Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 12/2016, 09.12.2016

Klare Luft – klare Entscheidung: Abgasreinigung durch Kryokondensation

Neben sauberem Trinkwasser ist auch saubere Luft eine Grundvoraussetzung für unsere Gesundheit. Daher ist die Emission von leichtflüchtigen organischen Stoffen, sogenannten VOCs wie zum Beispiel Toluol, Aceton, Dichlormethan und so weiter, in der Schweiz durch die Luftreinhalte-Verordnung (LRV) stark reglementiert. Zur Minimierung dieser Emissionen bieten sich besonders tiefkalte Verfahren an, mit denen sich Umwelt- und Effizienzauflagen gleichermassen erfüllen lassen.

Der Gaseanbieter PanGas bietet «Cirrus»-VEC-Anlagen an, die nach dem bewährten Linde-Prinzip der Abgasreinigung mittels Tieftemperaturkondensation (Vapour Emission Control, VEC) arbeiten. Dabei wird tiefkalt verflüssigter Stickstoff bei -196 °C verwendet. Die Kälte des tiefkalt verflüssigten Stickstoffs führt dazu, dass die Dämpfe der flüchtigen organischen Verbindungen durch die Taupunktunterschreitung aus dem Abgas auskondensieren beziehungsweise ausfrieren.

Das Prinzip ist vergleichbar mit einer Kältefalle im Laboreinsatz. Übrig bleiben saubere Luft und ein Kondensat der VOCs, das wiederverwendet werden kann. Bei dem Verfahren wird kein FCKW eingesetzt, es fallen zudem keine zu entsorgenden Stoffe oder Abwasser an. Die sichere Kryokondensation verursacht keine Umweltbelastung in Form von NOx, Säuren, Gasen oder Dioxinen. Ein weiterer Vorteil: Der nach der Nutzung gasförmig gewordene Stickstoff lässt sich durch Einspeisung in ein Stickstoffnetz weiterverwenden, beispielsweise zur Inertisierung.

Mit dem tiefkalten Verfahren können sowohl die Temperaturen als auch die Emissionen von chemischen oder biochemischen Prozessen genau und effizient geregelt werden. Das spart nicht nur Betriebskosten: Auch die Investition in das Verfahren ist geringer im Vergleich zur Thermooxidation oder anderen Adsorptionsprozessen.

Bis in den ppm-Bereich hinein lässt sich eine niedrige Restbeladung für Abgasstöme bis zu 1500 m3/h realisieren. Bei geänderten Bedingungen ist eine einfache Anpassung der Temperaturführung möglich. Neben der pharmazeutischen und chemischen Industrie vertrauen auch Unternehmen aus den Bereichen des Recyclings und der Distribution und Lagerung von chemischen Gütern auf die Kryokondensation zur Abgasreinigung.

Die Eignung der Kryokondensation zur Abgasreinigung kann durch Versuche direkt vor Ort beim Kunden untersucht und getestet werden. Neben der Ausarbeitung einer kundenindividuellen Anlagenlösung bietet PanGas diverse Modelle der Versorgung mit tiefkalt verflüssigtem Stickstoff an.

PanGas AG, Industriepark 10, 6252 Dagmersellen
Tel. 058 748 15 00, contact@pangas.ch, www.pangas.ch