Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
23.09.2014

Swissmechanic sieht Margen weiter unter Druck

Der starke Franken setzt die Margen vieler KMU in der MEM-Branche (Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie) weiter unter Druck. Dies zeigt die aktuelle repräsentative Umfrage des Branchenverbandes Swissmechanic. Insgesamt sind die Unternehmen im ersten Halbjahr 2014 mit den Umsätzen zufrieden. Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres gibt sich die Mehrheit der Verbandsmitglieder verhalten optimistisch.

Für die exportorientierten Mitgliederfirmen von Swissmechanic ist und bleibt die Situation rund um den starken Franken äusserst unangenehm. Der Schweizer Franken ist im Vergleich zu Euro und Dollar nach wie vor überbewertet und drückt auf die Margen. 41 Prozent der befragten Unternehmen bezeichnen die Auswirkungen der Frankenstärke als „stark“. Dies ist im Vergleich zum Vorquartal (49 Prozent) eine leichte Verbesserung, ändert aber an der Tatsache nichts, dass die Währungsproblematik für kleinere Margen sorgt. Dies führt zu Engpässen bei Investitionen in Technologie und Innovation. Beides sind wichtige Treiber für die MEM-KMU, um auf den teils labilen internationalen Märkten bestehen zu können. Die Umsätze sind im Vergleich zum Vorquartal stabil geblieben. Rund 39 Prozent der befragten Unternehmen beurteilen den Umsatz als „gut“, rund 39 Prozent als „befriedigend“.

Die Erwartungen für das kommende Quartal sind grundsätzlich positiv zu werten. Für das Inlandgeschäft rechnet die grosse Mehrheit der befragten Unternehmen (78 Prozent) mit gleichbleibenden Rahmenbedingungen. Auch die Geschäftsentwicklung mit Aufträgen aus dem Ausland beurteilt die Mehrheit als stabil (77 Prozent) und grundsätzlich positiv. Die Ukraine-Krise schwebt wie ein Damokles-Schwert über den Börsen und der wirtschaftlichen Entwicklung. Die leichte Erholung der letzten Monate innerhalb der Eurozone könnte je nach Verlauf des Konflikts in der Ost-Ukraine geschwächt werden. Auch Swissmechanic-Unternehmen sind an Projekten in Russland beteiligt und bangen um die wirtschaftlichen Beziehungen. Die Krise soll so schnell wie möglich auf politischer Ebene gelöst werden und nicht auf dem Rücken der Wirtschaft. Wie viele Swissmechanic-Unternehmen mit russischen Kunden und Lieferanten zusammen arbeiten, lässt sich nicht beziffern. Fest steht, dass die BRIC-Staaten, zu denen auch Russland gehört, wichtige potentielle Absatzmärkte für die MEM-KMU darstellen.

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