Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG

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Ausgabe 04/2016, 14.04.2016

100 Mal die Fabrik der Zukunft

Die Hannover Messe, die vom 25. bis 29. April stattfindet, will Meilensteine auf dem Weg in die Industrie 4.0 setzen. Mehr als hundert konkrete Anwendungen sollen 2016 zu sehen sein. Dabei spielen die USA, die 2016 erstmals Partnerland der Hannover Messe sind, eine Hauptrolle in der grossen Innovationsshow.

(msc) Der Veranstalter der Hannover Messe, die Deutsche Messe AG, erwartet über 5000 Aussteller aus insgesamt 100 Ländern. Von diesen stammen 77 aus der Schweiz. Sie alle werden ihre Produkte und Lösungen 200 000 Besuchern aus aller Welt präsentieren.

Die weltweit grösste Investitionsgütermesse vereint in diesem Jahr fünf Leitmessen auf ihrem Gelände: Industrial Automation, Energy, Digital Factory, Industrial Supply und Research & Technology. Oberthema ist wie bereits in den letzten drei Jahren die als Industrie 4.0 bezeichnete, komplett vernetzte Produktion.

Ein anschauliches Beispiel für Integrated Industry liefert in Hannover die Sonderschau «Predictive Maintenance 4.0». In der vorausschauenden Instandhaltung wird mit Hilfe von Sensoren und intelligenter Datenanalyse der ideale Wartungszeitpunkt bestimmt. Laut einer IDC-Studie setzt schon jedes vierte deutsche Fertigungsunternehmen Predictive-Maintenance-Lösungen ein.

Zudem werden jede Menge weiterer Industrie-4.0-Anwendungen vorgestellt, sagt Jochen Köckler, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG: «Wir erwarten mehr als 100 konkrete Anwendungsbeispiele für Industrie 4.0, das ist weltweit einzigartig. Besucher aus dem produzierenden Gewerbe erfahren so auf der Messe, wie sie ihre Anlagen Schritt für Schritt zur Industrie-4.0-Fabrik ausbauen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen auch mittelständische Unternehmen die Potenziale der Digitalisierung erkennen und ausschöpfen.» Dabei gehe es nicht nur um Technologien, sondern auch um neue Geschäftsmodelle.

Mit dem Forum Industrie 4.0 will die Messe die Unternehmer und Entscheider unter den Besuchern in ihrer Navigation durch den Industrie-4.0-Dschungel unterstützen. Das Forum soll an allen Messetagen von 10 bis 18 Uhr stattfinden. In dem laut den Messemachern weltweit grössten Forum zur Digitalisierung in der Produktion diskutieren 6500 Teilnehmer den Nutzen, die Implementierungsstrategien und die Datensicherheit rund um das Oberthema und tauschen ihre Erfahrungen aus. Daran teilnehmen werden ausser den quasi gesetzten Vertretern der Verbände VDMA und Zvei sowie der Regierungsplattform Industrie 4.0 erstmals auch Exponenten des Industrial Internet Consortium IIC aus den USA.

Dies nicht von ungefähr, denn auch in den USA ist das «Industrial Internet of Things» (IIoT) bereits stellenweise Realität, wie Jochen Köckler beobachtet hat: «Die Modernisierung des Industriesektors und die digitale Vernetzung von Produktionsanlagen schreiten auch in den USA in hohem Tempo voran. Ziel der US-Regierung ist es, wieder zu den führenden Produktionsstandorten der Welt zu zählen.»

Zudem ist die USA zum ersten Mal in 80 Messejahren Partnerland in Hannover. Im US-Pavillon in Halle 3 sollen zahlreiche Innovationen vorgestellt werden. Laut Veranstalter haben sich in diesem Jahr bereits rund 250 US-Firmen als Aussteller angemeldet, bisher waren es jeweils lediglich etwa 100.

Wie wichtig der US-Wirtschaft ihr Auftritt einerseits beim wichtigen Handelspartner Deutschland, aber auch auf dieser Weltleitmesse für die Industrie ist, illustriert die Tatsache, dass kein Geringerer als der amerikanische Präsident Barack Obama, zusammen mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Messe eröffnen wird.

In insgesamt über 1000 Foren, Workshops, Seminaren und Networking-Veranstaltungen werden weitere Themen wie additive Fertigung, Leichtbaulösungen und Robotik behandelt. Eine Premiere feiert der Ausstellungsbereich «Young Tech Enterprises». Dort treffen nach dem Willen der Messeleitung junge Industrieunternehmer, Technologie-Start-ups und Start-up-Netzwerke auf Förderungsinstitutionen, Kooperationspartner, Investoren und etablierte Grossunternehmen.

In erster Linie aber will die Hannover Messe Antworten liefern auf die Fragen: Wie weit sind wir auf dem digitalen Weg? Wo funktioniert Industrie 4.0 bereits? Wie kann der Mittelstand davon profitieren? Und: Wie schützen wir die Anlagen vor Cyber-Angriffen?


Deutsche Messe AG
DE-30521 Hannover, Tel. +49 511 89-0
info@messe.de



Die diesjährige Hannover Messe will zahllose bereits realisierte Lösungen für Industrie 4.0 zeigen. (Bilder: HM)


Die Robotik ist ein wesentlicher Teilaspekt der vollständigen Automatisierung.


Partnerland der HMI ist die USA; Präsident Barack Obama wird die Messe eröffnen.

Fact Sheet

Hannover Messe

  • Termin: Montag, 25. April bis Freitag, 29. April. Geöffnet ist das Messegelände in Hannover täglich von 9 bis 18 Uhr.

Die Hannover Messe integriert 2016 fünf Leitmessen:

  • Industrial Automation (Hallen 8, 9, 11, 14 bis 17)
  • Digital Factory (Hallen 6 bis 8)
  • Energy (Hallen 11 bis 13, 27, FG)
  • Industrial Supply (Hallen 4 bis 6)
  • Research & Technology (Halle 2).

Mehr über die wichtigste Industriemesse der Welt auf:
www.hannovermesse.de/discover-solutions