Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Testen: Ausgabe 08/2016, 19.08.2016

IoT-fähige Geräte automatisiert validieren

Mit seinem neuen Vektorsignal-Transceiver der zweiten Generation «NI PXIe-5840» präsentiert National Instruments ein Gerät für anspruchsvolle RF-Design- und -Prüfanwendungen. Obwohl der Transceiver die fünffache Bandbreite der bisherigen Lösung und dazu einen grösseren FPGA bietet, benötig er 33 Prozent weniger Platz.

(msc) Das Messen und Validieren von Internet-of-Things-fähigen smarten Geräten ist keineswegs trivial. Für solch komplexe Aufgaben bringt der Technologieanbieter National Instruments jetzt den Vektorsignal-Transceiver der zweiten Generation «NI PXIe-5840» auf den Markt. Das Unternehmen hatte bereits 2012 mit dem NI PXIe-5644R eine erste Messlösung für Wireless-Standards vorgestellt.

Der NI PXIe-5840 ist der weltweit erste VST mit einer Bandbreite von 1 GHz. Er bietet einen 6,5-GHz-RF-Vektorsignalgenerator, einen 6,5-GHz-Vektorsignalanalysator, einen leistungsstarken, anwenderprogrammierbaren FPGA sowie serielle und parallele Hochgeschwindigkeits-Digitalschnittstellen in einem PXI-Express-Modul, das nur zwei Steckplätze im Chassis belegt.

Dank der Bandbreite von 1 GHz eignet sich der neue VST für unterschiedlichste Anwendungen, darunter das Testen von 802.11ac/ax- sowie Mobilfunk- und IoT-Geräten, Entwicklung und Test von 5G-Technologien, RFIC-Tests sowie die Prototypenerstellung von Radarsystemen.

Charles Schroeder, Vice President of RF Product Marketing bei NI, erklärt: «Der VST der zweiten Generation bietet sofort einsatzbereite Funktionen für anspruchsvolle RF-Prüfanwendungen. Seine softwaredesignte Architektur ermöglicht darüber hinaus eine individuelle Programmierung des FPGAs. Das bedeutet, dass Anwender den VST mithilfe der intuitiven Systemdesignsoftware LabView auf Firmware-Ebene genau an die jeweiligen Projektanforderungen anpassen können, um selbst komplexeste Prüf- und Messanwendungen zu bewältigen. Dieses Messgerät verbindet auf eindrucksvolle Art und Weise die für klassische Prüf- und Messanwendungen erforderliche RF-Leistung mit der Flexibilität eines Software-Defined-Radio-Systems.»

Der VST ist integraler Bestandteil der NI-Plattform, die Anwendern das Erstellen intelligenterer Prüfsysteme ermöglicht. Die Plattform umfasst mehr als 600 PXI-Produkte – von DC bis hin zu Frequenzen im mm-Wellenbereich –, die durchsatzstarke Datenübertragungen über PCI-Express-Schnittstellen der 3. Generation unterstützen. Darüber hinaus ermöglicht die Plattform Synchronisierungen unterhalb des Nanosekundenbereichs und bietet integrierte Timing- und Triggerfunktionen.

Mithilfe der Funktionen der Entwicklungsumgebungen LabView und der Testmanagementsoftware TestStand in Kombination mit dem dynamischen Ökosystem aus Partnern, zusätzlicher IP und Applikationsingenieuren können Anwender ihre Prüfkosten senken, Markteinführungszeiten verkürzen und ihre Prüfsysteme schon jetzt auf die Anforderungen von morgen vorbereiten.

Die Leistungen des neuen Vektorsignal-Transceivers haben offensichtlich auch Niels Koch, Experte für Radartechnik bei der Audi AG, überzeugt. Er hat bereits Erfahrung mit dem Gerät gemacht und lässt sich so zitieren: «Dank der branchenführenden Bandbreite und der latenzarmen, softwaredesignten Architektur des VST konnten wir unsere Radarsensoren so gründlich und umfassend wie nie zuvor testen. Ausserdem waren wir in der Lage, Probleme bereits frühzeitig in der Design­phase zu erkennen, was bisher nicht möglich war. Durch die anwenderseitige Programmierung des FPGAs mit LabView konnten wir mit dem VST vielfältige Prüfszenarien zügig emulieren, um so die Sicherheit und Zuverlässigkeit beim autonomen Fahren zu verbessern.»

National Instruments Switzerland
5408 Ennetbaden, Tel. 056 200 51 51
ni.switzerland@ni.com

Sindex Halle 2.2 Stand C05



Mit dem neuen Vektorsignal-Transceiver «NI PXIe-5840» von National Instruments lassen sich Internet-of-Things-fähige Geräte testen und validieren. (Bild: NI)

Auf einen Blick

Vektorsignal-Transceiver NI PXIe-5840

Die Produktmerkmale des NI PXIe-5840:

  • Echtzeitbandbreite von 1 GHz für anspruchsvolle Tests mit digitaler Vorverzerrung (DPD) und Breitbandsignale wie Radar, LTE-Advanced Pro und 5G.
  • Erforderliche Messgenauigkeit für das Testen von 802.11ax-Geräten mit einer EVM-Leistung von -50 dB.
  • 10-fache Geschwindigkeit klassischer Messgeräte dank FPGA-basierter Beschleunigung und optimierter Messsoftware.
  • Geringe Abmessungen und nahtlose Synchronisierung für bis zu 8x8-MIMO-Konfigurationen (Multiple Input, Multiple Output) in einem einzelnen Chassis mit 18 Steckplätzen.
  • Mit LabView programmierbarer FPGA.