Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 03/2017, 17.03.2017

Ein Werkzeug – sechs Bearbeitungen

Zusammen mit dem Werkzeugpartner Benz GmbH hat der Lohnfertiger Mack Alu-Systeme die Serienfertigung von Aluminiumprofilen optimiert. Folge: Der eingesetzte Mehrspindelbohrkopf reduziert die Gesamtbearbeitungszeit pro Bauteil um 10 Prozent.

(pi) Die Mack Alu-Systeme GmbH hat sich im Laufe der Jahre zu einem der führenden Bearbeitungsbetriebe für lange und grossvolumige Aluminiumprofile und -konstruktionsteile entwickelt. In der Fertigung werden Bauteile mit einer Länge bis zu 8 m bearbeitet. Die Losgrössen liegen zwischen 500 und 10 000 Stück. Bereits seit Jahren setzt Mack auf die Werkzeugsysteme des CNC-Aggregatespezialisten Benz GmbH.

Wie erfolgreich die Zusammenarbeit ist, zeigt das Beispiel einer Bearbeitung von Profilen für Textilmaschinen. «Durch den gestiegenen Bedarf haben wir den zugrunde liegenden Fertigungsprozess analysiert und zusammen mit unserem CNC-Partner Benz Optimierungspotenziale aufgedeckt», erläutert Mack-Projektmanager Karl Schilling die Vorgehensweise.

Bei diesen Profilen werden horizontale und vertikale Bohrungen und Gewinde eingebracht. Neben der Erweiterung des Maschinenparks durch ein Fahrständerbearbeitungszentrum von Axa hatte insbesondere der Mehrspindelbohrkopf von Benz einen entscheidenden Anteil an der realisierten Produktivitätssteigerung. «Mit dem sechsspindligen, bauteilspezifischen Bohrbild des Mehrspindelkopfes und der Kombination aus Bohr- und Gewindefräser können wir die vertikalen Gewinde in einem Schritt einbringen», sagt dazu Karl Schilling.

Werkzeugwechselzeiten wie bei der herkömmlichen, aufeinanderfolgenden Bearbeitung können so gespart und die Taktzeiten signifikant reduziert werden, verdeutlicht Projektmanager Schilling das Einsparpotenzial. Alleine das Ersetzen des bisherigen Kopfes mit vier Spindeln durch einen sechsspindeligen Bohrkopf sparte rund 30 Prozent Bearbeitungszeit ein.

«Auf den Gesamtprozess gesehen haben wir die Bearbeitungszeit pro Bauteil um 10 Prozent gesenkt und die Fertigungsstückzahlen erhöht», resümiert Karl Schilling den Optimierungserfolg. Zusätzlich wurden die Drehzahlen der Mehrspindelköpfe an den Werkzeugdurchmesser angepasst. Die eingesetzte Minimalmengenschmierung sorgt zudem für eine umweltfreundliche Bearbeitung.

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Für die effektive Zerspanung von Aluprofilen: Mehrspindelbohkopf mit Minimalmengenschmierung in Kombination mit einem Winkelkopf. (Bild: Benz)

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Zum Portfolio des Werkzeugherstellers zählen statische und angetriebene Werkzeuge, Wechselaggregate wie Winkelköpfe, Mehrspindelbohrköpfe und Schnelllaufspindeln, modulare Schnellwechselsysteme, Stosseinheiten, Grossbohrköpfe sowie 2-Achs-NC-Köpfe für die metall-, holz- und composites-verarbeitende Industrie. Das Joint Venture zwischen der Zimmer Group und der Homag Group agiert völlig eigenständig am Markt und beschäftigt rund 290 Mitarbeiter.