Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
09.11.2015

Microcut feiert 20-jähriges Bestehen

Die Firma Microcut wurde 1995 gegründet. Mit der vor 20 Jahren entwickelten Maschine "MicroBore" und der seither weiterentwickelten Technologie Microcut Bore Sizing (MBS) gelang dem Unternehmen ein Meilenstein in der vollautomatischen Bearbeitung von kleinen Bohrungen.

Innerhalb der Mikromechanik stellt die Bohrungsbearbeitung eine besondere Herausforderung dar. Diese liegt unter anderem in der erschwerten Zugänglichkeit der Bearbeitungsfläche. Dieser Herausforderung stellte sich die in Lengnau BE ansässige Microcut AG und weiss die Nische der Bohrungsbearbeitung unterhalb 8 mm mit dem MBS-Verfahren bestens zu besetzen. Das MB-Verfahren wurde auch vom Markt mit regem Interesse aufgenommen. Auf den Gewinn des Innovationspreises "Technologiestandort" fand die Erfolgsgeschichte ihre Fortsetzung- 2001 wurde Microcut vom renommierten Wirtschaftsmagazin Bilanz unter die besten 50 KMUs in der Schweiz eingestuft. Bis heute wurden weltweit über 550 Maschinen vom Standort Lengnau ausgeliefert.

Herkömmliche Verfahren wie Innenrundschleifen oder Honen stossen unterhalb von 2 mm im Bohrungsdurchmesser bezüglich Wirtschaftlichkeit und technischer Machbarkeit an ihre Grenzen. Hier setzt das Microcut Bore Sizing-Verfahren an und ermöglicht eine vollautomatisierbare Bearbeitung von kleinen Bohrungen. Die Bearbeitungstechnologie von Microcut hat mit kleinen Durchmessern begonnen und sich Richtung grössere Durchmesser über das letzte Jahrzehnt weiterentwickelt.

Hinter dem Begriff „Microcut Bore Sizing“ stehen Maschinenkonstruktion und -produktion, Werkzeuge, Bearbeitungsprozesse, Schulung, Lohnfertigung, Service und Beratung. Das MBS- Maschinensortiment enthält Bearbeitungslösungen, welche es erlauben, die Rundheit, den Durchmesser oder auch die Zylindrizität in enge Toleranzfelder zu bringen sowie die Oberflächenrauheit merklich zu verbessern.

Bis 2001 trat Microcut fast ausschliesslich als Produzent von Komplettlösungen zur Herstellung von Lichtwellenleiter-Steckverbindungen (Keramikferrulen) auf. Im Jahre 2001 wurde ein strategischer Entscheid gefällt, auch andere Märkte anzusprechen. Man bekam die alleinige Abhängigkeit von einem Markt, der Fiberoptik sehr zu spüren, als die Telekommunikation damals einen starken Rückschlag erlitt. Seitdem konnte sich die Microcut AG zusätzlich zur Fiberoptik als wichtiger Partner für die Automobil- und Uhrenindustrie, die Medizinaltechnik, den Stanz- und Spritzgussformenbau sowie für die Luftfahrt etablieren. Diese neuen Märkte machen heute über 80 Prozent des Umsatzes aus.

Zu 95 Prozent gehen die Maschinen von Microcut in den Export. Am Standort Lengnau bietet Microcut für die Bohrungsbearbeitung auch Lohnarbeit für Musterfertigung oder kleinere bis mittlere Serien an. Das Potenzial des MBS-Prozesses ist laut Urs Maag, technischer Leiter und Gründer der Firma Microcut, noch lange nicht ausgeschöpft.

www.microcut.ch



Für kleinste Bohrungen: UniBore 826-L als 6- bis 12-spindlige Maschine ausrüstbar. (Bild: Microcut)