Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 03/2017, 17.03.2017

Ingenieure brauchen praxisnahe BWL

Ingenieure benötigen für ihre Tätigkeit zunehmend ein betriebswirtschaftliches, praxisorientiertes Basiswissen. Das ist unbestritten. Weniger eindeutig ist, über welchen Kanal sie dieses Wissen erwerben sollen. Die Universität Bern hat sich darüber Gedanken gemacht.

Autor: H Robert Hasenböhler, Prof. F Universität Bern

Es macht Sinn, die Weiterbildung in Betriebswirtschaft (BWL) als Investition zu sehen. Grundsätzlich sind die Fachhochschulen und die Universitäten Weiterbildungspartner der ersten Wahl. Das hängt mit den gebotenen Inhalten und den Dozenten zusammen. Die Qualität der Inhalte und der Vermittlung durch die Dozierenden muss für jede Institution ermittelt werden. Hier helfen die Urteile der Teilnehmer. Auch ein Blick in die Lehrunterlagen geben deutliche Hinweise auf das gebotene Unterrichtsniveau.

Die Studenten mit technischer Vorbildung besitzen viel Know-how, das sich auch in einer betriebswirtschaftlichen Ausbildung nutzen lässt. Sie können mit Grafiken und Funktionen arbeiten und verfügen über mathematische Kenntnisse. All das ist eine gute Grundlage für den Erwerb der Kenntnisse in Marketing, Strategielehre oder Unternehmensführung.

Sollten praktische Erfahrungen im Datenmanagement sowie im Prozess- und Projektmanagement dazu kommen, ist die Ausgangslage perfekt. Oft bildet die Einstellung zur BWL das Haupthindernis für einen Studienerfolg. Man kreidet der Betriebswirtschaft Ungenauigkeit und eine gewisse Beliebigkeit in den Aussagen an. Ganz von der Hand zu weisen ist diese Unterstellung nicht. Das Weltbild der Ingenieure und das der Betriebswirte differiert. Wenn aber eine gegenseitige Wertschätzung eintritt, profitieren beide voneinander.

Was viele Ingenieure und die mit ihnen verwandten Fachstudierenden und technischen Kaufleute nicht vermuten: Sie sind in unserer Weiterbildung sehr willkommen. Wir können festhalten, dass wir sehr gute Erfahrungen mit Absolventen machen, die eine naturwissenschaftliche Basis haben. Diese Gruppe von Studenten hat gelernt, für den Studienerfolg hart zu arbeiten.Eine Frage, die immer wieder gestellt wird, lautet sinngemäss: Warum sollen Ingenieure oder technische Kaufleute an der Universität studieren? Die erste Antwort ist selbstverständlich: Weil sie das hier gebotene Wissen brauchen. Dazu kommt etwas Weiteres: Sie nehmen Teil an der universitären Lernkultur. An einer Universität gibt es Diskussionen über die Lösungen und die Lösungswege. Vieles muss selbstständig erarbeitet werden. Studieren an der Universität heisst: Aus Büchern lernen, mit Büchern arbeiten. Damit will die Universität dazu motivieren, sich das benötigte Wissen ein Leben lang zu erwerben. Wer als Ingenieur an die Universität geht, erhält das Beste der zwei Welten: aus der Welt der Naturwissenschaften und aus der Welt der Sozialwissenschaften.


Institut für Marketing und Unternehmensführung, Universität Bern
3012 Bern, Tel. 031 631 80 31
www.imu-weiterbildung.ch



Das Beste aus zwei Welten: Ingenieure studieren an der Uni Bern BWL. (Bild: Uni Bern)

Auf einen Blick

Executive MBA an der Uni Bern

Das Institut für Marketing und Unternehmensführung der Universität Bern bietet einen EMBA auf voll modularer Basis an. Zur Zeit stehen vier, ab Herbst 2017 dann fünf CAS zur Auswahl: CAS Onlinemarketing und Social Media, CAS Marketingmanagement und Verkauf, CAS Marktorientierte Betriebswirtschaftslehre sowie CAS Markenmanagement und Kommunikation. Die Absolventen erhalten einen geschützten universitären Titel. Der Zugang erfolgt entweder über eine akademische Ausbildung (Bachelor) oder über eine fundierte Praxiserfahrung. Weitere Infos durch

Robert Hasenböhler, Tel. 031 631 45 41

e-mail: robert.hasenboehler@imu.unibe.ch