Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 11/2016, 11.11.2016

Einfache Verzahnung von CAD- und ERP-Welt

Mit der Einführung des ERP-Systems von proAlpha hat die Schneeberger Maschinen AG einen deutlichen Schritt in Richtung transparentere Prozesse gemacht. Der durchgängige Informationsfluss von Vertrieb über Konstruktion hin zu Produktion und Service bringt zudem eine enorme Zeiteinsparung bei der Datenpflege.

(pi) Eine hohe Fertigungstiefe und Variantenvielfalt kennzeichnen das Geschäftsfeld der J. Schneeberger Maschinen AG: Vom Werkzeug- und Formenbau über die Medizinaltechnik sowie die Automobil- und Flugzeugindustrie bis hin zu deren Zulieferern reichen die Branchen, für die das Familienunternehmen ihre Werkzeugschleifmaschinen produziert. Trotzdem ist es gelungen, fast das komplette Angebotsportfolio in nur sechs Baureihen zusammenzufassen.

«Bei der Auswahl des ERP-Systems hatten wir zwei zentrale Forderungen», erklärt Hans-Peter Maurer, Leiter der Administration bei Schneeberger. «Zum einen wollten wir die Konstruktion vollständig in die ERP-Umgebung einbinden, zum anderen ein wirklich datenbankbasiertes System mit hohem Integrationsgrad nutzen. Damit war der erste Schritt in Richtung proAlpha getan.»

Das Projekt sah vor, verschiedene spezielle Funktionen, die zuvor in separaten Softwaresystemen abgebildet waren, in den proAlpha-Standard zu überführen. Dieses Ziel hat das Projektteam innerhalb von fünf Monaten termingerecht und im Rahmen des festgesetzten Budgets erreicht. Nach dem Rollout der ERP-Software ging das Tagesgeschäft unterbrechungsfrei weiter.

Wie sieht nun die Umsetzung in der täglichen Verkaufsroutine aus? Der Schneeberger-Aussendienst ist über das mobile CRM-Modul «piaX» an das ERP-System angebunden und legt darin die Kundenstammdaten an. Nachdem die passende Maschinenvariante in einer Microsoft-Excel-Datei festgelegt wurde, wird diese automatisch in den Produktkonfigurator eingelesen, der daraus ein grafisch gestaltetes Angebot mit Bildern und Zeichnungen erzeugt. Anschliessend generiert das ERP-System daraus automatisch eine Konstruktions- und Produktionsstückliste.

Die Konstruktion ist für Datenpflege verantwortlich

Über das Modul «CA-Link» ist die mechanische Konstruktion effizient in die Abläufe eingebunden. Die Verzahnung von CAD und ERP ist so eng, dass die Konstruktion für die Pflege der Daten verantwortlich ist. «Durch diese Art der Datenanlage und -pflege sparen wir enorm viel Zeit», unterstreicht Hans-Peter Maurer.

Aus der Produktionsstückliste wird die Disposition für Einkauf und Fertigungsplanung geführt. Dabei erlaubt es das ERP-System, baugleiche Komponenten aus verschiedenen Aufträgen in Rüststücklisten zu optimalen Seriengrössen zusammenzufassen, ohne die Konsistenz der einzelnen Kundenaufträge zu gefährden.

Bei einer Exportquote von über 90 Prozent verursacht die Zollabwicklung erheblichen Aufwand. Den spart sich Schneeberger weitestgehend, wie Hans-Peter Maurer betont: «Alle zollrelevanten Auftragsdaten übergibt proAlpha im richtigen Format an die Zollabwicklungssoftware E-Trans. Auch das hat unseren administrativen Aufwand drastisch gesenkt, zudem vermeiden wir Eingabefehler.»

Für die langlebigen Maschinen von Schneeberger ist eine Bewirtschaftung über die gesamte Lebensdauer entscheidend. Diese Anforderungen an das Product Lifecycle Management (PLM) bildet das ERP-«Service-Modul» ab. Bei durchschnittlich 3500 Bauteilen je Maschine ist es von Vorteil, dass bei der Erzeugung der Produktakte die Ersatzteile automatisch angelegt und so proaktiv angeboten werden können. Hans-Peter Maurer: «Zudem ist es für uns sehr komfortabel, über die hier angelegten Service-Calls die Kosten für Material und Einsatzstunden abzurechnen.»

Eine Basisforderung von Schneeberger war es, den Wartungsaufwand für den ERP-Betrieb dauerhaft zu minimieren. So braucht es lediglich einige Key-User, um das gesamte System zu betreiben. Erweiterungen und neue Funktionen, wie die Anbindung zusätzlicher Niederlassungen, übernimmt das Team von proAlpha Schweiz.

«Seit wir proAlpha nutzen, ist unser Unternehmen erheblich transparenter», zieht Hans-Peter Maurer Bilanz. «Der durchgängige Informationsfluss von Vertrieb über Konstruktion und Produktion bis zu Service und Managementfunktionen macht es uns leicht, proaktiv zu handeln.» Und: Dank der modernen Architektur der ERP-Komplettlösung sind Erweiterungen jederzeit möglich.

J. Schneeberger Maschinen AG
8914 Roggwil, Tel. 062 918 44 00
info@schneeberger.swiss

Prodex Halle 1.0 Stand B12

Swisstech Halle 1.1 Stand D48


proAlpha Schweiz AG
4142 Münchenstein, Tel. 061 417 70 70
info@proalpha.ch



Mit CA-Link bindet Schneeberger die CAD-Welt an das ERP-System an. (Bilder: proAlpha)


Hans-Peter Maurer, Leiter Administration bei Schneeberger: «Die enge Verzahnung von CAD und ERP durch CA-Link bringt eine enorme Zeiteinsparung bei der Datenanlage und Datenpflege.»

Am Rande bemerkt

CA-Link auf der Swisstech

Wie man sich vernetzte Produktionsabläufe vorstellt, zeigt proAlpha auf der Swisstech am Beispiel der Online-Integration CA-Link. Die Schnittstelle verbindet nahezu alle marktüblichen CAD-Systeme direkt mit der ERP-Lösung von proAlpha. Der Konstrukteur greift aus seiner gewohnten CAD-Anwendung heraus auf die zentrale Datenbasis des ERP-Systems zu. Umgekehrt stehen die Konstruktionsdaten sämtlichen Abteilungen für nachfolgende Arbeitsschritte zur Verfügung. Unternehmensprozesse werden dadurch durchgängig und beschleunigt.