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30.07.2014

ZHAW-Absolventen erhalten KMU-Preis der Brütsch Elektronik AG

Ein mobiler geländegängiger Roboter namens Centipede: das ist die Systemtechnik-Diplomarbeit von Stephan Kessler aus Schaffhausen und Marco Pfiffner aus Chur. Für ihre hervorragende Abschlussarbeit sind die ZHAW-Absolventen mit dem KMU-Preis der Brütsch Elektronik AG ausgezeichnet worden. Zum Einsatz kommen könnte Centipede als Suchroboter in Katastrophengebieten.

Absolventen erhalten Auszeichnung für „Robo-Hundertfüssler“
Ein mobiler geländegängiger Roboter namens Centipede: das ist die Systemtechnik-
Diplomarbeit von Stephan Kessler aus Schaffhausen und Marco Pfiffner aus Chur. Für ihre
hervorragende Abschlussarbeit sind die ZHAW-Absolventen mit dem KMU-Preis der
Brütsch Elektronik AG ausgezeichnet worden. Zum Einsatz kommen könnte Centipede als
Suchroboter in Katastrophengebieten.
Mit Hilfe eines Roboters durch unwegsames Gelände in Gebiete vordringen, die für Menschen
unerreichbar sind: Diesen Ansatz verfolgten die Systemtechnik-Absolventen Stephan Kessler und
Marco Pfiffner in ihrer Abschlussarbeit. Die von ihnen entwickelte Studie eines kompakten geländegängigen
Roboters erinnert optisch an einen Hundertfüssler und heisst deshalb Centipede.
Dass Mobilität in schwer zugänglichen Gebieten für Menschen von existenzieller Bedeutung sein
kann, erklärt Marco Pfiffner: „Ausgerüstet mit einer Kamera könnte Centipede in eingestürzten
Gebäuden nach Personen suchen.“ Im Rahmen ihrer Diplomfeier erhielten die Absolventen den
KMU-Preis der Brütsch Elektronik AG von CEO Markus Simmen für „eine exzellente Bachelorarbeit
aus dem Fachgebiet Systemtechnik“, so der Laudator. Der mit 4000 Franken dotierte KMUPreis
wurde bereits zum 15. Mal vergeben.
Suche nach verschütteten Personen
Dank seines flachen, raupenartigen Aufbaus kann Centipede durch Spalten kriechen, die für Menschen
zu eng sind. Seine einzelnen Segmente sind mit beweglichen Gelenken verbunden, was
ihn besonders wendig macht. Selbst wenn ihn unwegsames Gelände zum Kippen bringt, hält das
Centipede nicht auf. „Es gibt kein oben und unten, wir können ihn beidseitig fahren lassen“, so
Stephan Kessler. „Neben einer Kamera könnte man weitere Instrumente wie beispielsweise einen
CO2-Sensor einbauen, um so festzustellen, ob aufgefundene Personen noch atmen.“ Gesteuert
wird Centipede mit einem Steuerprogramm auf dem Tablet -Computer. Mit Ultraschall-Sensoren
und einer entsprechenden Steuerung ausgerüstet soll sich der Roboter später sogar autonom bewegen
können.
Noch hat Centipede den Status einer Studie. Am Institut für Mechatronische Systeme (IMS) der
ZHAW School of Engineering kann man sich aber vorstellen, das Projekt zusammen mit einem
Partner aus der Wirtschaft weiterzuführen. Gut möglich also, dass Centipede in der Zukunft als
ausgereifter Suchroboter Menschenleben retten wird.
Über die ZHAW School of Engineering
Mit 13 Instituten und Zentren gehört die ZHAW School of Engineering zu den führenden technischen
Hochschulen in der Schweiz. Sie garantiert qualitativ hochstehende Aus- und Weiterbildung
und liefert der Wirtschaft innovative Lösungsansätze mit Schwerpunkt in den Bereichen Energie,
Mobilität und Gesundheit.
www@zhaw.ch