Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 11/2016, 11.11.2016

Klein, schnell, prozesssicher und präzise bohren

Mit dem «CrazyDrill SST-Inox» führt Mikron Tool einen Kleinbohrer im Bohrerprogramm, der schnelles und zuverlässiges Bohren von rostfreien Materialien in kleinen Durchmessern ab 0,3 mm ermöglicht. Dies gelingt dank spezieller Geometrie und effizienter Kühlung durch den Schaft.

(msc) Der «CrazyDrill SST-Inox» ist ein Kleinbohrer für Bohrdurchmesser von 0,3 bis 2 mm und für Bohrtiefen bis 12 × d. Mit dem entsprechenden Spitzenanschliff und einer degressiven Spiralnute für einen guten Spanbruch und schnelle Spanabfuhr ist er speziell auf die schwierigen Eigenschaften von rostfreien Materialien ausgelegt. Höchste Leistung erreicht der Bohrer dank 3 bis 5 im Schaft integrierten Kühlkanälen, die regelmässig rund um das Zentrum angeordnet sind und am Konus austreten.

Die Bohrerform ist so konzipiert, dass eine möglichst hohe Durchflussmenge auch bei eher niedrigem Druck garantiert ist, ohne dass dabei die Stabilität des Werkzeuges geschwächt wird. Bei kleinsten Bohrdurchmessern ab 0,3 mm mit einem Schaftdurchmesser von 3 mm ist ein Druck von 15 bar notwendig, um einen guten Kühleffekt zu gewährleisten.

Diese beiden Elemente – Geometrie und Kühlung – sind dafür verantwortlich, dass mit dem Werkzeug im Vergleich zu marktüblichen Produkten weit höhere Schnittgeschwindigkeiten und Vorschübe möglich sind. So kann etwa eine Bohrung in rostfreiem Stahl 316 L (1.4435) mit Durchmesser 0,5 mm in eine Bohrtiefe von 6 mm mit den folgenden Parametern ausgeführt werden: Schnittgeschwindigkeit 35 m/min, Vorschub f 0,015 mm/U. Die Bohrstrategie beinhaltet einen ersten Bohrstoss Q1 von 2 × d, alle weiteren Bohrstösse erfolgen mit 1 × d. Bisher waren lediglich Bohrstösse von höchstens ½ × d möglich.

Da nicht alle Anwender über Spindeln mit interner Kühlung verfügen, aber dennoch Materialien mit schlechter Wärmeleitfähigkeit bearbeiten, hat man bei Mikron Tool eine zweite Variante ohne integrierte Kühlkanäle entwickelt. Sie weist dieselbe Geometrie mit dem Rostfrei-Spitzenanschliff und degressiver Spiralnute auf. Gegenüber der Ausführung mit Kühlkanälen müssen hier die Schnitt- und Vorschubgeschwindigkeiten sowie die Tiefe der einzelnen Bohrstösse um rund 30 Prozent reduziert werden, um eine hohe Standzeit und gute Prozesssicherheit zu erreichen.

Um ein Verlaufen der Bohrung zu verhindern, sollte bei beiden Varianten bei Bohrtiefen von 12 × d unbedingt eine Pilotbohrung ausgeführt werden. Am besten mit dem als Ergänzung entwickelten CrazyDrill Pilot SST-Inox. Auch der Pilotbohrer verfügt über im Schaft integrierte Kühlkanäle und degressiven Spiralnuten. Alle Abmessungen sind auf die langen Bohrer abgestimmt, die Durchmesser so präzise geschliffen, dass am Übergang von der Pilotbohrung zur langen Bohrung keine sichtbare Stufe entsteht.

Gleichzeitig mit der Pilotbohrung kann am Bohreintritt auch eine Senkung von 90° angebracht werden, die Verwendung eines zusätzlichen Anfaswerkzeuges erübrigt sich so. Dieses Werkzeug eignet sich auch als Kurzbohrer für Bohrtiefen bis 3 × d.

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Der Pilotbohrer «CrazyDrill Pilot SST-Inox» mit den im Schaft integrierten Kühlkanälen in Aktion. (Bild: Micron Tool)