Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 12/2017, 08.12.2017

Smarte Positionierung

Mit dem Kreuztisch «KT 210» und dem Lineartisch «LTP 90» bietet Steinmeyer Mechatronik nicht nur eine hochdynamische und präzise Positionierlösung, sondern auch eine Industrie-4.0-fähige. Die Vernetzung beliebiger Achsenzahlen und die Anbindung an die Smart Factory erfolgt unkompliziert über USB oder Can-Bus.

Beim Kreuztisch KT 210 handelt es sich um ein XY-System für die horizontale Gebrauchslage. Bei kompakten Abmessungen von 210 × 210 mm bietet der Tisch Verfahrwege von 100 × 100 mm. «Der leistungsfähige und präzise Linearmotor erlaubt extrem geräuscharme, dynamische Bewegungen und ermöglicht wesentlich höhere Taktzeiten, als es mit einem Spindelantrieb möglich wäre», erklärt Elger Matthes, Leiter Entwicklung und Konstruktion bei Steinmeyer Mechatronik, die Vorteile der selbstentwickelten Antriebslösung. «Damit eignet sich der KT 210-Kreuztisch hervorragend für schnelle Scan-Anwendungen und andere Applikationen wie die Batchbearbeitungen von Proben oder die Inspektion kleiner Teile, bei denen häufige Start-Stopp-Phasen üblich sind.» Da der Linearmotor berührungsfrei arbeitet und die Führungen mit einem Schmierstoffreservoir ausgestattet sind, benötigt der Tisch im Betrieb praktisch keine Wartung.

Der Lineartisch LT 90 verfügt dagegen über einen Schrittmotorantrieb und eignet sich – je nach Montage – gleichermassen für horizontale wie vertikale Anwendungen. Sein sehr steifer Grundkörper garantiert laut Matthes eine hohe Genauigkeit auch bei wechselnden Lasten. Der Lineartisch lässt sich entweder auf den Kreuztisch montieren oder separat in einen Portalaufbau integrieren. Als kombiniertes XY-Z-System kommen beide Tische beispielsweise in der Messtechnik, in Laseranlagen oder in der Automatisierung sowie in der robotergestützten Wafer-Produktion oder bei Mikroskopieanwendungen zum Einsatz.

Die Programmierung sowie die Anbindung an die vernetzte Fabrik erfolgt einfach über USB oder Can-Bus. Mithilfe eines entsprechenden Hosts wird das XY-Z-System zudem internetfähig. Die Can-Schnittstelle erlaubt es den Positioniertischen, Statusdaten zu senden und Rückmeldung über Programmzustände und den Systemzustand über das Netzwerk auszugeben. Bei entsprechender Einbindung des Can-Hosts kann der Anwender zudem per Remote-Zugriff über das Internet auf das Positioniersystem zugreifen. Elger Matthes sieht dadurch für den Praxiseinsatz völlig neue Möglichkeiten: «Die Tische gleichen sich im Netzwerk mit der übergeordneten Steuerung ab, beispielsweise einem Bahngenerator zur Erzeugung mehrdimensionaler Trajektorien, und lassen sich somit dezentral steuern. Eventuelle Probleme wie Abweichungen bei der Genauigkeit lassen sich per Remote frühzeitig erkennen – auch aus der Ferne.» Zudem ist die Synchronisierung vieler Achsen in komplexen Systemen sowie die Verteilung der Intelligenz auf das Errechnen der Bewegungsvektoren im übergeordnetem System (Bahngenerator) und Ausregeln der Bewegung unter Last in der Achse (Tisch mit integriertem Controller) möglich.

Eine Besonderheit der beiden Steinmeyer-Tische, betont Entwicklungsleiter Matthes, ist die Softwarekalibrierung: «Im Prinzip erzeugt das System aus Tisch und Controller die nötige Präzision selbst. Dadurch, dass wir weniger genaue Komponenten einsetzen, erreichen wir deutliche Kosteneinsparungen, die wir an unsere Kunden weitergeben können.» (pi)

Steinmeyer Mechatronik GmbH
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Bereit für die Fabrik der Zukunft: Die Positioniertische können schnell und einfach konfiguriert und vernetzt werden. (Bild: Steinmeyer)