Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 11/2017, 10.11.2017

Schraubenbeschichtung ohne Chrom VI

Seit September 2017 sind Chrom-VI-beschichtete Schrauben gemäss europäischer Chemikalienverordnung «REACH» nicht mehr erlaubt – der Werkstoff gilt als krebserregend – oder sie werden zu teuer. Substitute bringen andere Eigenschaften mit, die sich auf die Schraubverbindung auswirken. Atlas Copco Tools kann die Umstellung mit Schraubfallanalysen und Simulationen unterstützen.

Die Chrom-VI-Beschichtung hat Eigenschaften, die kein anderes Material exakt mitbringt. Alternative Beschichtungsmethoden könnten das Mass von Schrauben, Muttern und Gewinden ändern, was durch höhere Unterkopf- und Gewindereibung eines Chrom-VI-Substituts die Klemmkraft um rund 70 Prozent verringern kann – trotz Einstellung des gleichen Drehmoments. Es gilt, solche Schraubfälle zu analysieren und die Parameter anzupassen um zu gewährleistet, dass die Verbindungen sicher halten, insbesondere bei sicherheitskritischen Schraubverbindungen.

Mit der Software Tight-Sim ist Atlas Copco in der Lage, mit einer dynamischen Montagesimulation binnen Sekunden bis zu 250 Testverschraubungen virtuell zu überprüfen. Auf der Grundlage von nur zehn Bauteilen und einer Musterauswahl der vorgesehenen Schrauben können damit realitätsnahe Ergebnisse erzielt werden, die über Schraubqualität und sogar über mögliche Taktzeiten Aufschluss geben. Diese Aussagen sind im Übrigen nicht nur für Unternehmen interessant, die sich auf das Chrom-VI-Verbot vorbereiten wollen. Auch im Vorfeld der Produktion sind solche Erkenntnisse für Konstrukteure wertvoll.

Atlas Copco (Schweiz) AG, Tools
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