Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 11/2016, 11.11.2016

Universallösung für grosse Teile

Der Nutzfahrzeugmarkt wandelt sich, Hersteller müssen auch grosse Bauteile immer flexibler produzieren können. Die Emag Leipzig bietet ihnen mit der klassischen Drehmaschinenbaureihe VMC MT die passenden Maschinen für die Lösung der steigenden Herausforderungen.

(msc) Nutzfahrzeughersteller stehen derzeit vor diversen Herausforderungen. Sie müssen steigende Absatzzahlen, innovative Fahrzeugtechnologien und die Forderungen der Politik nach sinkenden CO2-Abgaswerten unter einen Hut bringen. Deshalb verändert sich bei ihnen die Produktionssituation: Einerseits wird der Marktzyklus für ein Motorenmodell kürzer – und mit einem neuen Modell müssen auf den gleichen Maschinen immer wieder neue Teilefamilien bearbeitet werden – andererseits nimmt die Zahl der parallel zu produzierenden Teile zu. Für den Anwender an der Maschine steigt so der Rüstaufwand, gleichzeitig geht häufig die Gesamtanlageneffizienz zurück.

Georg Händel, Manager Technical Sales «Heavy Parts» bei Emag Leipzig charakterisiert den Wandel so: «Der Trend im Nutzfahrzeugbau geht weg von starren Produktionslinien, hin zu hochflexiblen Lösungen, die sich schnell für viele unterschiedliche Bauteile einrichten lassen, und doch gleichbleibend perfekte Werkstückqualität bieten.»

Maximale Flexibilität, minimale Nebenzeiten und hohe Qualität – diese Parameter waren also bei Emag bei der Entwicklung der VMC-MT-Baureihe gesetzt. Seit 2013 sind diese universellen Dreh-Fräszentren nun bei OEMs und Zulieferern erfolgreich im Einsatz. Bearbeitet werden beispielsweise Planetenradträger, grosse Naben, Bremskomponenten oder Differentiale von Nutzfahrzeugen und Landwirtschaftsmaschinen.

Bewährt haben sich diese Maschinen, weil bei ihnen alle entscheidenden Produktivitätsfaktoren optimiert sind, und weil sie speziell auf die Bearbeitung schwerer und grosser Futterteile mit einem Durchmesser von bis zu 600 mm und einem Gewicht von bis zu 500 kg ausgelegt sind. Die Maschinen lassen sich zudem auf fast jede Anforderung hin präzise konfigurieren.

Die Kernaspekte der Konstruktion der VMC-MT-Baureihe: Es handelt sich um klassische Drehmaschinen mit leistungsstarker Hauptspindel inklusive Direktantrieb – eine ideale Voraussetzung für die Schwerzerspanung bei höchster Präzision. Auch die Dreh-Fräs-Spindel wird direkt angetrieben. Je nach Bedarf können Dreh-, Bohr- und Fräsverfahren sowie multifunktionale Technologien zum Einsatz kommen. Das Werkzeugmagazin bietet bis zu 80 Werkzeugplätze. Die automatisierte Werkstückbeladung erfolgt über eine seitliche Luke, die manuelle Beladung durch die frontseitige Beladetür. Für ein durchgängiges Qualitätsmanagement gibt es mehrere, sich ergänzende Messsysteme. Die Qualität der Werkstücke wird mit einem Funkmesstaster überprüft, die der Werkzeuge über eine Lasermessbrücke. Beim Gesamtdesign der VMC-Baureihe kommen geringer Platzbedarf, Servicefreundlichkeit und hohe Gesamtanlageneffizienz hinzu.

Bei der Bearbeitung komplexer Teile wie eines Planetenradträgers zeigt diese Kombination die volle Wirkung: Diese erfolgt in zwei Operationen – OP 10 und OP 20 – mit bis zu 15 verschiedenen Werkzeugen. Dafür kommen zwei VMC 450 MT zum Einsatz, die in der sogenannten «Flexline» mit einem Roboter verkettet werden. Dabei sind beide Maschinen parallel und unabhängig voneinander im Einsatz. Die fertigen Bauteile aus OP 10 werden auf einer Zwischenablage innerhalb der Zelle abgelegt. Dieser Materialpuffer sorgt dafür, dass die gesamte Anlage kontinuierlich produziert, auch wenn die OP-20-Bearbeitung des Loses länger dauert als die OP-10-Bearbeitung. So kann die ruhende OP-10-Maschine während des laufenden Prozesses für ein neues Werkstück eingerichtet werden.

«So sinkt die Stillstandzeit der Anlage beim Loswechsel auf Null», erklärt Händel und er ergänzt: «Die VMC MT kann sowohl in der Prototypenfertigung als auch in der Serienproduktion im Bereich von bis zu 80 000 Teilen pro Jahr zum Einsatz kommen.»

Emag: Suvema AG
4562 Biberist, Tel. 032 674 41 11
info@suvema.ch

Prodex Halle 1.0 Stand C13



Die horizontale Bearbeitung im Maschineninnenraum; der Prozess erfolgt hochgenau mit kurzen Nebenzeiten. (Bilder: Emag)


Die vertikale Drehmaschine VMC 450 MT von Emag.