Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 01/2016, 15.01.2016

Druckluft mit viel Power

Aus Zeit- und Kostengründen greifen Maschinenbauer für ihre Produkte immer mehr auf standardisierte Komponenten zurück; idealerweise sogar auf ganze Baugruppen. Zwei Unternehmen der Zeltwanger-Gruppe nutzten für ihre Neuentwicklungen jeweils die Kraft und Zuverlässigkeit der pneumohydraulischen Antriebssysteme von Tox Pressotechnik.

(pi) Als vor einiger Zeit die Entwicklung einer modular konzipierten und universell-flexibel einsetzbaren Dichtheitsprüfanlage für Getriebegehäuse anstand, hielt man bei der Zeltwanger Automation GmbH und der Zeltwanger Dichtheits- und Funktionsprüfsysteme GmbH – zwei Unternehmen der Zeltwanger-Gruppe – nach geeigneten Produkten Ausschau, um mit deren Hilfe die verschiedenen Anforderungsprofile erfüllen zu können. Wegen der unterschiedlichen Typen an Getriebegehäusen sowie fallweise zusätzlicher Montageaufgaben und auch aufgrund differierender Chargen-Stückzahlen, entschied man sich zum Aufbau universeller Grundmaschinen. Diese sind als Einzel- oder Doppelschlittenanlagen ausgeführt und können sowohl manuell als auch automatisch beschickt werden.

Zur Dichtheitsprüfung müssen die Getriebegehäuse mit der Flanschfläche nach unten auf die Dichtfläche der Schiebeschlittenaufnahme gelegt und mit vorgegebenem hohem Druck gegen die Dichtung gepresst werden. Um diese kombinierten Hub-, Senk-, und Presskraftoperationen schnell, sicher und effizient ausführen zu können, wählte man Tox Pressotechnik als Partner.

Ausgehend von der Bedarfsanalyse fiel dabei die Wahl zum einen auf standardisierte pneumohydraulische Antriebszylinder vom Typ «Tox-Kraftpaket» und zum anderen auf das Pneumohydraulik-Aggregat «KT». Als Kenngrössen für den benötigten Anpressdruck wurden die Grundfläche der Getriebegehäuse und der vorgegebene Prüfdruck gewählt.

Zudem wird, je nach Anlagenausführung, für die Zusatzfunktion «Einpressen einer Stahlkugel zum Verschliessen einer Bohrung» eine weitere standardisierte Antriebslösung von Tox Pressotechnik genutzt. Mit dem Pneumohydraulik-Aggregat KT, bestehend aus Druckübersetzer «ES» und Hydraulikzylinder «HZL», ergänzt mit den Komponenten Werkzeugaufnahme, Adapter und Presskraftsensor, konnte Tox Pressotechnik auch hier ein komplettes Antriebssystem offerieren.

Ein integrierter Presskraftsensor und ein externer Wegsensor überwachen den Einpressvorgang und die Einpresstiefe, sodass eine sehr hohe Montagesicherheit gegeben ist. Durch den Einsatz standardisierter Tox-Antriebseinheiten genügt für alle Anlagenausführungen ein Druckluftanschluss von 5 bar. Für den Betrieb ist weder ein Hydraulikaggregat noch die entsprechende Verrohrung oder Verschlauchung erforderlich.

Die Pneumohydraulik-Aggregate vom Typ KT für die Einpressstationen erzeugen 48 kN Presskraft und bieten einen Gesamthub von 50 mm. Der Druckübersetzer und der Hydraulikzylinder können bei Bedarf, beispielsweise bei engen Einbauverhältnissen, auch räumlich getrennt montiert und per Schlauchleitung verbunden werden. Auch für diese Lösung gibt es standardisierte Produkte im Tox-Portfolio.

Zeltwanger Automation GmbH
DE-72144 Dusslingen, Tel. +49 7072 928 97-701
automation@zeltwanger.de

Tox Pressotechnik AG
4460 Gelterkinden, Tel. 061 981 33 70
info@tox-ch.com



Wenn's im Einbauraum eng wird: Beim Pneumohydraulik-Aggregat KT können Druckübersetzer und Hydraulikzylinder auch räumlich getrennt angeordnet werden. (Bild: Tox)

Pneumohydraulischer Antrieb

Es handelt sich bei dieser von Tox Pressotechnik entwickelten Kraftübertragung um eine kompakte zylinderförmige Einheit, die lediglich mit Druckluft betrieben wird. Die Druckluft treibt ein Ölzylinder- und Ventilsystem an, mit dem per Druckumwandlung sehr hohe Press- und Druckkräfte erzeugt werden. Durch diese Wirkungsweise lässt sich im Vergleich zu herkömmlichen Press- und Druckkraftantrieben viel Energie einsparen. Zudem sind raschere Arbeitszyklen möglich.

Quelle: Tox