Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 01/2015, 16.01.2015

Neue Perspektiven in der Teilefertigung

Der von Schuler Beutler, Gettnau/LU, neu entwickelte Stanzautomat MSC-2000 mit Servo-Direkt-Technik arbeitet besonders präzise und energieeffizient. Als weltweit erstes System verfügt er über zwei elektrisch gekoppelte und frei programmierbare Druckpunkte.

(re) Einen um 50 Prozent niedrigeren Energiebedarf, längere Werkzeugstandzeiten und eine höhere Präzision: Diese Vorteile verspricht der von Schuler Beutler entwickelte Stanzautomat MSC-2000 mit Servo-Direkt-Technik. Die neue Maschinengeneration verfügt über zwei elektrisch gekoppelte, frei programmierbare Druckpunkte ohne Zahnradgetriebe. Mit der Anlenkung der Druckpunkte in den Seitenständern erhöht sich die Maschinensteifigkeit deutlich.

«Der MSC-2000 eröffnet Stanz- und Umformbetrieben neue Perspektiven in der hochpräzisen und effizienten Teilefertigung – und dies zu einem attraktiven Kosten-Nutzen-Verhältnis», betont Joachim Beyer, Technologie-Vorstand der Schuler AG. «Das Antriebskonzept stellt einen Innovationssprung dar, da es die gesamte Funktionalität der Servo-Direkt-Technik bietet und die flexible Anpassung an alle denkbaren Werkzeugfunktionen und Umformprozesse ermöglicht.»

Der spiel- und schmierölfreie Antriebsstrang besteht aus einem hochdynamischen Servomotor, Bremsmodul und Exzenterwelle mit Pleuel, Kniegelenk und Stössel. Zwei solcher Antriebsstränge werden in dem neuen Stanzautomaten in gegenüberliegender Anordnung eingesetzt – synchronisiert über die Antriebsregelung. Sie bringen eine Presskraft von 2000 kN auf.

Spiel- und schmierölfreier Antriebsstrang

«Für die Prozessarten Kniehebel-Standard, Schneiden, Prägen, Biegen und Ziehen sind vorprogrammierte Kurven hinterlegt», erläutert Adrian Achermann, Geschäfts­führer der Schuler-Tochter Beutler Nova. «Neben der Anpassung der Stösselbewegung an das Werkstück ermöglicht der Servo-Direktantrieb darüber hinaus die Steigerung von Hubzahl und Ausbringleistung im Pendelbetrieb. Nicht zuletzt können dank der frei programmierbaren Stösselbewegung die Werkzeuge in der Produktion schnell eingefahren werden.»

Das reduzierte Massenträgheitsmoment des Antriebsstrangs steigert die Dynamik der Stösselbewegung. Zusammen mit dem Verzicht auf ein Zahnradgetriebe und dem Einsatz von Wälzlagern verringert sich dadurch die elektrische Leistungsaufnahme um mehr als 50 Prozent. Die Anwender können sich davon übrigens auch jederzeit von unterwegs überzeugen: Die Pressendaten sind auf Wunsch überall – beispielsweise über Smartphone – abrufbar.


Beutler Nova AG
6142 Gettnau, Tel. 041 972 75 75
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Bei dem neuen Stanzautomaten MSC-2000 wirkt sich das reduzierte Massenträgheitsmoment des Antriebsstrangs positiv auf die Dynamik der Bewegung des Stössels (Ausschnitt) aus. (Bilder: Schuler)