Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 09/2016, 09.09.2016

Nur die Lizenz garantiert eine Top-Funktion

Big Kaiser, ein Marktführer für Präzisionswerkzeuge und -systeme hat drei weiteren führenden Maschinenbauern – Hurco, Spintrue und OMV – die Lizenz zur Herstellung der «Big-Plus»-Spindel- und Werkzeugsysteme erteilt. Die Systeme liefern eine stabile Verbindung mit Doppelkontakt zwischen Maschine und Werkzeug.

(msc) Das System «Big-Plus» zeichnet sich laut Hersteller dadurch aus, dass es als einziges solches System eine simultane Kegel- und Plananlage zwischen Maschinenspindel und Werkzeughalter bietet. Damit sorgt es für eine sehr stabile Verbindung zwischen Maschine und Werkzeug. Dank verbesserter Vibrationsdämpfung und Steifigkeit steigert es die Bearbeitungsgenauigkeit und Wiederholbarkeit. Zudem ermöglicht die Konstruktion Schwerzerspanen und hohe Schnittgeschwindigkeiten bei erhöhter Standzeit. Tests im Eckfräsen zeigten beispielsweise, dass Big-Plus die Ablenkung des Bearbeitungswerkzeugs gegenüber herkömmlichen BT- und DIN-69871-Werkzeughaltern um 30 Prozent reduzierten.

Erfunden wurde das System von Big Daishowa, dem Mutterunternehmen von Big Kaiser. Beim Einführen des Werkzeugs in die Maschinenspindel kommt bei Big-Plus zuerst der Kegel in Kontakt. Durch die Einzugskraft wird die Spindel durch den Werkzeugkegel im Elastizitätsbereich des Stahls ausgedehnt. Das Werkzeug wird dann weiter in die Spindel gezogen, bis die Planfläche des Werkzeugs die Oberfläche der Spindelnase erreicht.

Die Werkzeughalter werden in einem festen Verhältnis von Kegeldurchmesser und Planfläche mit wenigen µm Toleranz gehalten. Dadurch werde jedes in eine Big-Plus-Spindel eingesetzte Big-Plus-Werkzeug die richtige Kegel- und Plananlage haben, sagt der Hersteller. Das System hat dieselben Abmessungen wie herkömmliche BT- und DIN-69871-Werkzeughalter und ist daher kompatibel zu vorhandenem Zubehör.

Andere Systeme versprechen eine ähnliche Kegel- und Plananlage. In der Praxis zeigten diese Systeme laut Big Kaiser jedoch nicht die korrekten Toleranzen und sie seien zu ungenau, um sicheren Kontakt zu gewährleisten.

«Für die ausreichende Werkzeugpräzision werden Masse benötigt, die nur Lizenznehmern von Big-Plus zur Verfügung gestellt werden», erklärt Peter Elmer, CEO von Big Kaiser. Er fährt fort: «Alle Werkzeughalter, die nicht mit ‹Lizenziert von Big Daishowa› gekennzeichnet sind, wurden ohne diese Masse hergestellt und bieten eventuell nicht das korrekte Verhältnis zwischen Planfläche und Kegel. Das kann zu fehlendem Planflächenkontakt oder permanenten Schäden an der Spindel führen.»

Die drei neu bekannt gegebenen Unternehmen schliessen sich einer Reihe führender Unternehmen an, die bereits Big-Plus-Systeme bauen, wie Bridgeport, Dixi, DMG Mori, Doosan, Enshu, Fanuc, G&L, Kitamura, MAG, Makino, Matsuura, Mazak, Milltronics, Mitsubishi, Mitsui Seiki, Niigata, OKK, Okuma, SNK, Toyoda und Yasda.

Big Kaiser Präzisionswerkzeuge AG
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Nur der Schriftzug «Licenced Big Daishowa» auf den Komponenten garantiert laut Big Kaiser einwandfreie Funktion. (Bilder: Big Kaiser)


So nicht: bei falschen Abmessungen der Kegel kann der Bund der Werkzeugaufnahme die korrekte Kegel- und Plananlage in der Spindel sabotieren.