Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 01/2016, 15.01.2016

Flexible Alleskönner

Mit den flexiblen Maschinensystemen der neuen «VMC MT»-Baureihe öffnet Emag seinen vertikalen Drehmaschinen die Tür für die Kleinserienproduktion und den Prototypenbau; vor allem, wenn es um die dreiachsige Bearbeitung komplexer Futterteile geht.

(pi) Der Grundaufbau der «VMC MT»-Baureihe, bestehend aus VMC 300 MT, VMC 450 MT und VMC 600 MT, ist identisch. Basis bildet ein Grundkörper aus Mineralbeton, der sich durch gutes Dämpfungsverhalten auszeichnet. Die DrehFrässpindel ist an einem Kreuzschlitten mit X-und Z-Achse angebracht und sorgt für die geforderten Zerspanungsergebnisse.

Je nach Maschine können Werkstücke mit 315, 450 oder 630 mm Durchmesser bearbeitet werden. Das Werkstück selbst ist auf einer untenliegenden Spindel gespannt, die je nach Kundenwunsch und Bearbeitungsaufgabe angepasst wird. Hierfür stehen insgesamt fünf Hauptspindelvarianten zur Verfügung mit einer Leistung von 49, 83 und 103 kW (Baureihe 300 und 450) sowie 138 und 150 kW für die grosse 600er-Maschine.

Dank des gut zugänglichen Arbeitsraumes können die Vertikalspindler leicht manuell von Hand oder durch den Einsatz eines Krans beladen werden. Auch die Anbindung an Roboter oder Ladeportale ist über eine seitliche NC-gesteuerte Ladeluke möglich. Der Zugang zum Werkstück und Spannfutter wird dadurch nicht beeinträchtigt.

Universalität wird bei der VMC MT-Baureihe gross geschrieben. So verspricht Emag, dass sich die Maschinen auf nahezu jede Kundenanforderung hin konfigurieren lassen; egal, ob es sich um Dreh-, Bohr- oder Fräsbearbeitungen handelt. Basis dafür ist die Dreh-Fräs-Spindel, wahlweise erhältlich mit 26,4 oder 43 kW Leistung (VMC 600 MT: 38 und 56 kW).

Richtig produktiv wird deren Einsatz aber erst durch das Werkzeugmagazin. Hier kann der Anwender aus verschiedenen Varianten mit bis zu 80 Werkzeugplätzen wählen. Auch bei den Umrüstzeiten macht sich die grosse Auswahl an Werkzeugen bemerkbar. Es muss lediglich die Aufspannung an das jeweilige Werkstück angepasst werden; der Werkzeugpuffer ist jederzeit mit einer ausreichenden Anzahl von Werkzeugen ausgestattet. Laut Emag lässt sich über die Kombination schnelle Umrüstzeit und grosser Werkzeugspeicher die Gesamtanlageneffizienz (OEE) um bis zu 30 Prozent steigern.

Eine Lasermessbrücke ausserhalb des Arbeitsraumes sorgt dafür, dass die Werkzeuge ständig überprüft werden können – und zwar auf Verschleiss, Durchmesser der Werkzeuge sowie Spitzenhöhe bei Drehwerkzeugen. Für das Qualitätsmanagement und die Überprüfung der Werkstückqualität steht zudem ein einwechselbarer Funkmesstaster zur Verfügung.

Aber nicht nur bei der Technologie hat Emag auf die Bedürfnisse der Prototypenbauer und Kleinserienfertiger geachtet; auch die Ergonomie und Wartungszugänglichkeit der Maschinen kommen diesen Anwendergruppen entgegen: Sowohl Arbeitsraum wie auch sämtliche Wartungskomponenten sind einfach zu erreichen.

Fazit: Egal ob Teile für die Flugzeugindustrie oder für Bau- und Landmaschinen, die universelle Einsetzbarkeit der VMC MT-Maschinen macht diese für nahezu alle Branchen interessant.


Emag GmbH
DE-Salach, Tel. +49 7162 17-0
info@salach.emag.com, www.emag.com



Universalität wird gross geschrieben: Basis dafür ist die Dreh-Fräs-Spindel und das 80 Plätze umfassende Werkzeug- magazin.


Die vertikalen Drehmaschinen der VMC MT-Baureihe sind hochflexible Produktionszentren – und trotzdem geeignet für kleine Stückzahlen und Prototypenbau. (Bilder: Emag)

VMC MT-Baureihe von Emag

  • alle Service-Einheiten sind leicht erreichbar
  • Achsenkontrolle über rotatorische, indirekte Absolutwertgeber; alle Achsen mit vollgekapseltem linearem Glasmassstab (optional)
  • grosszügig dimensionierte Hauptspindel, wartungsfreie Spindelmotoren und steife Führungsbahnen
  • Maschinengrundkörper aus Mineralit; verspricht 6- bis 8-­mal besseres Dämpfungsverhalten als Grauguss
  • dynamische Achsen für kurze Nebenzeiten und schnelle Zerspanungsprozesse (Eilgang X/Z: 60/30 m/min)
  • Dreh-Frässpindel mit vier verschiedenen Leistungsstufen