Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 04/2016, 14.04.2016

Komplexe Prozesse sicher planen

Bei der Obrist Closures Switzerland GmbH beschleunigt die Leitstand- und Feinplanungssoftware von Proxia seit fünf Jahren die Fertigungsplanung, die Entwicklung und die komplexe Produktion. Und sie hat mitgeholfen, die Liefertermintreue auf über 90 Prozent zu steigern.

(msc) Verschlüsse aus Kunststoff wirken unscheinbar, trotzdem werden sie als Hightech-Produkt entwickelt und hergestellt, denn sie erfüllen höchste Ansprüche: Sie müssen Behälter, in denen Flüssigkeiten transportiert werden, in jeder Lage sicher verschliessen. Sie müssen druck-, stoss- und schlagfest sein, geschmacksneutral, beständig bei extremer Wärme und UV-Lichteinstrahlung, ebenso wie bei Kälte.

Getränkeverschlüsse von Global Closure Systems (GCS) erfüllen diese Anforderungen. Das Unternehmen beliefert die Branchenriesen weltweit. Ihre Tochtergesellschaft, die Obrist Closures Switzerland GmbH aus Reinach im Kanton Basel-Landschaft, hat sich auf die Entwicklung solcher Kunststoffverschlüsse und die Herstellung von Werkzeugen und Formen zu deren Produktion spezialisiert.

Urs Itin, bei Obrist zuständig für die Produktionsplanung, sieht klar, wo das Unternehmen seine Stärken besitzt: «Wir verdienen das Geld da, wo es weder Vorgaben von Seiten des Lieferanten noch von Seiten des Kunden gibt. Unser Vorsprung ist das Know-how und kurze Zykluszeiten.» Bei Standardverschlüssen liegt man zurzeit bei 2,6 s.

Die Entwicklung neuer Sonderwerkzeuge für die Produktion von Verschlüssen, wie sie das Werk in Reinach entwickelt, gestaltet sich sehr komplex, da die einzelnen Teile bis zu 18 Fertigungsschritte durchlaufen. Für die Produktionsplanung und -steuerung ist dies eine besondere Herausforderung, da sie die Fertigung auf möglichst kurze Durchlaufzeiten und höchste Termintreue hin organisieren muss.

Für das Unternehmen drängte sich im Lauf der Zeit die Notwendigkeit auf, die gesamte Fertigung mit einem Planungstool digital abzubilden. Ziel war es, Produktionsplanung und Fertigung zu beschleunigen und einen besseren Überblick über die einzelnen Aufträge zu haben. Und das alles digital, transparent und in Echtzeit. Ausserdem sollte das Programm mit dem ERP-System des Unternehmens («Brain» von Infor) problemlos Daten austauschen können und dieses im Bereich Feinplanung ergänzen, denn das ERP war sowohl im Funktionsumfang, wie von der Performance her bereits an seine Grenzen gestossen.

Nachdem Urs Itin und der IT-Manager des Unternehmens, Michael Klaus, erfolglos verschiedene Fertigungsplanungstools evaluiert hatten, stiessen sie auf die Leitstandsoftware des MES-Anbieters Proxia. Sie konnte als erste alle Anforderungen und die Komplexität der Produktion adäquat abbilden. Damit war der Entscheid gefallen.

Die Implementierung der Software lief gemäss Michael Klaus absolut reibungslos. Seit 2011 setzt das Unternehmen aus Reinach nun die Leitstandsoftware von Proxia ein. Ihr Kernstück ist die übersichtliche Plantafel. Alle Aufträge sind dort in Form von Gantt-Diagrammen mit den entsprechenden Terminen den einzelnen Ressourcen an Maschinen und Personal gegenübergestellt. So erkennen die Produktionsplaner auf einen Blick den aktuellen Bearbeitungsstand der einzelnen Aufträge.

Jeder Auftrag ist mit allen Terminen angelegt und das System meldet rechtzeitig, wenn Verzug droht. Mit dem Leitstand können Fertigungsszenarien simuliert werden. Dies unterstützt die Produktionsplaner, um die optimale Maschinenbelegung im Hinblick auf Einhaltung von Lieferterminen zu finden. Der Leitstand dient auch als Entscheidungsgrundlage, ob selbst gefertigt oder ein Auftrag im Falle eines Engpasses fremdvergeben wird. Externe Lieferanten werden mit im System verplant.

In den Jahren seit der Leitstandeinführung macht sich die verbesserte Prozessplanung bei Obrist auch in Zahlen bemerkbar. Dem gesteckten Ziel von 95 Prozent Liefertermintreue kommt man heute mit rund 90 Prozent schon sehr nahe und die Auftragsdurchlaufzeiten konnten spürbar auf 10 bis 14 Wochen reduziert werden.

Die erfolgreiche Arbeit mit der Feinplanung von Proxia fasst Urs Itin wie folgt zusammen: «In der Zeit, in der wir den Leitstand nun einsetzen, hat sich eindeutig bestätigt: An einer digitalen Planung führt heute in einer modernen Fertigung kein Weg mehr vorbei. Proxia als Softwarelösung eignet sich dabei ideal für unsere sehr komplexe Fertigung.»

Obrist Closures Switzerland GmbH
4153 Reinach, Tel. 061 715 24 24
www.gcs.com

HMI Halle 7 Stand B26

Proxia Software AG
6203 Sempach Station, Tel. 062 748 10 00
info@proxia.com



Zur Herstellung von Kunststoffschraubverschlüssen werden hochpräzise Spritzgusswerkzeuge und -formen benötigt. (Bilder: Proxia)


Der Proxia-Leitstand mit Gantt- und Zeitstrahldarstellungen und der Anbindung an das ERP-System Brain deckt die Anforderungen bei Obrist perfekt ab.

Auf einen Blick

Proxia MES Leitstandsoftware

Die Aufgabenstellung bei der Obrist Closures Switzerland GmbH und die Anforderungen an die Software:

  • Kapazitäten übersichtlicher zeigen
  • Ressourcen gezielter einsetzen
  • Produktionsprozesse planen
  • Werkzeuge schneller entwickeln
  • Transparenz über Produktion
  • Informationen schneller abrufen
  • Saisonschwankungen überbrücken
  • Zuliefererleistung besser einbinden
  • Praxisbewährte Standardlösung
  • Einbindung in Fertigungsumfeld
  • Datenaustausch mit dem ERP
  • Einfache Darstellung aller Infos
  • Schnelle Datenabfrage
  • Einfache Bedienung der Software
  • Splitten von Aufträgen und Verplanung von Halbfertigerzeugnissen
  • Einbinden externer Lieferanten

Das Ergebnis:

  • Termintreue gesteigert
  • Durchlaufzeiten reduziert
  • Bessere Transparenz der Fertigung
  • Planungssicherheit verbessert
  • Schnellere Verfügbarkeit von Informationen, digital und in Echtzeit
  • Optimierte Maschinenbelegung mit Einbindung externer Lieferanten