Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG

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Ausgabe 08/2016, 18.08.2016

Produktivität linear steigern

Mit dem «Linear Motion System» LMS ermöglicht Rexroth in Prozessketten das individuelle Ansteuern jedes einzelnen Werkstückträgers und die Bearbeitung direkt auf der Transporteinheit. Dies reduziert besonders in der Grossserienproduktion die unproduktiven Zustellzeiten.

(msc) Das «Linear Motion System» hat sich in der Grossserienproduktion von Mikrochips bereits bewährt und gilt dort als extrem zuverlässig. Jetzt bietet der Hersteller die Lösung auch für weitere Anwendungen an, etwa in der Automobilindustrie. Dabei werden Werkstückgewichte von 1 kg bis zu 1000 kg fein skaliert abgedeckt.

Das System basiert auf Standard-Linearmotoren, bei denen die Werkstückträger unabhängig voneinander verfahren werden können. Dabei positioniert es die Werkstücke hochdynamisch auf 10 µm genau, sodass die Bearbeitung ohne Nachkorrektur oder Umladen auf eine Montageplattform sofort beginnen kann. Unproduktive Zustell- und Nebenzeiten können so entscheidend reduziert werden.

Der Anwender kann sich dabei mit mehreren Motoren auch längere Prozessstrecken als Oval, als parallele Bahnen oder in verschiedenen Ebenen flexibel zusammenstellen. Das LMS kann auch nachträglich mit bestehenden Transportlösungen wie Förderbändern kombinieren werden. Es bildet komplexe Bewegungsmuster ab, die beispielsweise bei unterschiedlichen Taktzeiten in den verschiedenen Prozessstationen notwendig sind. Die einzelnen Werkstücke folgen dabei individuell vorgegebenen Geschwindigkeiten und Positionen. Durch die hohe Dynamik und Geschwindigkeiten von bis zu 6 m/s verringert eine LMS-Anlage im Vergleich zu Förderbändern die Zustellzeiten.

Allein schon diese Möglichkeiten ergeben ein Potential zur Produktivitätssteigerung. Damit nicht genug, denn die unproduktiven Nebenzeiten sinken zusätzlich, weil Bearbeitungs- und Montageschritte direkt auf den Transporteinheiten möglich sind. Bei den sonst üblichen Transfersystemen müssen die Werkstückträger dagegen an den einzelnen Stationen ausgeschleust und in eine Bearbeitungsposition umgeladen werden. Das entfällt bei LMS, dessen Transporteinheiten stabil auf der vorgegebenen Position verharren, ohne den Fluss anderer Werkstücke zu beeinflussen. Die Linearmotoren arbeiten berührungslos und damit wartungsfrei.

Das System erfordert zudem im Vergleich zu konventionellen Anlagen weniger Werkstückträger. Das reduziert die Gesamtsystemkosten durch die geringere Anzahl an Ident-Systemen, Sensoren und Aktoren.

Bosch Rexroth Schweiz AG 8863 Buttikon, Tel. 055 464 61 11 info@boschrexroth.ch

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Das Linear Motion System (LMS) ermöglicht das individuelle Ansteuern jedes einzelnen Werkstückträgers und die Bearbeitung direkt auf der Transporteinheit. (Bild: Bosch Rexroth)