Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG

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Ausgabe 08/2016, 18.08.2016

Einstieg in die vernetzte Fertigung

Es klingt verlockend: Auf Knopfdruck die aktuellsten Produktivitätskennzahlen der eigenen Blechbearbeitung aufs Smartphone, Tablet oder den PC zu bekommen, um sofort auf Ausreisser reagieren zu können. Trumpf macht's mit dem «Performance Cockpit» möglich.

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(pi) Die meisten Blechbearbeitungsmaschinen können heute extrem schnell und produktiv arbeiten. Ob sie das aber in der eigenen Fertigung tatsächlich tun, wissen viele Blechbearbeiter nicht mit Sicherheit. Denn die Erhebung und Auswertung von Produktivitätskennzahlen ist meist ein manueller Prozess: unübersichtlich, aufwändig und zeitraubend.

Mit dem neuen «Performance Cockpit» von Trumpf identifizieren Blechbearbeiter auf einen Blick die Optimierungspotenziale in ihrer Fertigung. Die webbasierte Lösung bereitet die Daten online für den Anwender auf und visualisiert sie auf einem individuell konfigurierbaren Dashboard. So hat er die wichtigsten Kennzahlen immer im Blick. Datenhoster ist dabei die Trumpf-Tochter Axoom GmbH. Das bedeutet: Die Daten werden in separierten und sicheren Umgebungen je Kunde gespeichert.

Sicherheit wird dabei grossgeschrieben: Die Server kommen nicht von Drittanbietern wie Google oder Amazon, die nach ausländischem Datenschutzrecht arbeiten, sondern stehen in Deutschland. Die Kunden haben zu jeder Zeit die volle Kontrolle über die Daten, die aus ihren Maschinen kommen und geben sie nur für die Nutzung durch Trumpf und Axoom frei.

Das Besondere: Da es sich um eine webbasierte Lösung handelt, ist es möglich, das Performance Cockpit unabhängig vom Aufenthaltsort zu nutzen. Das heisst: Das Performance Cockpit läuft auf allen Geräten vom PC über das Tablet bis zum Smartphone – auch ausserhalb des Unternehmensnetzwerks.

Der Blechbearbeiter sieht also ortsunabhängig, wann beispielsweise die Maschine gelaufen ist, wann es Störungen oder gar Stillstände gab. Diese Kennzahlen für die Performance können für die Maschine allgemein, für einzelne Schichten oder über einen bestimmten Zeitverlauf analysiert werden. So erkennen Unternehmer schnell, ob Optimierungsmassnahmen die Produktivität tatsächlich erhöht haben und an welchen Stellen sich weitere Verbesserungschancen verbergen. Auch Informationen und Statistiken zum Materialeinsatz lassen sich über das Performance Cockpit ablesen: So zeigt es an, welches Material die jeweilige Maschine anteilig bearbeitet hat.

Mit einem Klick informieren Kennzahlen über Art und Dicke des verbrauchten Materials – so wird die nächste Materialbestellung besser planbar. Darüber hinaus können Blechbearbeiter den Anteil des Verschnitts je Materialart einsehen und so die Effizienz ihrer Materialnutzung analysieren.

Sogar den Werkzeugeinsatz macht das Performance Cockpit transparent: Die Software stellt beispielsweise beim Stanzen die Anzahl der Hübe eines Stanzwerkzeugs in einem gewählten Zeitraum dar. So kann die Nutzung verfolgt und ein notwendiger Austausch des Werkzeugs geplant werden.

Neben der Maschinenproduktivität und dem Materialverbrauch ermittelt das Performance Cockpit zudem, welche Fertigungsprogramme auf welcher Maschine gestartet wurden. Die Fertigungssteuerung kann also kontrollieren, ob wirklich alle geplanten Programme gelaufen sind. Zudem sieht sie anhand der Anzeige, ob es zu Unterbrechungen kam und kann, falls nötig, die Ursache analysieren.

Das Performance Cockpit steht für folgende Maschinen zur Verfügung: TruLaser 3000, 3000 fiber, 5000, 5000 fiber, 7000 und 8000; TruPunch 1000, 2000, 3000, 5000; TruMatic 6000, 6000 fiber und 7000. Für die Installation der Software ist kein Technikereinsatz nötig. Alles, was der Anwender braucht, sind ein Internetzugang und ein aktueller Browser. Trumpf installiert das Connector-Kit auf die Maschine; anschliessend loggt sich der Nutzer in sein Cockpit ein und kann sofort mit der Analyse seiner Daten beginnen.


Trumpf Maschinen AG
6340 Baar, Tel. 041 769 66 66
info@ch.trumpf.com

Auf einen Blick: Das Performance Cockpit visualisiert die wichtigsten Produktionskennzahlen. (Bilder: Trumpf)


Wissen, was verbraucht wird: Das Dashboard zeigt an, welches Material die Maschine anteilig verarbeitet hat.

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Axoom GmbH

Trumpf hat den Plattformanbieter Axoom GmbH Ende 2015 gegründet. Aufgabe: Eine digitale Geschäftsplattform zu schaffen, mit deren Hilfe sich alle Schritte in der Wertschöpfungskette eines Fertigungsunternehmens einfach und schnell vernetzen lassen. Seit Anfang des Jahres befindet sich Axoom in der offiziellen Preview-Phase. In diesem Zeitraum haben bisher etwa 270 Interessenten die Plattform begutachtet und zum Teil weiterentwickelt.

Zudem haben sich in den vergangenen Monaten mehr als 130 Unternehmen gemeldet, die als Partner ihre Angebote auf die Geschäftsplattform stellen möchten. Die Plattform ist offen für alle Partner, auch anderen Maschinenherstellern und bietet die Möglichkeit, herstellerübergreifend Maschinen an die Geschäftsplattform anzubinden. (Quelle: Trumpf)