Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG

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04.06.2014

Gute Umsätze, aber Margen unter Druck

Nach einer leichten Erholung Ende 2013 drücke der starke Schweizer Franken wieder vermehrt auf die Margen der KMU in der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie. Dies ergibt die Quartalsumfrage von Swissmechanic. Die Hälfte der Befragten gaben an, die Auswirkungen massiv zu spüren. Dies führe zu kleineren Margen und erschwere wichtige Investitionen. Insgesamt sind die Unternehmen mit den Umsätzen zufrieden. Positiv sei vor allem der Trend bei den Auftragseingängen aus der EU, die im Vergleich zum Vorquartal gestiegen sind.


Der Schweizer Franken, so die Interpretation des Branchenverbands, sei im Vergleich zu Euro und Dollar nach wie vor überbewertet und drücke damit stärker auf die Margen als in den Quartalen 2013. Waren es im Vorquartal noch rund 40% der befragten Unternehmen, die die Auswirkungen der Frankenstärke als „«stark» bezeichneten, sind es im 1. Quartal 2014 nicht weniger als die Hälfte. Die Währungsproblematik bewirke deshalb kleinere Margen und führe somit zu Engpässen bei Investitionen in Technologie und Innovation. Die Umsätze sind im Vergleich zum Vorquartal stabil geblieben. Rund 35% der befragten Unternehmen beurteilen ihren Umsatz als «gut», rund 40% bezeichnen sie als «befriedigend».
Die Auftragseingänge im 1. Quartal 2014 stimmten aber hoffnungsvoll im Hinblick auf das ganze Geschäftsjahr. Rund ein Drittel der befragten Unternehmen sprechen von einer «verbesserten» Situation bei den Auftragseingängen. Wichtig sind vor allem die Signale aus dem Hauptmarkt EU. Die Eingänge aus der EU beurteilen über 20% Prozent als «verbessert», 10% mehr als im Vorquartal.
Die MEM-Branche habe einen hohen Bedarf an Fachkräften. 26% der befragten Unternehmen haben im 1. Quartal 2014 Leute eingestellt. Bei den Neueinstellungen im laufenden Quartal sind viele Unternehmen aber vorsichtiger. Sie möchten den Verlauf des Quartals beobachten, bevor sie weitere Neueinstellungen ins Auge fassen. Swissmechanic unterstützt die Mitgliederfirmen aktiv bei der Rekrutierung. Die europäische Job-Plattform „Q4Europe“ bietet Arbeitgebern die Möglichkeit, Fachkräfte im In- und Ausland zu rekrutieren. Die Webseite kann zudem von Arbeitgebern und Arbeitnehmenden als Bewertungs- und Bewerbungsplattform genutzt werden (www.q4europe.eu).
Um die KMU zu unterstützen, müsste die Kostensituation verbessert werden. Anstatt immer neue Regulierungen und Gesetze, sollten die Unternehmen administrativ entlastet und durch liberale Gesetzgebungen, insbesondere im Arbeitsmarkt, unterstützt werden. Das Stimmvolk habe den Unternehmen am 18. Mai durch die klare Ablehnung der Mindestlohn-Initiative den Rücken gestärkt. Der derzeitige Mangel an Fachkräften in den MEM-Branchen sorge zusätzlich für faire und attraktive Rahmenbedingungen zu Gunsten der Arbeitnehmenden.
www.swissmechanic.ch