Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 09/2016, 09.09.2016

Flüssiger Turbo für die Werkzeugleistung

Einen wahren Effizienzsprung erzielte man beim renommierten Schweizer Möbelproduzenten USM mit dem Einsatz eines Kühlschmierstoffs von Blaser Swisslube. Die Werkzeugstandzeit konnte damit auf das sagenhafte 24-fache des früheren Wertes verbessert werden.

(msc) Vor gut 50 Jahren erlangte USM Haller durch das wegweisende Möbelbausystem gleichen Namens internationale Bekanntheit. Das modulare System für Metallmöbel ist der Inbegriff für hochwertige Gestaltung und Flexibilität in der Raumnutzung und schaffte es in die Sammlung des Museum of Modern Art in New York.

Als aber die Experten von USM Ende 2014 die Fachleute von Blaser Swisslube kontaktierten, ging es nicht um das Möbelsystem, sondern vor allem um das Problem des schlechten Geruchs in ihren Produktionshallen. Das wiederum war dann nur der Auslöser einer schier märchenhaften Geschichte. Doch von Anfang an: In der Werkzeughalle, in der USM alle relevanten Teile für die Produktion selber herstellt, hatte man irgendwann die Nase voll. «Vor allem am Montagmorgen war der Geruch sehr schlecht. Der Kühlschmierstoffemulsion wurde zu wenig Sauerstoff zugeführt, die Standzeit war dadurch sehr niedrig. Alle drei Monate mussten wir die Anlagen neu befüllen», blickt USM-Anwendungstechniker Heinz Gasser zurück.

Die Experten von Blaser Swisslube starteten mit einer umfassenden Analyse: Was wird produziert? Welche Materialien kommen zum Einsatz? Welche Werkzeuge werden verwendet? Aus welchen Inhaltsstoffen ist der bis anhin eingesetzte Kühlschmierstoff zusammengesetzt? Schnell wurde klar, dass der schlechte Geruch nicht der einzige Ansatzpunkt für Verbesserungen in der Produktion war: «Wir haben in enger Kooperation mit USM herausgefunden, dass wir auch an den Werkzeugstandzeiten arbeiten und die Prozesse verbessern müssen», berichtet Martin Haas, Anwendungstechniker von Blaser.

Nach der Analyse entschied man sich für den Kühlschmierstoff B Cool 755, ein Produkt der neuesten Technologie mit hohem Zeitspanvolumen, optimalem Spülverhalten und hoher Emulsionsstandzeit. Haas: «B Cool 755 hat besonders in der Bearbeitung von Aluminium sehr gute Eigenschaften. Ebenso bei einem Materialmix, in dem neben Aluminium auch in geringeren Mengen verschiedene Stähle bearbeitet werden. Die Kühlschmierstofflösung ist optimal auf die Bedürfnisse von USM abgestimmt.»

Die Entleerung und Reinigung der Kühlschmierstoff-Anlagen wurde von einem Techniker von Blaser begleitet. Zuerst wurde das System mit B Cool 755 in tiefer Konzentration gespült, dann neu befüllt und die Mitarbeiter von USM entsprechend geschult, was die Konzentration und den idealen PH-Wert anbelangt. «Es ist sehr wichtig, dass sich der Kühlschmierstoff immer in optimalem Zustand befindet – so bleibt er auch stabil und garantiert einen sicheren Prozess», sagt Haas.

90 Prozent der Werkzeugkosten eingespart

Die Umstellung brachte auf Anhieb Erfolg. Die Geruchsproblematik verschwand. Einen noch durchschlagenderen Erfolg erzielte man aber bei den Werkzeugstandzeiten. Vor der Kooperation mit Blaser wurden auf dem Fräscenter Hermle B 300 Serien von 1000 Aluminiumgewinden produziert, wobei jedes Mal ganze 24 Gewindebohrer verschlissen wurden. «Heute brauchen wir nur noch einen Bohrer für 1000 Gewinde. Eine Effizienzsteigerung um das 24-fache! Wir sparen 90 Prozent der Werkzeugkosten ein», rechnet Björn Wägli von USM zufrieden vor.

«Nur durch die richtige Anwendung des richtigen Kühlschmierstoffs wird dieser zum flüssigen Werkzeug», bekräftigt Niklaus Allemann, Verkaufsleiter Metallbearbeitung Schweiz bei Blaser Swisslube. «Für unsere Kunden macht das den grossen Unterschied aus: Blaser ist nicht bloss ein Kühlschmierstofflieferant. Unser Ziel ist es, die Zerspanungsprozesse unserer Kunden mit dem flüssigen Werkzeug zu verbessern.» Dieser gesamtheitliche Ansatz stellt die Produktivität, Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit in den Mittelpunkt der Überlegungen. In enger Zusammenarbeit mit den Kunden wird alles darangesetzt, das Maximum aus Maschinen und Werkzeugen zu schöpfen.

Blaser Swisslube und USM werden auch künftig eng zusammenarbeiten, damit Produktionsprozesse so effizient wie möglich ablaufen.

USM U. Schärer Söhne AG 3110 Münsingen, Tel. 31 720 72 72 info@ch.usm.com

Blaser Swisslube AG 3415 Hasle-Rüegsau, Tel. 034 460 01 01 contact@blaser.com

AMB Halle 6 Stand B80



Als der Geruch schon kein Thema mehr war: Bei Blaser Swisslube wurden Testbohrungen minutiös analysiert, um dem Gewindebohrersterben bei USM beizukommen. (Bild: Blaser)