Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG

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Ausgabe 07/2016, 07.07.2016

Absatzrekord bei Robotern

Laut der aktuellen jährlichen Studie des Weltroboterverbandes (IFR) hat der Absatz an Industrierobotern 2015 den neuen Rekordwert von 248 000 Einheiten erreicht. Das bedeutet eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 12 Prozent. Damit setzt sich ein globaler Automations-Boom fort, der nach der Wirtschaftskrise 2009 einsetzte.

(msc) Die Verkaufszahlen für Industrie-Roboter stiegen seit 2009 (60 000 Einheiten) auf mehr als das Vierfache und ein Ende des Wachstumskurses ist nicht in Sicht: Bis 2018 werden weltweit 2,3 Millionen Einheiten in den Werkhallen arbeiten – mehr als doppelt so viele wie 2009 (1,0 Millionen). Das sind die definitiven Ergebnisse (nicht Hochrechnungen) der Roboter-Weltstatistik 2016, die von der International Federation of Robotics (IFR) veröffentlicht wird.

In den globalen Märkten sorgen stark automatisierende Schwellenländer ebenso wie wirtschaftlich bereits hoch entwickelte Regionen für positive Absatzzahlen. So stiegen in Europa die Verkaufszahlen für Industrie-Roboter 2015 insgesamt um zehn Prozent auf 50 000 Einheiten im Vergleich zum Vorjahr. Stärkste Einzelmärkte sind die drei EU-Länder Deutschland (20 000 Einheiten), Italien (6700) und Spanien (3800).

Das Wachstum in Amerika entwickelte sich mit einem Absatzplus von 15 Prozent und insgesamt 37 000 Einheiten noch dynamischer. Die USA führen die Liste mit 27 000 verkauften Einheiten an (+3 Prozent). Einen aussergewöhnlichen Automatisierungssprung verzeichnete Mexiko, wo sich der Verkauf innerhalb eines Jahres mit knapp 5500 Einheiten mehr als verdoppelte. Hintergrund für diese Entwicklung sind Investitionen der Autoindustrie, die von Mexiko aus in die USA und nach Südamerika exportiert.

Weltweit stärkster Wachstumsmarkt bleibt Asien. In der Region wurden 2015 insgesamt 156 000 Einheiten verkauft – ein Plus von 16 Prozent. Alleine China übertrifft mit 68 000 verkauften Industrie-Robotern das gesamte Marktvolumen Europas.

Vom Wachstum in China profitieren die ausländischen Roboterhersteller mit einem Anteil von 69 Prozent am Gesamtmarkt. Gleichzeitig bauten die heimischen Wettbewerber ihren Marktanteil auf 31 Prozent deutlich aus (2013: 25 Prozent). Die Robotermärkte Südkorea (2015: 37 000 Einheiten) und Japan (2015: 35 000 Einheiten) belegen beim weltweiten Absatz nach China die Ränge zwei und drei – gefolgt von den USA und Deutschland. Diese ­Top-5-Länder stehen für drei Viertel des weltweiten Absatzes von Industrierobotern.

Aufgeschlüsselt nach Branchen führt die Automobilindustrie die Automation mit Industrie-Robotern weltweit mit dem grössten Volumen an. 2015 wurden in diesem Segment rund 95 000 Einheiten verkauft – ein Wachstum von einem Prozent. Stärkste Wachstumsbranchen sind 2015 die Metallindustrie mit +63 Prozent, die Kunststoffbranche (+40 Prozent) sowie die Elektronikbranche (+16 Prozent.

Zur kommenden Entwicklung sagt Joe Gemma, Präsident der IFR: «Die Welle der digitalen Transformation und Automation wird den Roboter-Boom bis 2018 weiter forcieren.»

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Installationen von Industrie-Robotern weltweit von 2000 bis 2015 (definitives Ergebnis für 2015). (Bild: IFR)