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Ausgabe 10/2017, 13.10.2017

Grössere Brücken sollt ihr bauen

Concept Laser stellt auf der kommenden Messe Formnext mit der «Mlab cusing 200R» die neuste Version dieser Baureihe von SLM-Anlagen vor. Beim Hersteller in DE-Lichtenfels ist man davon überzeugt, dass die Anlage den neuen Benchmark im kleinen Maschinen- segment setzt, was vor allem der Dentalbranche zugute kommen soll.

Generativ hergestellter Zahnersatz liegt im Trend. In der Dentaltechnik erreichte die Mlab cusing laut Herstellerangaben seit 2011 im kleinen Maschinensegment der additiven Fertigung eine herausragende Marktposition in der Herstellung von patientenspezifischen Implantaten, Brücken und Kronen. Zur Messe IDS (Internationale Dental-Schau) im vergangenen März stellte Concept Laser seine neue Mlab cusing 200R vor. Die Anlage soll mit schneller Aufbaugeschwindigkeit und einem attraktiven Bauraum punkten, aber auch mit weiteren neuen Features, die gerade für Dentallabore und Zahntechniker interessant sind.

Die kompakte, leistungsstarke Maschine stosse schon vor der Auslieferung der ersten Anlage auf eine hohe Marktresonanz, heisst es. Diverse renommierte Dentallabore sollen das neue Modell bereits geordert haben. Oliver Edelmann, Geschäftsführer Vertrieb & Marketing von Concept Laser, dazu: «Wir haben auch in unsere kleinste Maschinenbaureihe unser gesamtes Performance-, Qualitäts- und Sicherheits-Know-how gesteckt.»

Starkes Leistungsprofil

Die Neuheit bietet ein ergonomisches Design auf kleinem Stellraum und ein intuitives Displaydesign. Sie soll hohe Oberflächenqualität und feinste Bauteilstrukturen ermöglichen. Im Vergleich zum Vorgängermodell erlaubt die neue, grössere Schwester die Herstellung grösserer Bauteile bei deutlich erhöhter Produktivität, ohne dass die Anlage an Kompaktheit einbüsst. Der Bauraum misst neu 100 × 100 × 100 mm (x, y, z), was einer Vergrösserung des Bauvolumens um 54 Prozent gleichkommt. Dem Anwender stehen drei verschiedene Bauräume zur Verfügung: 100 × 100 × 100 mm (x, y, z), 70 × 70 × 80 mm und 50 × 50 × 80 mm. Die Topvariante erlaubt damit die Herstellung von grösseren, mehrgliedrigen Brückenkonstruktionen oder Suprakonstruktionen und steigert dadurch die Flexibilität und den Durchsatz in der Produktion. Die Verdoppelung der Leistung des Faserlasers auf nun 200 W sorgt zudem für eine höhere Aufbaugeschwindigkeit. Neu ist ein Spannsystem, mit dem eine genauere Bauteilpositionierung möglich wird.

Neues Filterkonzept und modularer Aufbau

Weiter verfügt die neue Anlage über einen grösseren Filter, womit sich eine deutlich gesteigerte Verfügbarkeit ergibt. Eine Besonderheit sind der wasserflutbare Filter und der modulare Aufbau der Anlage. Prozesskammer und Handhabungsbereich sind räumlich getrennt und versprechen dadurch ein sicheres und einfaches Bauteilhandling. Zudem wird eine Handhabungsstation zum Be- und Entladen an der Maschine angedockt, sodass das Baumodul mittels eines Schubladenprinzips einfach übergeben werden kann. Anschliessend wird die Handhabungsstation inertisiert.

Beim Beladevorgang beziehungsweise der Bauteilentnahme erfolgt der Eingriff des Bedieners. Nach Beendigung des Vorgangs wird das Baumodul wieder in die Maschine eingezogen und abschliessend die Handhabungsstation abgedockt. Das Konzept des geschlossenen Systems war von Beginn weg Teil des Lastenheftes der Mlab cusing 200R: Alle Prozessschritte erfolgen unter Inertgas, abgeschottet von Ausseneinflüssen, womit der gesamte Prozess auf höchstem Qualitäts- und Sicherheitsniveau umgesetzt werden kann. Dafür sorgt auch die Ausrichtung der Maschine nach Atex-Richtlinien zur sicheren Verarbeitung von reaktiven Materialien wie Titan- und Titanlegierungen.

Für die neue Anlage bietet der Hersteller nun optional die neue, inertisierte Siebstation «QM Powder S» als Stand-alone-Einheit an. Der Anwender kann mit ihr auf eine variable Anzahl an Sieben – von 1 bis 3 Stück – zurückgreifen. Eine dreidimensionale Wurfbewegung ermöglicht die optimale Ausnutzung der Siebfläche.

In Zukunft sollen mit dem generativen Metall-Laserschmelzverfahren Dentalprodukte wie Kronen, Käppchen, Modellgüsse und Sekundärkonstruktionen sehr wirtschaftlich hergestellt werden können. Überwiegend kommen Kobalt-Chrom-, Titan- oder Edelmetalllegierungen als Werkstoffe zum Einsatz. In der Reproduzierbarkeit, dem hohen Qualitätsniveau, der Passgenauigkeit, dem hohen Durchsatz von Dentalkonstruktionen zu attraktiven Stückkosten und der schnellen Verfügbarkeit liegen die Chancen für Dentallabore zur verbesserten Wertschöpfung. Die neuste Technologie ermöglicht ihnen die Entwicklung vom handwerklichen Fachbetrieb zum Druckzentrum. (msc)

Concept Laser: Neutec AG
6405 Immensee, Tel. 041 854 45 00
info@neutec-ag.ch
Formnext Halle 3 Stand E30




Die «Mlab cusing 200R» punktet mit kompaktem Design, grossem Bauraum (100 × 100 × 100 mm), leistungsstarkem 200-W-Faserlaser und einem grösseren Filter, der die Stillstandszeiten reduzieren soll. (Bilder: Concept Laser)