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Ausgabe 08/2016, 18.08.2016

Allrounder waren gestern, die Spezialisten kommen

Die zwei neuen Frequenzumrichterreihen «Altivar Machine» und «Altivar Process» von Schneider Electric sind Vertreter einer neuen Generation. Mit ihnen zielt der Hersteller auf die speziellen Bedürfnisse des Maschinenbaus und in industriellen Anwendungen.

(msc) Egal, ob es um einfache Maschineninbetriebnahme oder Optimierung der Maschinenausstattung geht, Maschinen- und Anlagenbauer wissen: Durch den Einsatz geregelter Antriebe lässt sich die Maschinenleistung maximieren.Anwendungsfertige Automatisierungsarchitekturen für typische Maschinenanwendungen reduzieren zudem die Installations- und Entwicklungszeiten von Maschinen erheblich.

Hier setzt Schneider Electric mit der Reihe «Altivar Machine» an. Sie soll die komplette Bandbreite abdecken – von einfachen bis hochtechnologischen Applikationen.

Speziell für die Letzteren wurde der Altivar 340 entwickelt. Er eignet sich zur Steuerung oder Regelung von Servo-, Asynchron-, Reluktanz- und Induktionsmotoren von 0,75 bis 75 kW. Selbst Umgebungstemperaturen von bis zu 60 °C sind für das Gerät kein Problem, heisst es.

Für einfache Anwendungsanforderungen und die Steuerung von Dreiphasen-Asynchron- und Synchronmotoren von 0,18 bis 15 kW eignet sich der Altivar 320. Er verfügt über PLCopen- und SoMachine-Bibliotheken sowie integrierte Logik.

Bei der Altivar-Machine-Reihe legt der Hersteller hohen Wert auf Einfachheit und Anwenderfreundlichkeit. Deshalb bieten die Geräte eine Vielzahl an Kommunikationsschnittstellen und -protokollen wie Modbus Serial, CANopen, Modbus TCP & Ethernet/IP, EtherCAT, Profinet und Powerlink. Auch der Zugriff auf den geräteinternen Web-Server ist möglich. Dadurch lassen sich die Geräte leicht in bestehende Architekturen integrieren, heisst es.

Auch bezüglich Maschinensicherheit ist alles geregelt: Sowohl der Altivar 320 als auch der Altivar 340 bieten standardmässig die Sicherheitsfunktion STO (Safe Torque Off) für Anwendungen bis SIL 3 / PL e.

Die Frequenzumrichter eignen sich durch die Leiterplattenbeschichtung nach Klasse 3C3 auch für besonders raue Umgebungen. Typische Einsatzbereiche sind die Holzbearbeitungs- und Verpackungsindustrie sowie der Bereich Fördern und Heben. Dank einer embedded Encoder-Schnittstelle ist beispielsweise eine geregelte Positionierung möglich.

Die Reihe «Altivar Process» richtet sich an die Wasserwirtschaft, die Öl- und Gasbranche sowie den Bergbau und die Lebensmittelindustrie. Typische Anwendungsbeispiele sind Pumpen, Lüfter und Kompressoren in Anlagen, die Gase oder Flüssigkeiten befördern. Die Antriebslösungen bieten integrierte intelligente Dienste und sind auf Leistungen von 0,75 kW bis 1,5 MW ausgelegt. Erhältlich sind sie als Einbau-, Wand- oder Schrankgerät. Neben der Standardversion ist eine Low-Harmonic-Ausführung verfügbar, die Netzrückwirkungen wie Oberwellen von nicht-linearen Verbrauchern unterbindet. Dank des integrierten Web-Servers und der Ethernet-Schnittstelle verbindet die Plattform die Management- mit der Antriebsebene. Dies ermöglicht Anwendern ein Assetmanagement für den Lebenszyklus ihrer Anlagen und reduziert den Energieverbrauch.

Über den Web-Server oder die Ethernet-Schnittstelle werden Energiedaten, Leistungsdaten, Diagnosedaten, Fehlermeldungen, die Anzahl der Starts und Stopps sowie Alarm- und Fehlerhistorien ausgelesen. So wird überwacht, ob Applikationen im optimalen Bereich arbeiten. Sollte dies nicht der Fall sein, kann der Antrieb über das Dashboard mit frei konfigurierbaren Grafiken via Web-Server komplett parametriert werden.

Über das Dashboard haben Anwender zudem Zugriff auf ein komplettes Abbild des Umrichters. Auch Software-Updates und eine lückenlose Betriebsdokumentation sind möglich. Diese Informationen stehen auch über Smartphone oder Tablet bereit. Erforderlich ist lediglich ein Webbrowser, es muss keine spezielle App installiert werden.

Die kompakte, modulare Bauweise macht den Altivar Process zu jeder Anlage kompatibel, heisst es. Dies vereinfacht die Integration in bestehende oder zu erweiternde Maschinen. Das Gerät verbindet Prozess-, Netz- und Installationsebene in einer Lösung, was den Aufwand für die Wartung und die Betriebskosten reduziert. Die Modularität vereinfacht auch die Ersatzteilhaltung und Reparaturen. Fehlermeldungen erzeugen QR-Codes auf dem Display des Geräts, über die der Betreiber Hilfeinformationen abrufen und die technischen Probleme vor Ort lösen kann.

Verglichen mit herkömmlichen Antrieben soll Altivar Process durch die Motorleistungsüberwachung die Betriebskosten um bis zu 8 Prozent und die Ausfallzeiten um bis zu 20 Prozent senken, heisst es.

Schneider Electric Schweiz AG 3063 Ittigen, Tel. 031 917 33 33 www.schneider-electric.ch

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Die Frequenzumrichter aus der Reihe «Altivar Machine» bieten unter anderem eine ganze Reihe von verschiedenen Schnittstellen. (Bild: Schneider Electric)


Das Leistungsspektrum der FU-Reihe «Altivar Process» reicht von 0,75 kW bis 1,5 MW.