Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG

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Ausgabe 04/2016, 14.04.2016

Die neuen Besen kehren besser

Mit den Radien-Innenrundschleifmaschinen «S 121», «S 131» und «S 141» komplettiert Studer seine Plattform zum Innenrundschleifen. Die neuen Maschinen lösen gleichzeitig die bewährten Baureihen «CT 750» und «CT 960» ab; die S 141 soll dagegen ein neues Marktsegment für grössere Werkstücke bis 400 mm Durchmesser erschliessen.

(pi) Die neuen Radienschleifmaschinen «S 121», «S 131» und «S 141» von Studer – nicht zu verwechseln mit den gleichnamigen Rundschleifmaschinen (siehe Kasten «Auf einen Blick») – sind dort zu Hause, wo es um die Bearbeitung von Hartmetall, Keramik, gehärtetem Stahl, Guss und Kupfer geht. Das kann die Herstellung von Matrizen, insbesondere in der Verpackungsindustrie, genauso betreffen wie die Produktion von Hydraulikkomponenten wie Axialpumpenkolben, -führungsplatten oder -gehäuse. Hinzu kommt die Fertigung komplexer Werkstücke mit mehreren Konen grösser 20 ° bis 90 ° in einer Aufspannung; Anwendungsgebiete sind vor allem die Uhren- und Medizinaltechnik mit ihren extraharten Werkstoffen sowie die Herstellung von Humanimplantaten für Schulter, Knie und Hüfte aus Keramik und Titan.

Erfolgreich abgedeckt wurde dieses Teilespektrum bislang durch die Universal-Innenrundschleifmaschinen «CT 750» und «CT 960». Nun übernimmt die S 121 den Platz der CT 750, während die S 131 die CT 960 ersetzen soll. Neu ist, dass mit der Radienschleifmaschine S 141 jetzt auch die Bearbeitung grösserer Werkstücke bis zu 400 mm Schwingdurchmesser möglich wird.

Die S 121 kann Werkstücke bis zu 250 mm und die S 131 bis zu 300 mm Schwingdurchmesser über Tisch bearbeiten. Zudem lassen sich bei den neuen Maschinen Aussendurchmesser bis zu 160 mm mit einer Aussenschleifscheibe vom Durchmesser 250 mm schleifen. Die maximale Teilelänge inklusive Spannmittel beträgt bei allen drei Radienschleifmaschinen 300 mm, das maximale Werkstückgewicht inklusive Spannmittel liegt bei 100 kg.

Für die Ablösung der CT-Modelle gibt es laut Gereon Heinemann von der Studer-Geschäftsführung triftige Gründe, «die sich in einem erhöhten Kundennutzen niederschlagen. So wurde mit den neuen Radienschleifmaschinen zuallererst ein höherer Technologielevel verwirklicht.» Augenfällig wird das am neuen Maschinenbett aus «Granitan», mit verbesserter Dämpfung, Thermostabilität und Führungsgenauigkeit.

Es drückt sich aber, so Heinemann weiter, auch im Führungs- und Antriebssystem «Studer-Guide» mit Linearmotoren aus, «das durch hohe Verschleissfestigkeit, lange Lebensdauer und hohe Dynamik besticht. Der Hauptnutzen, den Kunden aus den neuen Maschinen ziehen können, besteht zudem aus dem erweiterten Teilespektrum, das die zusätzliche Baugrösse ermöglicht, und dem neuen Abrichtkonzept, das durch die neue Anordnung auf der B-Achse mit simultan schwenkbarem Werkstücktisch nicht nur einfacher, sondern auch thermisch stabiler und mechanisch steifer ist.»

Hinzu kommen X- und Z-Achsen in Kreuzschlittenanordnung sowie ein Kreuzschlitten, der bei der S 121 entweder eine Spindel, zwei Spindeln parallel oder zwei Spindeln auf hydraulischem Revolver aufnehmen kann. Bei der S 131 und S 141 trägt er einen 4-fach-Revolver mit Direktantrieb. Ausgestattet sind die Maschinen ferner mit einem Werkstückspindelstock auf simultan schwenkbarer B-Achse, einer Abrichtspindel oder einem feststehenden Abrichter auf der B-Achse und einem Messtaster auf dem Schleifkopf. Abgerundet wird das Hardware-Paket durch die, wie Gereon Heinemann betont, «sehr anwenderfreundliche ‹StuderSIM›-Software».


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Die Radienschleifmaschinen S 121 und S 131 (Bild) lösen die CT 750- und CT 960-Baureihe ab, während die neue S 141 das Marktsegment nach oben erweitert. (Bild: Studer)

Am Rande bemerkt

Komplette Plattform Innenrundschleifen

Mit den Radienschleifmaschinen S 121, S 131 und S 141 ist die Plattform der Innenrundschleifmaschinen von Studer nun vollständig. Neben den neuen Maschinen gehören dazu die einfachen Maschinen S 110 und S 120, die Universal-Innenschleifmaschinen S 121 bis S 151 sowie die Produktions-Innenschleifmaschine S 122.

In Summe hat Studer mit den neuen Baureihen fünf Maschinen (S 120, S 145, S 151, CT 700, CT 900) abgelöst, gleichzeitig möchte man vier neue Marktsegmente erschliessen:

  • die Universal-Innenschleifmaschine S 121 als kleine Maschine für einen grossen Anwendungsbereich
  • die Produktions-Innenschleifmaschine S 122 für den grossen Teileoutput und mit hoher Verfügbarkeit
  • die Universal-Innenschleifmaschinen S 141 und S 151 für lange Werkstücke
  • die Radienschleifmaschine S 141 für grössere Teile bis zu 400 mm Durchmesser.

Auf einen Blick

Gleicher Name – unterschiedliches Innenleben

Von den Universal-Rundschleifmaschinen S 121, S 131 und S 141 unterscheiden sich die neuen namensgleichen Radienschleifmaschinen in einer Reihe von technischen Details. So sind die B-Achsen der Radienschleifmaschinen simultan und interpolierbar (von - 60 ° bis + 90 °) aufgebaut, während die Universal-Rundschleifmaschinen einen Schwenktisch besitzen, der von - 10 ° bis + 20 ° positionierbar ist. Ausserdem sind die Spindeln der Radienschleifmaschinen hinten auf dem Revolver angeordnet, bei den Rundschleifmaschinen sitzen sie vorne.

Auch beim Abrichtkonzept gibt es Unterschiede. So haben die Radienschleifmaschinen den Abrichter auf der B-Achse, die Rundschleifmaschinen dagegen sind mit zwei einklappbaren Abrichtwerkzeugen ausgerüstet. Zudem arbeiten die Rundschleifmaschinen mit dem Betriebssystem StuderWin, während die neuen Radienschleifmaschinen die StuderSim-Software nutzen.