Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 12/2016, 09.12.2016

Mehr Zähne zum kraftvollen Zubeissen

Die Komet Group präsentierte zur AMB in Stuttgart eine PKD-Fräserserie, deren Schneidenträger additiv gefertigt sind. Dadurch lässt sich die Anzahl applizierbarer Zähne erhöhen, und die Kühlkanäle können auf die Schneide hin massgefertigt werden.

(pi) Die Schneidenträger der neuen PKD-Fräswerkzeuge von Komet werden generativ per Lasermelting gefertigt. Durch den 3D-Druck lassen sich, so Komet, abhängig vom Durchmesser eine deutlich grössere Zähnezahl realisieren. Zusammen mit einer HPC-optimierten Schneidengeometrie sollen daher in der Anwendung um bis zu 50 Prozent höhere Vorschubgeschwindigkeiten möglich werden. Bei diesen Fräsern nutzt der Werkzeughersteller zudem die Designfreiheit der additiven Fertigung, um den Verlauf der Kühlkanäle im Inneren des Werkzeugs ideal auszulegen. Geschwungene Kanalführungen sind so platziert, dass jede Schneide optimal von einem separaten Kühlkanal versorgt wird.

Von diesen Vorteilen profitieren verschiedene Varianten dieser Fräswerkzeuge. Dazu gehören die «JEL-PKD-Einschraubfräser HPC» und die «JEL-PKD-Schaftfräser HPC». Sie versprechen durch die schaftseitige Hartmetallausführung und die HPC-optimierte Schneidengeometrie – trotz grossem L-D-Verhältnis – beachtliche Zeitspanvolumen.

Abgesehen vom neuen Produktionsverfahren hat die Komet Group in den letzten Jahren ihr Fräswerkzeugportfolio konsequent erweitert und sich sukzessive zum Vollsortimenter weiterentwickelt. Jenseits der Vollhartmetallfräser im Durchmesserbereich 3,0 bis 25,0 mm haben vor allem die Wendeschneidplattenfräser im letzten Jahr erheblichen Zuwachs erfahren. Neben den bewährten Fräserlinien «Quatron hi.feed», «hi.aeQ» und «hi.apQ» gehören inzwischen weitere vier einseitige und zwei doppelseitige Wendeplattenfrässysteme zum lagerhaltigen Portfolio.

Mit rund 60 Grundkörperausführungen und über 70 Wendeschneidplatten ergibt sich ein Komplettprogramm, mit dem sich alle Fräsaufgaben vom Plan- und Eckfräsen über das Fräsen gerader, 45°- und T-Nuten, Zirkular- und Tauchfräsen, schräges Eintauchen sowie Freiformfräsen bewältigen lassen sollten. Die Geometrien reichen dabei von extrem weichschneidenden Ausführungen für spindelschonende Bearbeitung auf kleinen bis mittleren Maschinen bis hin zu äusserst stabilen Schneidkanten für die Hartbearbeitung.


Komet Group
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Die Schneidenhalter der PKD-Fräser sind additiv gefertigt; dadurch steigt die verfügbare Zähnezahl. (Bild: Komet)