Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 07/2015, 09.07.2015

Elektrik gibt Gas

Pneumatik versus Elektrik – ein antriebstechnischer Klassiker; spannend wird es dann, wenn beide Protagonisten aus einem Hause kommen. SMC hat mit seinen neuen Elektrokomponenten eng an das traditionelle Pneumatikgeschäft aufgeschlossen.

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(pi) Heute wachsen die verschiedenen Technologien für die Automatisierung immer mehr zusammen. Das heisst für Automations-Unternehmen, dass sie von der Sensorik, über die Prozesstechnik bis hin zur Elektronik, Elektrotechnik und Pneumatik alles aus einer Hand anbieten sollten. SMC, als weltweit führender Pneumatik-Experte, hat dies früh erkannt.

In der vergangenen Zeit gelangen vor allem im Bereich elek-trische Antriebe mit der «LE-Serie» besondere Entwicklungen. So konnten die Baugrössen und Preise von vergleichbaren Elektroantrieben massiv gesenkt werden. Ausserdem: Ein Antrieb der neuen LE-Serie, der eine Masse von 10 Kilogramm transportieren kann, benötigt im Vergleich zum Vorgängermodell 75 Prozent weniger Platz.

Die SMC-Elektroantriebe sind grundsätzlich immer nach demselben Prinzip aufgebaut: Führung, Spindel oder Riemen und ein Motor. Bei letzterem strebt SMC eine Ansteuerung an, welche so einfach wie möglich ist. So auch bei der neuen LE-Serie: Die Inbetriebnahme wird durch das Plug-and-Play-System vereinfacht und verkürzt. Bereits voreingestellte Controller helfen Falschparametrisierungen zu vermeiden und erfordern keine tieferen Antriebskenntnisse; ähnlich verhält es sich mit der Programmierung des Elektroantriebes.

Vor der Inbetriebnahme steht die Frage: Wie definiert man, welcher Antrieb auf die eigene Anwendung passt? Es sind nur vier Kriterien nötig, um den elek- trischen Antrieb mechanisch zu definieren. Als erstes bestimmt die zu bewegende Masse die Baugrösse des Antriebes. Anschliessend wird über die erforderte Positioniergenauigkeit ermittelt, ob ein Spindel- oder Riemenantrieb benötigt wird, wobei die Spindel wesentlich höhere Genauigkeiten erzielt. Als drittes Kriterium definiert die Geschwindigkeit die Ausführung des Elektroantriebes. Schliess-lich beeinflusst die Montage des Werkstücks die Führung.

Die Abklärung, welches Modell für den Anwender infrage kommt, findet häufig am Telefon statt. Ist die Mechanik bestimmt, geht es an die Programmierung, welche mit dem Konstrukteur der Anwendung und dem Steuerungsbauer stattfindet. Hauptkriterium sind die Positionen, welche mit dem Elek- troantrieb angefahren werden. Die neue LE-Serie von SMC erlaubt 64 unterschiedliche Positionen oder das Anbinden an Industrie übliche Feldbussysteme.


SMC: Uniprod AG
6312 Steinhausen, Tel. 041 747 25 90
mail@uniprod-ag.ch

LE-Serie: Die Inbetriebnahme wird durch das Plug-and-Play-System vereinfacht und verkürzt. (Bild: SMC)

Elektrik variabler als Pneumatik

In der Mehrfachpositionierung liegt ein wesentlicher Vorteil von elektrischen Komponenten gegenüber Pneumatikbauteilen. Während Druckluftantriebe lediglich Endpositionen anfahren können, erlauben Elektroantriebe unterschiedliche Positionen, welche jederzeit umprogrammiert werden können. Auch Kraft und Bewegung lassen sich bei Elektroantrieben regulieren.

So ist beispielsweise das Greifen von unterschiedlich grossen oder druckempfindlichen Teilen ohne Probleme möglich, was vor allem für den Roboterbau interessant ist; ebenso wie das gleichmässige Anfahren, Bewegen und Abbremsen, was bei Plotanwendungen entscheidend ist. Generell eignen sich Elektroantriebe für jegliche Art von Transfer- und Positionieranwendungen sowie für Handling-Applikationen im Maschinenbau.