Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
12.05.2015

Jetzt kommt der 3D-Druck mit Kohlefasern

Auf der vom 10. – 11. Juni 2015 in Erfurt DE stattfindenden Messe Rapid.Tech präsentiert die deutsche Firma Coffee Solution GmbH mit dem Mark One den weltweit ersten 3D-Drucker, der im additiven Verfahren Teile aus Kohlefaser-Verbundmaterial aufbauen kann.

Bilder: MarkForged

Der vom Hersteller MarkForged entwickelte 3D-Drucker Mark One arbeitet mit der Drucktechnologie Continuous Filament Fabrication (CFF), um Bauteile aus Nylon, das mit Endlos-Kohlefasern, -Kevlarfasern oder -Glasfasern durchsetzt ist, zu drucken. Durch den Einsatz des CFF- und FFF-(Fused Filament Fabrication)Druckkopfs sowie einer speziellen Mischung aus Nylon mit durchgehenden Fasermaterialien ermöglicht der Printer laut Hersteller den Aufbau von Funktionsteilen, Werkzeugen und Vorrichtungen mit einem deutlich besseren Festigkeits-Gewichts-Verhältnis als dies bei 6061-T6 Aluminium der Fall ist. 

“Wir haben damit die Festigkeitslimitierungen der additiv hergestellten Kunststoffteile überwunden,” sagt Greg Mark, der Gründer und CEO von MarkForged. “Dieser Durchbruch ermöglich es dem Konstrukteur oder Designer, Funktionsteile additiv zu fertigen, die man sonst konventionell spanabhebend aus Vollmaterial herausarbeiten müsste. Das Herzstück ist der Druckkopf. Der Mark One verfügt über ein Zweifachextrudersystem, welches das im Kunststoffbereich konventionelle 3D-Printingprinzip mit der CFF-Drucktechnik in einem einzigen Druckkopf kombiniert. Der Konstrukteur kann beim Fasermaterial wählen zwischen leichter Karbonfaser, kostengünstiger Glasfaser oder abriebfester Kevlarfaser. Darüber hinaus arbeitet der Drucker auch im bekannten FFF-Modus mit Nylon und PLA-Kunststoff.”

http://markforged.com

www.rapidtech.de



Der 3D-Drucker Mark One; unter der Druckplattform links die Spule mit dem Kohlefaser-Filament.