Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 08/2016, 19.08.2016

«Das Thema Industrie 4.0 ist hochaktuell»

Grosse Ereignisse werfen ihre Schatten weit voraus: Zwar finden die Messen «Prodex» und «Swisstech» erst vom 15. bis 18. November in Basel statt; trotzdem wollte die «Technische Rundschau» von Iris Sorgalla wissen, wie der aktuelle Stand der Dinge ist. Die Geschäftsführerin des Messeveranstalters Exhibit & More hatte denn auch Positives zu berichten.

(pi) Frau Sorgalla, die bange Frage zuerst: Die Schweizer MEM- und Zulieferindustrie – eine wichtige Ausstellungsklientel der Messen Prodex und Swisstech – leiden immer noch unter den Auswirkungen des 15. Januars 2015. Schlägt diese Stimmung auch auf beide Messen durch?

Der 15. Januar 2015 hat die Unternehmen natürlich schwer getroffen und einige Firmen sind dieser Währungssituation zum Opfer gefallen. Die Entwicklungen in der EU und im europäischen Währungsraum tragen zusätzlich zu einer gewissen Verunsicherung bei. Die Schweizer Unternehmen mussten jedoch schon in der Vergangenheit lernen mit Krisen umzugehen und diese zu bewältigen, was vielen davon hervorragend gelungen ist ...

Das heisst?

Mittlerweile klingt es wieder entspannter und zuversichtlicher. Viele Unternehmen haben grosse Flexibilität bewiesen und sich den erschwerten Rahmenbedingungen angepasst.

Die Messen Prodex und Swisstech kommen also anscheinend zur richtigen Zeit, um der Branche den Rücken zu stärken. Dazu gehört natürlich auch, die aktuellen Trends und Innovationen abzubilden. Zur Zeit bewegen vor allem die Themen «Industrie 4.0» und «3D-Printing». Was können beide Messen hier bieten?

Das Thema Industrie 4.0 ist gerade in der Schweiz hochaktuell, gilt es doch zunehmend Produktionseffizienz zu steigern und Kosten zu sparen, damit der Werkplatz Schweiz im internationalen Umfeld weiterhin wettbewerbsfähig bleibt. Wir werden uns daher diesem Thema sowohl mit Präsentationen von Case Studies im Forum als auch in Form von geführten Rundgängen annehmen. Massgeblich unterstützt werden wir dabei von der Fachhochschule Nordwestschweiz wie auch von unserem Verbandspartner Swissmem.

Und was tut sich an der 3D-Printing-Front?

Das Thema 3D-Printing haben wir zusammen mit unserem Medienpartner Technische Rundschau bereits 2014 erstmals als Hauptthema im Messeforum präsentiert. Nach den äusserst positiven Resonanzen 2014 ...

Vielen Dank für die Blumen ...

... werden wir auch in diesem Jahr hochkarätige Vormittagsreferate im Messeforum anbieten. Zur Veranschaulichung von 3D-Produkten und -Dienstleistungen gibt es parallel dazu eine Sonderschau, die innovative Leistungen auf diesem Gebiet präsentieren wird.

Speziell beim Thema 3D-Printing fällt auf – auch wenn man ins Ausland blickt –, dass sich diese Technologie immer mehr als Komplementärangebot auf den grossen Branchenmessen etabliert. Sehen Sie das für die Schweiz auch so?

Das sehe ich genauso. Dieses Thema lebt sehr stark von den Synergien im Verbund mit einer grossen fertigungstechnischen Messe. Die Messen Prodex und Swisstech als grösster Technologieanlass in der Schweiz bieten daher eine optimale Plattform, um das Thema Additive Manufacturing abzubilden.

Welche Highlights für die Besucher – neben den Exponaten natürlich – bieten beide Messen sonst noch?

Sowohl an der Swisstech wie auch an der Prodex werden wieder die Schweizer Meisterschaften und die Ausscheidungen für die Berufsweltmeisterschaften in verschiedenen Ausbildungsberufen durchgeführt – unter dem Patronat von unseren Verbandspartnern Swissmechanic und Swissmem. Die gemeinsame Rangverkündigung und Preisverleihung finden am Freitagnachmittag im feierlichen Rahmen statt.

Die Nachwuchsförderung wird also auf den Messen grossgeschrieben ..

Das stimmt, denn bereits am ersten Messetag findet zudem traditionell unser Nachwuchstag statt. Die Swisstech wartet auch dieses Jahr wieder mit diversen internationalen Gemeinschaftsständen auf, die das europäische Angebot präsentieren.

Welche Aktivitäten sind ausserdem geplant?

Die Prodex verleiht bereits zum fünften Mal in Folge den renommierten Prodex-Award, der für Innovationen in den Bereichen Werkzeugmaschinen, Werkzeuge und Messtechnik verliehen wird. Die eingereichten Projekte sind natürlich an der Messe ausgestellt. Last but not least gibt es wohl dieses Jahr auch erstmals einen 3D-Printing-Award, welcher innovative Leistungen auf diesem Gebiet auszeichnet.Daneben gibt es spannende Referate und Round-Table-Gespräche im Forum. Alle detaillierten Informationen und Programme sind ab Ende August auf den Messe-Homepages zu finden.

Kommen wir zu einem anderen Thema: Vor zwei Jahren gab es eine Premiere, da die neuen Hallen des Basler Messegeländes für beide Messen genutzt wurde. Wie waren Ihre Erfahrungen dazu?

Wir haben 2014 erstmals die Swisstech in die neue Halle 1 verlegt und konnten somit Prodex und Swisstech parallel unter einem Dach veranstalten – was sowohl bei den Ausstellern wie auch den Besuchern sehr gut ankam. Beide Messen verfügen über eigene Eingänge und eigene Hallen, die Übergänge sind aber fliessend und ohne weitere Zutrittskontrollen. Diese Hallensituation gab uns zusätzlich die Möglichkeit, die Swisstech stringenter nach Ausstellungsbereichen einzuteilen, was positiv zur Besucherführung beigetragen hat.


Exhibit & More AG
8117 Fällanden, Tel. 044 806 33 33
info@exhibit.ch

Iris Sorgalla, Geschäftsführerin des Messe-veranstalters Exhibit & More AG: « Die Messen Prodex und Swisstech bieten eine optimale Plattform, um das Thema Additive Manufacturing abzubilden.» (Bild: Exhibit & More)