Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 01/2017, 20.01.2017

Schnell in die smarte Mobilität einsteigen

Die angestrebte flexible Fertigung von morgen benötigt intelligente, autonome und vernetzte Produktions- und Logistiklösungen. Der mobile Roboter «SRX II» von Smart RobotX bietet einen vergleichsweise einfachen Einstieg in diese Produktionswelt.

(msc) Wo die Stärken der mobilen Plattform liegen, lässt sich am besten anhand unterschiedlicher Transportaufgaben zeigen. Wer tagaus tagein das gleiche Produkt in grossen Losgrössen fertigt, ist mit dem herkömmlichen Förderband gut beraten. Dieser «Linienbus» eignet sich besser für kontinuierliche Massentransporte. Denn genau genommen lässt sich bei einer mobilen Transportplattform nicht genau sagen, wie lange der Roboter für seinen Weg braucht. Dafür erhält man mit ihm ein Transportsystem mit einer Flexibilität, die man bei vergleichbaren Investitionen nicht hinbekommt.

Die grosse Stärke des SRX liegt in der freien Gestaltung der Transportaufgaben, gerade bei der Automatisierung vorhandener Anlagen. Während bei einer konventionellen Verkettung meist die Mechanik der Fördertechnik aufwändig geändert werden muss, lässt sich dies für die SRX-Plattform am Bildschirm durch die Definition neuer Zielpunkte erledigen.

Ändern sich die Produktionsaufgaben und muss eine Maschine verschoben oder eine neue Aufgabe in einen Ablauf integriert werden, reicht es aus, den neuen Zielpunkt im Layout auf dem Bildschirm festzulegen.

Ebenso einfach ist es, einen weiteren Roboter zu integrieren: Sobald der am Leitsystem angeschlossen ist, übernimmt er die Programmierung aus diesem System. Damit sind alle Positionen wie Maschinen, Ladestationen und Standby bekannt, und alle Informationen über die Fahrwege stehen zur Verfügung. Eine Infrastruktur mit Magnetbändern oder Reflektoren erübrigt sich.

Die Zuweisung von Transport-Ressourcen erfolgt über das ERP-System. Hier arbeitet der SRX-Enterprise-Manager wie eine Taxizentrale. Kommt von einer Maschine ein Transportauftrag, schickt das ERP-System den nächsten freien Roboter dorthin. Die Priorität des Auftrags lässt sich hinterlegen.

Soweit wie möglich standardisierte Übergabestationen erleichtern die Aufgabe. Je einheitlicher diese Übergabe ausgelegt werden kann, desto flexibler ist man bei der Einteilung der Roboter. Die Lösung von Smart RobotX lässt sich mit einem Höhenausgleich ausrüsten. Die Anpassung kann sowohl am Übergabepunkt der Maschine als auch bei der Gestaltung der Werkstückaufnahme an der Plattform erfolgen. Die Sicherheitseinrichtung der fahrbaren Plattform macht es auch möglich, Handarbeitsplätze mit Material zu versorgen.

In nur 30 Minuten ist der Roboter betriebsbereit, wenn ein normales WLAN-Netzwerk vorhanden ist. Über dieses wird er pilotiert – wahlweise per Joystick oder über die Tastatur eines Tablets. Gegenstände, die länger als fünf Sekunden an einem Ort stehen, zeichnet der Roboter bei seiner Orientierungsfahrt auf. Am Bildschirm definiert der Bediener, welche Routen die mobile Plattform nehmen darf – und fertig ist die Karte, die onboard abgelegt wird.

An einem Bildschirm lassen sich Standort und Bewegungen eines jeden Roboters verfolgen. Auch ohne WLAN bleibt er mobil. Durch ein Funkloch fährt er hindurch. Fällt das Netzwerk aus, arbeitet jeder Bot seinen Job ab und fährt dann in eine Standby-Position. Tests haben gezeigt, dass eine Plattform mit etwa 100 kg Zuladung rund zehn Stunden mobil ist.

Bleibt die Frage nach der Anzahl der mobilen Roboter in einem System. Bei den ersten von Smart RobotX realisierten Anlagen war die Zahl der mobilen Plattformen überschaubar. Von daher hätte eine Simulation nicht mehr oder weniger Fahrzeuge ergeben. Trotzdem liefert Smart RobotX eine genaue Simulation zur Aufgabe, weil damit eine solide Basis für die Investition geschaffen wird.

Kritische Fragen zur Sicherheit hat der SRX bereits ausgeräumt: Er sucht selbst auf Messen zwischen vielen Fussgängern geduldig seinen Weg. Für die sichere Fortbewegung sorgt ein Laserscanner, der gleichzeitig sowohl seine Umgebung erkennt wie auch Personen, die sich auf seinem Weg aufhalten. Auf der entsprechend kalkulierten Route umfährt er Personen und Hindernisse. Das Bild, das sich der Scanner von seiner Umgebung macht, ist dabei zweidimensional. Ist Erkennung in der dritten Dimension, der Höhe, gefordert, kann er zusätzlich mit seitlichen Scannern ausgestattet werden.


Smart RobotX ltd.
5703 Seon, Tel. 062 511 10 33
info@smart-robotx.ch, www.smart-robotx.ch



Der «Smart RobotX» ermöglich einen schnellen und einfachen Einstieg in ein roboterisiertes Intralogistik-konzept. (Bild: Foitzik)

Im Profil

Das System «SRX»: Sechs Varianten als Standard

Die Basisausstattung des Systems besteht aus der mobilen Plattform «SRX 1», einer Batterieladestation und der Software. Darauf aufbauend werden insgesamt sechs Standardausführungen des «Smart RobotX» angeboten, die es wiederum in den unterschiedlichen Traglastenklassen 60 kg, 90 kg und 130 kg mit entsprechend unterschiedlich starken Motoren gibt.

Äusserlich unterscheiden sich die Plattformen durch die unterschiedlichen Aufbauten, also je nachdem, ob ein oder mehrere Gebinde transportiert werden sollen, oder ob die Übergabe per Rollenbahn oder manuell erfolgt. Zudem gibt es einen sogenannten Schrankaufbau für den abgeschlossenen Transport, etwa von wertvollen oder sonstwie kritischen Materialien.