Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 09/2016, 09.09.2016

Deutlich schneller zum neuen Produkt

Mit der Umstellung auf das «ProfiCAM»-System von Coscom – inklusive Tool- und Fertigungsdatenmanagement – realisierte die Fette Compacting GmbH einen deutlichen Produktivitätssprung: Die Zeiten für die NC-Programmierung konnten um mindestens 30 Prozent gesenkt werden; die Durchlaufzeiten von der Produktentwicklung bis zur Fertigung reduzierten sich sogar um bis zu 50 Prozent.

(pi) Die Fette Compacting GmbH aus Schwarzenbek bei Hamburg entwickelt, produziert und vertreibt unter anderem Tablettieranlagen und -pressen für pharmazeutische und chemische Betriebe. Mit seinen spezialisierten High-End-Produkten hat sich das KMU im Lauf seines Bestehens zum Weltmarktführer entwickelt. Durch eine aussergewöhnlich hohe Innovationsgeschwindigkeit gelingt es dem Global Player, seinen Kunden stets Maschinen und Anlagen auf dem neuesten Stand der Technik zu bieten.

Um auf den bestehenden Wettbewerbsdruck optimal reagieren zu können, ist es für das Unternehmen unter anderem wichtig, schnelle Time-to-Market-Zeiten zu generieren. «Das ist auch der Grund, warum wir dauerhaft eine stabile und funktionsfähige Software-Infrastruktur benötigen», sagt Matthias Hoffmann, Global Director Operations bei Fette Compacting. Als besondere Herausforderung kommt hinzu, dass man überwiegend kleine Losgrössen produziert, die selten über 30 Stück hinausgehen.

Gesucht wurde daher eine Software-Prozesskette von der Kons- truktion bis zur CNC-Maschine, die eine hohe Innovationsgeschwindigkeit mithalten und wenn möglich noch steigern kann. Fündig wurde man schliesslich in der Coscom-Lösung mit dem ProfiCAM-System inklusive innovativen «NC-Joker»-Postprozessorkonzept, Maschinensimulation sowie Werkzeug- und gemeinsames zentrales CAM-Datenmanagement.

Das neue NC-Joker-Konzept war unter anderem ein ausschlaggebender Grund, warum sich der Spezialmaschinenbauer für die Coscom-Software entschieden hat. «Auf der Basis eines intelligenten, modular aufgebauten Baukastenprinzips können wir heute unsere neuen Postprozessoren selbst frei konfigurieren», erklärt Matthias Hoffmann.

Vor allem aber können die rund 20 kinematisch komplexen Dreh- und Fräszentren, die dreischichtig im Einsatz sind, jetzt mit optimierten Verfahrwegen und innovativen Technologien noch wirtschaftlicher und prozesssicherer betrieben werden; inklusive deutlicher Reduzierung von Einfahr- und Rüstzeiten. Ausserdem hat sich das NC-Joker-Konzept im Vergleich zum vorher eingesetzten System als kostengünstiger erwiesen; zudem bleibt das Know-how im eigenen Haus.

Alles in allem bewirkt die Coscom-Lösung eine beachtliche Beschleunigung der NC-Programmierung. Matthias Hoffmann kann das eindrucksvoll mit Zahlen belegen: «Das Volumen, das wir durch die NC-Programmierung schleusen, ist rund 30 Prozent höher als vorher. Und diese Effizienzsteigerungen haben wir letztendlich durch das Programmieren und optimale Postprozessoren als solches herausgeholt. Dazu kommt, dass die Software stabil und fehlerfrei funktioniert, und man so gut wie nicht nacharbeiten muss.»

Nach diesen positiven Erfahrungen schlossen Hoffmann und seine Mitarbeiter auch die übrigen Teile der Prozesskette mit dem Fertigungsdatenmanagement «FactoryDirector» und der Werkzeugverwaltung «ToolDirector» – natürlich ebenfalls von Coscom.

Besonders angetan zeigt sich Klaus Dresel, bei Fette Compacting für die NC-Programmierung zuständig, vom Datenbankkonzept für die Fertigungs- und Werkzeugdaten: «Das CAM-Datenmanagement hat uns die Arbeit enorm erleichtert. Wir können alles mit einem Klick sehr schnell finden und haben auf Knopfdruck alle für einen Auftrag relevanten Fertigungs- und Werkzeugdaten in einer gemeinsamen durchgängigen Datenbank parat. Das hilft uns sehr, unser internes Know-how im Zerspanungsprozess effizient zu sammeln, transparenter bereitzustellen und wirtschaftlicher zu nutzen.»

Effizient lief auch der Umstellungsprozess vom alten auf das neue CAM-System ab. Um in der Implementierungsphase voll handlungsfähig zu bleiben, wurde der Betrieb des alten CAM-Systems zunächst parallel aufrechterhalten und sukzessive durch die entsprechenden ProfiCAM-Module abgelöst. Die Software-Spezialisten von Coscom unterstützten das Fette-Team in Installation und Schulung sowie im gesamten Projektmanagement, sodass die Zeitvorgaben für die Einführung des neuen Systems nicht nur eingehalten, sondern sogar deutlich unterschritten wurden: Nach einem Dreivierteljahr verabschiedete sich der Sondermaschinenhersteller endgültig von seiner alten CAM-Software.

Matthias Hoffmann resümiert: «Alles in allem konnten wir Effizienzgewinne im Fertigungsprozess von bis zu 30 Prozent erzielen. Durch den Umstieg auf die prozessorientierte Coscom Lösung wurde unser Gesamtworkflow in der Zerspanung insgesamt schneller, reibungsloser und günstiger. Coscom ist ein echter Joker in unserem NC-Prozess.»

Fette Compacting GmbH
DE-21493 Schwarzenbek, Tel. +49 4151 12 0
tablet@fette-compacting.com

Coscom GmbH, Zentrale Schweiz
6203 Sempach Station, Tel. 062 748 10 00
info@coscom.ch

AMB Halle 4 Stand B12



Deutlich effektiver: Das ProfiCAM-Programm sorgt für schnelle Durchlaufzeiten und die Simulation (rechts im Bild) für die Prozess-sicherheit. (Bilder: Coscom)


Mit der neuen CAM-Prozesskette konnte Fette Compacting die Time-to-Market-Zeiten deutlich reduzieren.

Auf einen Blick

Schneller und effektiver Programmieren

Die CAM-Prozesskette von Coscom im Einsatz bei der Fette Compacting GmbH besteht aus dem CAM-System ProfiCAM inklusive Maschinensimulation ProfiKinematik, dem Postprozessorkonzept NC-Joker, der Werkzeugverwaltung ToolDirector sowie dem CAM-Datenmanagement FactoryDirector. In Summe konnten dadurch deutliche Verbesserungen im Ablauf realisiert werden:

  • eine um 30 Prozent schnellere NC-Programmierung
  • kürzere Durchlaufzeiten von der Konstruktion bis zum fertigen Produkt
  • kein Nacharbeiten der NC-Programme
  • bessere Produktqualität durch prozesssichere NC-Programme
  • wirtschaftlicherer Betrieb der CNC-Maschinen durch optimale Verfahrwege, kürzere Bearbeitungszeiten sowie reduzierte Durchlauf-, Rüst- und Nebenzeiten
  • Steigerung der Innovationsgeschwindigkeit