Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 12/2017, 08.12.2017

Geht in der Arktis, aber auch in der Sahara

Mit den neuen IP 65/67-Kameras der «CX»-Serie lanciert Baumer eine Baureihe, deren Modelle dank erweitertem Betriebstemperaturbereich auch unter extremen Temperaturbedingungen funktionieren. Die Serienproduktion startet im 1. Quartal 2018.

Sie sind wirklich hart im Nehmen, die neuen IP 65/67-Kameras: Laut Hersteller arbeiten sie zuverlässig von - 40 °C bis + 70 °C. Damit eignen sie sich auch für extrem anspruchsvolle Applikationen unter rauen Umgebungsbedingungen. Das bedeutet, dass bei bestimmten Modellen auf zusätzliche Kühl- oder Heizmassnahmen verzichtet werden kann. Dies ermöglicht eine einfache thermische Einbindung und spart so Integrationszeit und Systemkosten.

Das IP 65/67-konforme Gehäuse schützt alle empfindlichen Kamerabestandteile gegen Schmutz, Strahlwasser und zeitweiliges Untertauchen, was ein separates Schutzgehäuse überflüssig macht. Zusätzlich ermöglicht ein optional erhältliches modulares Tube-System mit variabler Anzahl an Zwischenringen eine flexible Applikationsanpassung hinsichtlich Länge und Durchmesser der eingesetzten Objektive.

Die neuen IP-Kameras mit «Pregius»- und «ON Semiconductor Python»-CMOS-Sensoren von Sony verfügen über eine GigE-Vision-konforme Schnittstelle und sind in sechs Auflösungen von 1,3 bis 12 Megapixel ab dem ersten Quartal 2018 verfügbar. Vier opto-entkoppelte Ausgänge mit einer maximalen Ausgangsleistung von 1,5 A und Pulsbreitenmodulation ermöglichen die direkte Ansteuerung von bis zu vier externen Beleuchtungen inklusive Helligkeitsregulierung. Damit sollen sich mittels Shape-from-Shading-Verfahren präzise Messungen bei der 3D-Oberflächeninspektion zur Detektion kleinster Formabweichungen ohne externen Beleuchtungscontroller realisieren lassen.

Das kompakte Gehäuse im Format 40 × 40 mm mit umlaufender M3-Befestigung widersteht Stössen bis 100 g und Vibrationen bis 10 g, verspricht der Hersteller. Kombiniert mit dem geringen Gewicht von nur 137 g und einem x-codierten M 12-Stecker für Einkabellösungen mit Power-over-Ethernet (PoE) sind die Kameras für Robotikapplikationen prädestiniert. Mit ihrer hartanodisierten Oberfläche eignen sie sich auch gut für den Einsatz im Lebensmittel- oder Pharmabereich, ohne dass zusätzliche Schutzmassnahmen für das Gehäuse erforderlich sind.

Mit der Erweiterung um die robusten IP 65/67-Kameras kann der Anwender bei der CX-Serie nun aus mehr als 70 industrietauglichen CMOS-Kameras mit Auflösungen von VGA bis 12 Megapixel auswählen. Die Modelle mit den Pregius-Sensoren der zweiten Generation ermöglichen eine Belichtung ab 1 µs und eignen sich damit für Applikationen mit hoher Lichtintensität, also etwa beim Laserschweissen oder für Anwendungsgebiete mit hohen Geschwindigkeiten wie in der Leiterplattenbestückung.

Die Kameramodelle mit integrierten Sensoren vom Typ ON Semiconductor Python erlauben bei Verwendung einer ROI (Region of Interest) mehr als 1000 Bilder/s. Zusammen mit dem Burst Mode bei den GigE-Modellen und einem Sequenzer, der Aufnahmen von Bildfolgen mit wechselnden Kameraeinstellungen von Bild zu Bild erlaubt, ermöglichen sie schnelle Applikationen. (msc)

Baumer Electric AG
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Die neuen IP 65/67-Kameras der CX-Serie widerstehen Staub, Spritzwasser und extremen Temperaturen von - 40 °C bis + 70 °C. (Bild: Baumer)