Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG

Werbung

Ausgabe 02/2017, 17.02.2017

Greifer für die Mensch- Roboter-Kollaboration

Die Mensch-Roboter-Kollaboration hat das Zeug dazu, ein Megatrend zu werden. Der Spanntechnikspezialist Schunk hat mit dem «Co-act Gripper JL1» einen exakt auf die Erfordernisse einer solchen Zusammenarbeit ausgerichteten Greifer auf den Markt gebracht.

(msc) In Zukunft werden zunehmend autonom operierende «Cobots», also Roboter, die im unmittelbaren Umfeld des Menschen eingesetzt werden, ergonomisch ungünstige oder eintönige Arbeiten etwa als Hebe- oder Positionierungshilfe übernehmen. Dadurch sinkt die physische Belastung des Menschen, der Prozess wird effizienter, der Platzbedarf geringer und die Flexibilität steigt.

Im Bereich der Montageanwendungen wird die Zahl robotergestützter Assistenzsysteme steigen. Für alle Komponentenhersteller stellt die hautnahe Kooperation von Mensch und Maschine jedoch eine enorme Herausforderung dar. Benötigt werden Greifer, die Safety-Funktionalitäten, Sensorik und eine durchgängige Vernetzung vereinen.

Der Co-Act Gripper JL1 von Schunk erfüllt diese Anforderungen bereits jetzt. Er ist laut Hersteller der weltweit erste kollaborative Greifer, der mit dem Menschen interagiert und kommuniziert. Zentrale Merkmale sind eine nachgiebige Aussenhaut mit abgerundeten Kanten, ein integrierter Schutz vor Werkstückverlust und ein LED-Panel als Kommunikationsinterface zum Menschen. Der Greifer verliert nie das gegriffene Objekt, ein sicherer Antrieb ermöglicht ein breites Greifkraftspektrum und gewährleistet funktionale Sicherheit. Auch bei einem Not-Aus bleibt das gegriffene Teil zuverlässig gehalten.

Weiter erfasst der Greifer mithilfe seiner Umfeldsensorik kontinuierlich die Umgebung. Kommt es zu einem unerwünschten Kontakt mit dem Menschen, wird die Greifkraft begrenzt. Mithilfe speziell entwickelter Greifstrategien und Kraftmessbacken in den Fingern stimmt das Gerät sein Verhalten in Echtzeit darauf ab, ob das Werkstück oder eine menschliche Hand gegriffen wird. Grundlage ist die Sicherheitsrichtlinie für Industrieroboter DIN EN ISO 10218. Darüber hinaus informiert der Greifer mit LED-Leuchten und einer entsprechenden Farbsystematik darüber, ob die Anlage betriebsbereit ist und ob das korrekte Werkstück gegriffen wurde.

Die Pläne des Herstellers gehen noch weiter: Künftig sollen Co-act Gripper ein Zusammenspiel von Sensoren und Sicherheitsmechanismen ermöglichen. Dazu zählen Kraftmessbacken, visuelle Überwachung, Häute aus taktilen, kapazitiven Sensoren oder strombasierte Kraftregelung. Über OPC-UA-Schnittstellen sollen diese Greifer mit dem Roboter und der übergeordneten Anlagensteuerung kommunizieren.


Schunk Intec AG
8307 Effretikon, Tel. 052 354 31 11
info@ch.schunk.com

Kollaborierende Handhabung in der Montage: Der Roboter bestückt mit einem Co-act-Greifer ein Gehäuse mit Platinen und übergibt die fertig montierte Baugruppe an den Werker. (Bild: Schunk)