Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 02/2015, 06.02.2015

Griff-in-die-Kiste-Lösungen für komplexe Serienteile

Roboter der F-Serie von Mitsubishi Electric in Kombination mit dem Bildverarbeitungssystem Melfa-3D-Vision bilden eine leistungsfähige Einheit für die automatisierte Zufuhr einzelner Teile in Fertigungslinien. Damit sollen sich CNC-Dreh- und -Fräsmaschinen flexibel und wirtschaftlich bestücken lassen.

(re) In Fabriken werden Teile oft manuell automatisierten Fertigungssystemen bereitgestellt. Aufgrund der hohen körperlichen Belastung für die Arbeiter werden jedoch immer häufiger automatische Teilezuführsysteme eingesetzt. Diese Zuführungen müssen allerdings anwendungsspezifisch für jedes handzuhabende Teil konstruiert sein und nehmen zudem oft grosse Flächen in Anspruch. Die Installation ist dabei oft langwierig und kostenintensiv.

Die bereits bekannten Robotersysteme mit Bildverarbeitungssensoren lassen sich normalerweise nur für einfach geformte Teile in gewöhnlichen Systemen nutzen. Diese technischen Einschränkungen will Mitsubishi Electric mit seiner neuen Melfa-3D-Vision-Technik lösen, die das automa­tische Aufnehmen einzelner Teile in Fertigungslinien erheblich verbessern soll. In Verbindung mit der Robotertechnik von Mitsubishi Electric ergibt sich eine leistungsfähige Lösung, die laut Anbieter für mehr Flexibilität und Fertigungsqualität in der Produktion steht.

Melfa-3D-Vision ermöglicht nun Griff-in-die-Kiste-Lösungen für zahlreiche komplexe Formteile. Die Melfa-Roboter der F-Serie, kombiniert mit der darauf abgestimmten modernen Vision-Lösung, stellen eine optimierte Einheit dar, mit der sich entsprechende Handhabungsabläufe komplett automatisieren lassen.

Programmierkenntnisse nicht erforderlich

Mit der Technik von Melfa-3D-Vision ist die vollautomatisierte Produktion von Serienteilen an CNC-Drehmaschinen nun für alle potenziellen Anwender zugänglich. Nach Angaben des Herstellers soll die 3D-Lageerkennung von Rohteilen und Schüttgut in Kombination mit der Flexibilität der Melfa-Roboter das Bestücken von CNC-Dreh- oder -Fräsmaschinen revolutionieren.

Unterstützt wird die innovative Bildverarbeitungstechnik des japanischen Anbieters durch die Einbindung in die Standard-Programmiersoftware RT ToolBox2. Dabei wird die klassische Programmierung durch eine einfache Parametrierung abgelöst. Daher müssen anwenderseitig kaum Kenntnisse zur Vision-Programmierung vorhanden sein.

Die einfache Integration sowie die direkte Anbindung an die interne Verkabelung der Melfa-Roboter wurden besonders berücksichtigt und sollen nunmehr jedem Anwender die Inbetriebnahme und Anpassung an sich ändernde Anforderungen oder Werkstücke erleichtern. Darüber hinaus eliminiert die Laser-Triangulation den ungünstigen Einfluss von Störlicht und stellt ausserdem bei sich ändernden Bedingungen eine stets gleichbleibende Prozessstabilität sicher.


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Die Melfa-3D-Vision-Technik verbessert die automatische Zufuhr von Teilen in Fertigungslinien erheblich. (Bild: Mitsubishi Electric)