Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 10/2016, 06.10.2016

Fitness-Center für ältere Anlagen

Mit Blick auf Industrie 4.0 müssen sich viele KMU die Frage stellen, wie sie möglichst ohne kapitalintensive Neuanschaffungen ihre älteren Anlagen fit für Industrie 4.0 machen können. Ein Ansatzpunkt dabei bietet die Sysmat GmbH mit ihrem Materialflussrechner, der über ihre Schnittstellen alte und neue Anlagen verknüpft.

(msc) Software und Maschinen sollten theoretisch immer auf dem neusten Stand sein, damit ein Betrieb im Wettbewerb bestehen kann. Gleichzeitig nehmen Neuanschaffungen viel Kapital in Anspruch. Für viele Unternehmen ein Risiko. Modernisierungsmassnahmen sind daher stark nachgefragt, gerade in Zeiten von Industrie 4.0. Einerseits will man Anlagen und Maschinen in einem annehmbaren Zustand halten, andererseits können so neue Entwicklungen in die Supply-Chain integriert werden. Doch bei der Überführung von alten Anlagen hin zu neuen Technologien gibt es einige Fallstricke, die es zu beachten gilt, erklärt Rainer Schulz, Experte für Anlagen und Lagermodernisierung, Geschäftsführer der Sysmat GmbH.

Gerade mittelständische Betriebe kennen das Problem: Verschiedene Anlagen arbeiten autark, obwohl sie gemeinsam das Supply-Chain-Management bedienen. In der Regel verwenden solche Unternehmen bereits ERP-Software, um den Materialfluss zu überwachen. Bestehende Anlagen zu modernisieren, birgt aber häufig Probleme. Aus Kostengründen führt man Modernisierungen möglichst ohne den Systemlieferanten durch.

Um vorhandene Schnittstellen zu nutzen, werden sogenannte Schnittstellen-Dokumentationen benötigt. Gerade bei älteren Anlagen sind diese entweder nicht mehr vorhanden oder nicht mehr zeitgemäss, um sie beispielsweise in vorhandene ERP-Systeme zu integrieren. Mitarbeiter, die das nötige Wissen besitzen, haben zudem das Unternehmen vielleicht schon verlassen.

In all diesen Belangen kennt sich Rainer Schulz bestens aus: «Bei der Anlagenmodernisierung bin ich schon auf viele Probleme gestossen, von denen die Unternehmer anfangs gar nicht wussten, dass sie existieren. Trotz moderner Software in Form von ERP- und WMS-Systemen arbeiten dann weiterhin einige Anlagen autark. Da geht viel Potenzial verloren.»

Eine Möglichkeit, die genannten Probleme einer Anlage bei einer Modernisierung zu umgehen, besteht darin, einen grafischen Materialflussrechner zwischen die Anlagen zu schalten. Mit seinem Unternehmen hat Rainer Schulz sich bei der Entwicklung einer solchen Software vor allem den Schnittstellen gewidmet, da er hier die grössten Fallstricke sieht.

Sein Materialflussrechner «matControl» verfügt deshalb zusätzlich zu herstellerunabhängigen Schnittstellen über eine Anlagenemulation. «Unser Modus für die Anlagenemulation ist unser Alleinstellungsmerkmal am Markt», erklärt Schulz. «Wir können jegliche Anlagen nachempfinden. Dies kann kaum eine Software, auch nicht solche von grossen Herstellern.» Gerade bei SAP-Projekten sparen Unternehmen so laut Schulz enorm Zeit.

Auf einer einfachen grafischen Oberfläche sieht der Anlagenbetreiber nach Installation den gesamten Materialfluss seiner Produktion. So können Unternehmen laut Schulz den nächsten Schritt in der Automatisierung gehen, ohne ihr Budget überzustrapazieren.

Sysmat GmbH
DE-63533 Mainhausen
Tel. +49 6182 8265804, info@sysmat.de



Die grafischen Oberfläche des Materialflussrechners «matControl graphics» stellt die Anlage mit Icons anstatt in Tabellenform dar, was das Finden von Fehlern beschleunigt. (Bilder: Sysmat)

Im Profil

Sysmat GmbH

Eine Kernkompetenz der 1994 gegründeten Sysmat GmbH aus DE-Mainhausen ist das Ablösen von veralteter Materialflussrechner-Software in bestehenden automatischen Logistikzentren. Diese Erfahrungen bildeten die Grundlage für die Entwicklung eines grafischen Materialflussrechners für automatisierte Anlagen, Automatiklager und Produktionslinien. Mit der Software «matControl graphics» lassen sich Anlagen unabhängig vom Hersteller modernisieren. Entwicklungs- und Inbetriebnahmezeiten werden durch Standardfunktionen, direkt wirksame Änderungen und konfigurierbare Schnittstellen deutlich verkürzt.

Die grafische Bedienoberfläche «matStudio graphics» visualisiert den Materialfluss und vereinfacht Störungserkennungen und -beseitigungen.