Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 05/2016, 13.05.2016

Zwei neue LMD-Anlagen

Der Maschinenbauer BeAM aus Illkirch bei Strassburg bringt neue industrielle 3D-Drucker, mit denen sich im Laserauftragsschweissverfahren kritische Bauteile herstellen lassen.

(msc) Die zwei neuen 3D-Druckanlagen arbeiten nach dem LMD-Verfahren (Laser Metal Deposition). Die «Mobile» ist eine kompakte, flexible Variante, die grössere «Magic 2.0» ist für den stationären Einsatz gedacht. Beide sind laut Anbieter zur additiven Fertigung von Freiformen genauso geeignet wie zur Überarbeitung von Bauteilen. Sie können Materialien wie Titan-, Kobalt-, Nickellegierungen sowie Edelstahl verarbeiten.

Über 800 kritische Triebwerksbauteile eines Herstellers hat BeAM laut eigenen Angaben mit dieser Technologie Bereits repariert, sodass sie wieder im Luftverkehr eingesetzt werden konnten. Darunter auch Komponenten wie Labyrinthdichtungen, die nach 10 000 Flugstunden turnusmässig ausgetauscht werden müssen. Sie konnten mit einem 3D-Drucker von BeAM bis zu fünfmal instandgesetzt und wiederverwendet werden.

Bei der Mobile und der Magic 2.0 handelt es sich um vollintegrierte 5-Achs-Maschinen mit CNC-Steuerung, die in Zusammenarbeit mit dem französischen Maschinenbaukonzern Fives für Industriekunden konzipiert wurden. BeAM integriert alle Komponenten vom Dosiersystem über den Pulverförderer, Düsen und Laserkomponenten bis zum Scanner, zur Software und den Mess­­einrichtungen und liefert die Komplettlösung. Beide Anlagenmodelle gibt es als Argonausführungen für die Verarbeitung von Titan. Eingesetzt werden Laser von IPG mit Leistungen zwischen 0,5 und 6 kW. Um die Nutzung verschiedener Materialien zu ermöglichen, sind die 3D-Drucker mit bis zu fünf austauschbaren Pulvergläsern ausgestattet, die direkt von der CNC-Steuerung gesteuert werden.

Das kleinere Modell Mobile­ bietet einen Bauraum von 400 × 250 × 200 mm, die Düse ermöglicht einen bis zu 1 mm breiten Auftrag. Bei der grösseren Ausführung Magic 2.0 steht ein Bauraum von 1200 × 800 × 800 mm zur Verfügung.

BeAM SAS; Be Additive Manufacturing
FR-67400 Illkirch, Tel. +33 61447 2626
flm@beam-machines.com



Die Magic 2.0 weist einen Arbeitsraum von 1200 × 800 ×  800 mm auf; zwei verschiedene Düsen können eingesetzt werden.