Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 06/2015, 11.06.2015

Staublos glücklich

Es gibt nicht wenige Werkzeug- und Formenbauer, die sich fragen: Lohnt sich der Einsatz von speziellen Fräsmaschinen für die Bearbeitung meiner Graphitelektroden? Die Föhrenbach GmbH hat darauf eine einfache Antwort: Ja, auf jeden Fall - wenn es die richtige Maschine ist.

(pi) Schnell, sauber, präzise und hocheffizient: Mit dem Vertikalfräszentrum «F-UMG 803» von Föhrenbach soll sich in der Bearbeitung von Graphit für die Herstellung von Elektroden eine neue Dimension eröffnen. Grund: Die völlig neu konstruierte Maschine erlaubt es Anwendern, die Vorteile des Werkstoffes Graphit zu nutzen, ohne die bisherigen Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.

«Das 3-Achs-Vertikalfräszentrum ist speziell für das Handling von Graphit konstruiert worden», erläutert Firmenchef Manfred Föhrenbach von der gleichnamigen GmbH die praktische Umsetzung. Die hohe Praxis-Expertise der Föhrenbach GmbH im Spezialmaschinenbau wurde dabei flankiert durch die Grundlagenforschung des Instituts für Fertigungstechnik und Produktion (IFP) der Hochschule Karlsruhe, die dank der Förderung durch das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Energie das Entwicklungsprojekt begleitet hat.

Die gesamte Konstruktion ist auf Graphitbearbeitung getrimmt: Führungen, Spindel, das gesamte Achssystem und das Werkzeugmagazin sitzen hermetisch abgeschirmt oberhalb der Bearbeitungsebene im Sauberraum. Der unvermeidliche Staub während der Bearbeitung von Graphit wird durch eine leistungsfähige Glocke nach unten abgesaugt. Dadurch wird zudem erreicht, dass auch Späne aus dem Bearbeitungsvorgang schnell und zuverlässig abtransportiert werden. Das vermindert Verschleiss an der Schneide und fördert die Präzision.

Die Gesamtkonstruktion des Fräszen­trums verspricht zudem eine hohe Präzision: Der Maschinenkorpus besteht aus Granit mit dessen bekannten Vorteilen der Dichte, Schwingungsarmut und günstigen Temperaturträgheit. X- und Z-Achsen sind als interpolierende, direkt von Linearmotoren mit Wasserkühlung angetriebene Einheiten ausgelegt; die Y-Achse ist als Gantry-Konstruktion ausgeführt und wird ebenfalls von einem Linearmotor bewegt.

Damit ist das Fräszentrum in der Lage, die Vorteile von Graphit für mikromechanische Anwendungen umzusetzen: Feinstkorn-Graphite erlauben bislang unerreichte Radien und dies in sehr hohen Oberflächenqualitäten. Dies alles wird bei hohen Geschwindigkeiten umgesetzt (60 m/min in allen Achsen) – und fast noch wichtiger, bei einer hohen Beschleunigung von 15 m/s2. Die Achsen sind dazu aus kohlefaserverstärkten Kunststoffen gefertigt, ebenso die Aufhängung der Spindel.


Föhrenbach GmbH
DE-79843 Löffingen-Unadingen
Tel. +49 7707 15 90
info@foehrenbach.com

Kompromisslos auf Graphit getrimmt: Graphitfräsmaschine F-UMG 803. (Bild: Föhrenbach)

Graphitfräsmaschine «F-UMG 803»

  • Bewegte Teile sitzen abgeschirmt in einem Sauberraum
  • Absaugung durch spezielle Glocke
  • Linearmotorantrieb in allen drei Achsen
  • Maschinenkorpus aus Granit
  • Achsen und Spindelaufhängung sind aus kohlefaserverstärktem Kunststoff ausgeführt