiert, dass wiederkehrende Messaufgaben vereinfacht werden.
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