Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 12/2017, 08.12.2017

Schaum und Schmutz sind Geschichte

Schaumbildung, ein instabiler Kühlschmierstoff und Schmutzablagerungen sind Gründe genug, die Auswahl des Kühlschmierstoffs und den Produktionsprozess zu überdenken. Die Franke Industrie AG, Herstellerin von hochwertigen Teilen aus Nickel-Kobalt-Speziallegierungen für die Gasturbinenindustrie sowie Luft- und Raumfahrt, setzte dazu auf eine Kooperation mit den Fachleuten von Blaser Swisslube. Dank des optimalen flüssigen Werkzeugs läuft die Fertigung heute sauber und schaumfrei, aber auch günstiger und nachhaltiger.

Seit rund 60 Jahren werden bei der Franke Industrie AG, einer Tochter der Franke Holding, vor allem hitzeresistente Metalllegierungen zu Heissgaspfadteilen verarbeitet. Das Unternehmen beschäftigt am Hauptsitz in Aarburg rund 80 Mitarbeiter und tritt auf dem Markt als Systemanbieter für komplette Baugruppen auf. Es hat sich auf Prozesse wie Laserschneiden und -bohren, auf Umform- und Schweissverfahren, mechanische Bearbeitung, Wasserstrahlbearbeitung sowie zerstörungsfreies Prüfen spezialisiert.

Viele der hergestellten Teile sind sehr sensitiv, da erst bestimmte Bohrungen in bestimmten Winkeln den optimalen Gasdurchfluss garantieren. Hinzu kommt, dass die in Turbinen eingesetzten Teile hohen Drücken und grosser Hitze standhalten müssen. Deswegen werden oft Speziallegierungen aus Nickel und Kobalt eingesetzt.

Hans-Peter Dubach, Anwendungstechniker von Blaser Swisslube: «Die Bearbeitung von Speziallegierungen bei Hochdruck ist für einen Kühlschmierstoff eine Herausforderung. Als wir gemeinsam die Fertigungsprozesse bei Franke analysierten, stellten wir fest, dass der bis dahin eingesetzte Kühlschmierstoff diesen Herausforderungen nicht gewachsen war.»

Der Kühlschmierstoff war instabil und es kam zu Schaumbildung und Schmutzablagerungen. «Die grössten Anliegen des Kunden waren, die Maschinensauberkeit zu verbessern, die KSS-Standzeit zu erhöhen und das Schaumproblem in Griff zu bekommen. Gleichzeitig sollten die Werkzeugstandzeiten gleich bleiben oder verbessert werden», berichtet KSS-Spezialist Dubach.

Die Blaser-Fachleute starteten vor gut zwei Jahren mit einer umfassenden Bestandesaufnahme: «Der Schmutz auf Spindeln und Werkzeughaltern kann bei so präzisen Maschinen zu Störungen führen – das war sicher das Hauptproblem», erinnert sich Dubach. Nach eingehender Analyse und aufgrund der bearbeiteten Speziallegierungen wurde der Umstieg auf den Blaser-Kühlschmierstoff «Vasco 7000» empfohlen. Hans-Peter Dubach: «Vasco 7000 basiert nicht auf Mineralöl, sondern auf Pflanzenöl. Es ist ein High-Performance-Produkt, ein wassermischbarer Kühlschmierstoff, der dank der natürlichen Polarität der Ölmoleküle über herausragende Leistungsfähigkeit verfügt und dank kompaktem Schmierfilm auch bei hohem Druck und hoher Temperatur stabil bleibt.»

Schon erste Tests überzeugten: «Das gute Abfliessverhalten von Vasco 7000 hält die Werkzeuge und Maschinen sauber. Der Maschinenraum wird proaktiv gewaschen. Dadurch ist der Reinigungsaufwand deutlich geringer, und wir konnten Kapazitäten für die Produktion freisetzen», berichtet Adrian Trösch, Produktionsverantwortlicher bei Franke Industrie.

Auch das Schaumproblem konnte durch den neuen Kühlschmierstoff beseitigt werden, weil dieser bei Hochdruckanwendungen schaumarm und stabil bleibt. «Und obwohl das anfangs gar keine Anforderung war, konnte auch der Kühlschmierstoffverbrauch um 27 Prozent verringert und die Standzeit von neun auf 24 Monate deutlich verbessert werden», fügt Hans-Peter Dubach an.

Solche Ergebnisse, da sind sich die beiden Experten einig, sind nur mit dem für Blaser Swisslube typischen gesamtheitlichen Ansatz möglich. Dubach dazu: «Wenn wir über Kühlschmierstoffe sprechen, geht es nicht nur um Werkzeugstandzeiten. Es geht auch um Arbeits- und Prozesssicherheit, Nachhaltigkeit und ökonomische Optimierungen. Deswegen sprechen wir vom Liquid Tool.» (msc)

Franke Industrie AG
4663 Aarburg, Tel. 062 787 31 31
info@franke.com

Blaser Swisslube AG
3415 Hasle-Rüegsau, Tel. 034 460 01 01
contact@blaser.com



Dieses Brennersystem einer Gasturbine wird bei Franke gefertigt. (Bilder: Franke)


Auch unter erschwerten Bedingungen, wie hier bei der Bearbeitung eines Turbinendeckbandes (Turbine Shroud), macht der Kühlschmierstoff Vasco 7000 von Blaser nicht schlapp.


Ein komplettes Set von Übergangskanälen einer Gasturbine, so arrangiert, wie sie in der Turbine zum Einbau kommen.