Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 06/2016, 10.06.2016

3D-Printing und Fräsen in einer Aufspannung

Bereits seit rund 20 Jahren beschäftigt sich der japanische Werkzeugmaschinenhersteller Matsuura mit dem 3D-Printing-Verfahren. Nun kommt mit der «Lumex Avance-25» eine Hybridmaschine auf den Markt, die HSC-Bearbeitungszentrum und Lasersintern vereint.

(pi) Die «Lumex Avance-25» ist laut Matsuura mit den neuesten Hightech-Lasern und der bewährten Hochgeschwindigkeitstechnologie ausgestattet. Zielgruppe für die Maschine sind der Werkzeug- und Formenbau, Luftfahrt und Medizintechnik sowie Prototypenbau.

Im Vergleich zur konventionellen zerspanenden Vorgehensweise wird das Werkstück nicht von einem Rohteil abgearbeitet, sondern additiv per Lasersintern aufgebaut. Auf dem Bearbeitungstisch werden dazu Schritt für Schritt 0,05 mm dicke Metallpulverschichten aufgetragen und gesintert. Sobald die Dicke von 0,5 mm erreicht ist, fräst die Maschine die Konturen des Werkstücks nach. Diese Arbeitsschritte wiederholen sich so oft, bis das gewünschte Werkstück gefertigt ist.

So kann die Hybridmaschine komplexe Bauteile mit einer maximalen Grösse von 250 × 250 × 175 mm komplett in einer Aufspannung bearbeiten. Eine Nachbearbeitung wird dadurch auf ein Minimum reduziert.

Für die additive Komponente sorgt ein Yb-Faser-Laser mit 400 W Leistung, der mittels Spiegel in X- und Y-Richtung über die Bearbeitungsfläche geführt und in der Z-Achse fokussiert wird. Speziell geprüfte Metallpulver werden durch dieses selektive Lasersintern (SLS) geschmolzen und Schicht für Schicht zu einer dreidimensionalen Form aufgebaut. Aktuell stehen Pulver aus martensitischem Stahl, Titan, Edelstahl, Kobalt-Chrom- und Nickellegierungen zur Verfügung.

Die Fräsbearbeitung übernimmt eine Spindel mit bis zu 45 000 min-1 Drehzahl; es können bis zu 20 Werkzeuge eingewechselt werden. Die Vorschubgeschwindigkeit beim Fräsen beträgt maximal 60 m/min. Die durch Linearmotoren angetriebenen Achsen versprechen neben der hohen Dynamik auch eine hohe Präzision.

Die besonderen Vorteile kann die Lumex Avance-25 laut Matsuura vor allem da ausspielen, wo es um hohe Oberflächengüten geht. Auch Werkstücke mit 3D-Kühlmittelkanälen für Werkzeugformen, extra leichte Bauteile mit Hohl- und Gitterstrukturen oder filigrane Werkstücke mit tiefen Konturen sind eine Spezialität der Maschine.


Matsuura: Newemag AG
6274 Eschenbach, Tel. 041 798 31 00
info@newemag.ch

Überall dort, wo hohe Oberflächenqualität oder leichte Strukturen gefordert sind, verspricht die Lumex Avance-25 besondere Vorteile. (Bild: Matsuura)


Soll in Europa ein Erfolgsmodell werden: Die Hybridmaschine Lumex Avance-25 vereint Fräsen und Lasersintern.