Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 09/2016, 09.09.2016

Speed für die Werkstatt

Wie gewohnt, kommt DMG Mori mit einer Vielzahl an Premieren und Weiterentwicklungen auf die AMB. Unter anderem liegt ein Fokus auf der werkstattorientierten Programmierung und deren Optimierung: Mit den neuen Technologiezyklen soll das Programmieren an der Maschine bis zu 60 Prozent schneller ablaufen.

(pi) Auf einer Ausstellungsfläche von über 2000 m² präsentiert DMG Mori auf der AMB mit rund 30 Exponaten aus den Bereichen Drehen, Fräsen und Advanced Technologies nach eigenen Angaben «einen Blick in die fertigungstechnische Zukunft». Dazu gehört auch, dass man sich um die Weiterentwicklung etablierter Technologien kümmert.

Die werkstattorientierte Programmierung ist so eine Technologie und hat vor allem in der Einzelteilfertigung und bei der Herstellung kleiner und mittlerer Stückzahlen nach wie vor einen hohen Stellenwert. Dabei ist das Arbeiten mit Zyklen Stand der Technik. Über diesen Standard hinaus hat DMG Mori auf Basis einer jahrzehntelangen Anwendungserfahrung derzeit 24 exklusive Technologiezyklen für die Bereiche Drehen- und Dreh-Fräsen sowie Fräsen- und Fräs-Drehen im Portfolio. Dadurch soll der Bediener in der Werkstatt in die Lage versetzt werden, über parametrisierte Kontextmenüs selbst komplexe Bearbeitungen bis zu 60 Prozent schneller direkt an der Maschine im Dialog zu programmieren.

Beispiele dafür sind das Bearbeiten von Freiformflächen durch 5-Achsinterpolation oder verschiedene Zyklen für das Verzahnen und die Zahnradfertigung. Weitere Zyklen-Highlights sind «MPC» (Machine Protection Control) zum Schutz von Maschine, Werkstück und Werkzeug sowie das Toolkit «3D quickSet» zur Überprüfung und Korrektur der kinematischen Genauigkeit von 4- und 5-Achsmaschinen oder der «Application Tuning Cycle» zum prozessorientierten Tunen der Vorschubantriebe auf Knopfdruck in Abhängigkeit zur Tischbelastung.

Während der AMB zeigt DMG Mori ausserdem Innovationen wie die Automationslösung «Robo2Go»; diese soll ohne Roboterkenntnisse direkt an mehreren Maschinen einsetzbar sein. Ein zentraler Baustein der kundenorientierten Digitalisierungsstrategie ist das App-basierte «Celos»-System, das der Werkzeugmaschinenhersteller vor rund drei Jahren erstmals vorgestellt hat und seitdem zielgerichtet weiterentwickelt. Zehn neue Apps werden zur AMB präsentiert, darunter die «Developer App», mit der es möglich sein soll, eigene Apps zu entwickeln.

Eine Weltpremiere erlebt die «DMC 160 U duoBlock». Die vierte Generation des 5-Achs-Universalbearbeitungszentrums mit Palettenwechsler kommt mit einer neuen Getriebespindel mit 1800 Nm Drehmoment und einem auf 1600 mm vergrösserten Verfahrweg in Y-Richtung.

DMG Mori Schweiz AG
8404 Winterthur, Tel. 058 611 50 00
www.dmgmori.ch

AMB Halle 7 Stand A01



Mit neuen Technologiezyklen wie die optimierte 5-Achsinterpolation soll das Programmieren an der Maschine deutlich schneller werden. (Bild: DMG Mori)