Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 10/2015, 01.10.2015

Baukasten für die Werkstückspannung

Passend zur EMO bringt der Spanntechnikspezialist Schunk ein komplettes Baukastensystem für die Werkstückdirektspannung. Es soll die Bedürfnisse von Werkzeug- und Formenbauern mit ihren besonderen Anforderungen, wie sie etwa durch kleine Losgrössen bei gleichzeitg geforderter hoher Präzision bedingt sind, adressieren.

(msc) Gerade im Werkzeug- und Formenbau erweist es sich seit jeher als besonders aufwändig und anspruchsvoll, bei kleinsten Losgrössen, allenfalls noch kombiniert mit komplexen Geometrien, immer wieder höchsten Präzisionsanforderungen gerecht zu werden.

Speziell für solche Anwendungen hat der deutsche Spezialist für Spanntechnik und Greifsysteme Schunk nun einen umfassenden Systembaukasten für die Werkstückdirektspannung entwickelt. Bei der Fertigung von Einzelteilen und kleinen Losgrössen kann dieser für den Anwender zu einem wichtigen Puzzleteil für mehr Produktivität und Wirtschaftlichkeit werden.

Mithilfe modular aufgebauter Spannsäulen lassen sich in diesem Baukastensystem Formplatten, Freiformteile und andere Werkstücke in Sekundenschnelle direkt, also ohne zusätzliche Spannmittel und damit ohne Störkonturen auf dem Maschinentisch spannen. Die Spannsäulen versprechen ein kollisionsfreies Arbeiten, eine definierte Spannsituation und eine zuverlässige Simulation der Bearbeitung. Hinzu kommt, dass Werkstückänderungen aufgrund der hohen Genauigkeit der Spannlösung innerhalb kürzester Zeit realisiert werden können.

Der modular aufgebaute Systembaukasten setzt sich aus den folgenden Elementen zusammen: Basisplatte «Vero-S WDB», die für den Einsatz auf dem Maschinentisch konzipiert ist, den Spannmodulen «Vero-S WDN» mit Durchmessern von 99 mm oder 138 mm sowie den frei kombinierbaren Stapelmodulen «Vero-S WDS». Letztere existieren in Standardbauhöhen von 30 mm und 50 mm, sodass die Höhe der Spannsäulen ab Bauhöhe 80 mm durchgängig in Abstufungen von 10 mm variiert werden kann, ohne dass Sonderlösungen erforderlich sind.

Die Klemmverbindungen zwischen den einzelnen Modulen sind mit einer Einzugskraft von bis zu 25 000 N besonders kräftig gewählt und damit für hohe Zerspanungsparameter ausgelegt. Sie lassen sich einfach mit einem Innensechskantschlüssel verschrauben und lösen.

Um eine verzugsfreie Werkstückspannung zu gewährleisten, können Höhendifferenzen zusätzlich über ein stufenlos einstellbares, hydraulisch gespanntes Ausgleichs­element im Vero-S-WDA-System überbrückt werden.

Sämtliche Schnittstellen verfügen über eine spielfreie Kegelzentrierung, die zwischen den einzelnen Bauteilen für eine Wechselwiederholgenauigkeit von kleiner 0,005 mm sorgt. Über eine integrierte Luftdurchführung lassen sich die Spannmodule betätigen und die Werkstückanwesenheit abfragen; eine externe Medienzuführung erübrigt sich. Die eigentliche Werkstückspannung erfolgt energieneutral über Federkraft, ist selbsthemmend und formschlüssig. Folge: Werkstücke bleiben auch dann sicher gespannt, wenn der Druck im Luftsystem abfällt. Zum Öffnen der Spannmodule genügt ein Systemdruck von 6 bar.

Unabhängig vom Durchmesser der Spannsäulen kommen einheitlich Vero-S-Standardspannbolzen «SPx 40» zum Einsatz. Um Lebensdauer und Prozesssicherheit zu erhöhen, sind alle Funktionsteile wie Grundkörper oder Spannschieber in gehärtetem, rostfreiem Stahl ausgeführt, somit korrosionsbeständig und einfach zu reinigen.

EMO, Halle 10 Stand E06


Schunk Intec AG
8307 Effretikon, Tel. 052 354 31 31
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Die modular aufgebauten Schunk Vero-S Spannsäulen ermöglichen im Werkzeug- und Formenbau eine optimale Zugänglichkeit und eine definierte Spannsituation; aufgrund der feinen Abstufung der standardisierten Stapelmodule sind unterschiedlichste Spannhöhen realisierbar.


Mit Hilfe der verschiedenen Elemente lässt sich die Höhe der Spannsäulen im Spanntechnikbaukasten Vero-S flexibel variieren. (Bilder: Schunk)

Schunk GmbH

Die Schunk GmbH mit Hauptsitz in Lauffen am Neckar in Deutschland ist der Marktführer für Spanntechnik und Greifsysteme, Jahresumsatz um 330 Mio. Euro. Im Geschäftsbereich Spanntechnik werden unter anderem stationäre Spannsysteme, Spannbacken, Hydro-Dehnspanntechnik und Magnettechnik angeboten. Das weltweit breiteste Sortiment in der Spanntechnik umfasst über 10 000 Standardprodukte.