Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG

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Ausgabe 03/2017, 17.03.2017

Reisen bildet

Für Studenten sind Auslandssemester fast schon ein Muss. Dass und wie auch Auszubildende von einem Auslandspraktikum profitieren können, zeigt ein Blick auf das Angebot des gewerblich-industriellen Bildungszentrums Zug.

(pi) «Leonardo da Vinci» heisst das europäische Förderprogramm für die Berufsbildung, welches leistungsstarken Lernenden ein Auslandspraktikum ermöglicht und auch die Kosten weitgehend trägt. Mit der Teilnahme an einem Berufspraktikum im Ausland erwerben die jungen Menschen diejenigen Kompetenzen, die auf dem zunehmend globalisierten Arbeitsmarkt an Bedeutung gewinnen.

«Sich auf einen Austausch einzulassen bedeutet, seine Komfortzone zu verlassen und vorerst an Stabilität zu verlieren. Aber es öffnet anschliessend wertvolle Türen für die persönliche und berufliche Weiterentwicklung», sagt Andrea Turtschi von der Koordinationsstelle Auslandspraktika Leonardo da Vinci am GIBZ (Gewerblich-Industrielles Bildungszentrum Zug). «Die Lernenden schulen ihr Organisationstalent und ihre Sozialkompetenz, gewinnen an Selbständigkeit und an Selbstvertrauen und werden durch die Arbeit in einer anderen als der vertrauten Umgebung angespornt. Sie steigern ihre Lernfähigkeit und ihre Flexibilität im Denken und Handeln.»

Eine Erfahrung, die Moreno di Silvestre, Polymechaniker im 3. Lehrjahr bei der Firma Pamasol Willi Mäder AG in Pfäffikon, nur bestätigen kann. Er war Teilnehmer am Electro-Pneumatic-Modul in München im Januar 2017: «Das Modul zum Thema elektropneumatische Schaltungen bestand aus einer Woche Theorie und zwei Wochen Praktikum bei den Münchner Stadtwerken. Da die rund 20 Teilnehmenden aus fünf verschiedenen europäischen Ländern stammten, war die Modulsprache Englisch. Ich habe fast alles verstanden und konnte mich bis zum Schluss auch recht gut unterhalten, natürlich nicht fehlerfrei, aber ich habe gute Fortschritte erzielt.

Andrea Turtschi sieht aber auch für die Ausbildungsbetriebe einen positiven Effekt, wenn sie ihre Lernenden ins Ausland schicken: «Die Auslandspraktika sind ein gutes Instrument für die Begabtenförderung und steigern die Attraktivität der dualen Berufsbildung sowie das Image der teilnehmenden Betriebe als Ausbildungsstätte.»

GIBZ Gewerblich-Industrielles Bildungszentrum Zug
6300 Zug, Tel. 041 728 33 62
mobil@gibz.ch



Praktikum in München: Das Leonardo-da-Vinci-Programm vermittelt Auslands-einsätze von zwei Wochen bis maximal einem Jahr Dauer. (Bild: GIBZ)

Auf einen Blick

Berufspraktikum im Ausland

Engagierte Auszubildende haben die Chance, ihren Horizont durch einen Auslandsaufenthalt zu erweitern und wertvolle berufliche und persönliche Erfahrungen zu sammeln. Die Kosten übernimmt weitgehend das Förderprogramm für die Berufsbildung Leonardo da Vinci. Die wichtigsten Fakten:

  • Bewerben können sich leistungsstarke und interessierte Berufslernende im 2. oder 3. Lehrjahr oder bis 12 Monate nach Lehrabschluss.
  • Reisespesen sowie Kosten für Unterkunft und Verpflegung sind gedeckt.
  • Aufenthaltsdauer: zwei Wochen bis ein Jahr
  • Es gibt Leistungsnachweise fürs Bewerbungsdossier wie Praktikumszeugnis und Europass.

Auch Berufsbildner können einmal einen anderen Betrieb kennenlernen: Aufenthalte von zwei Tagen bis maximal zwei Monaten im Ausland werden ebenfalls gefördert.

Freie Plätze gibt es noch im SPS-Modul im Oktober 2017 und im EP-Modul im Januar 2018, welche beide in München stattfinden, sowie im CNC-Modul 2018 in der Slowakei.

www.mobil.gibz.ch